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Eriks Zimmer.
 
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Eriks Zimmer. [Taschenbuch]

Cilla Naumann , Paul Berf
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 280 Seiten
  • Verlag: Dtv (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423243317
  • ISBN-13: 978-3423243315
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 13,4 x 2,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.192.765 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Susanne Beyer, Der Spiegel vom 17.03.2003

Am Ende eines ordentlichen Krimis stellt sich Entspannung ein: Mörder gefasst, alles wird gut. "Eriks Zimmer", der neue Roman von Cilla Naumann, 42, setzt da ein, wo der Horror der Krimi-Welt meistens aufhört: mit der Verhaftung eines Tatverdächtigen. Dem 25-jährigen Wissenschaftler Erik wird vorgeworfen, Mitglied einer mörderischen Bande zu sein, und die Autorin erzählt, was dieser Vorwurf bei denjenigen auslöst, bei denen der Horror jetzt beginnt: bei Eriks Eltern, Olof und Sonja, die sich von dem Vorwurf genauso getroffen fühlen wie ihr Sohn. Kann er es gewesen sein? Wenn ja: Wann ist er ihnen entglitten? Seit wann konnten sie die Signale seiner Wesensveränderung nicht mehr dechiffrieren? Olof und Sonja sind dem Ansturm der Öffentlichkeit und dem ihrer Gefühle kaum gewachsen. Eine differenzierte Seelenstudie, die zwar etwas holprig beginnt, aber mit jeder Seite an Intensität gewinnt. Denn angesichts des ganz normalen Wahnsinns dieser Familie wird schnell klar: Schuldig zu werden an der Schuld der Kinder - das kann alle Eltern treffen.

Kurzbeschreibung

»Ihr Sohn steht unter Mordverdacht.« Der Einbruch einer Tragödie in das Leben einer ganz normalen, glücklichen Familie.

Die Bombe muß schon seit Jahren getickt haben. Jetzt ist sie hochgegangen: Erik, Mitte Zwanzig, wird festgenommen. Man klagt ihn an, einen entsetzlichen Mord begangen zu haben. Seine Eltern, Sonja und Olof, ein wohlhabendes Paar mittleren Alters, sind zutiefst schockiert. Das alles ist so unfaßbar, war Erik, ihr einziges Kind, doch schon als kleiner Junge so liebenswert, unkompliziert und immer gut in der Schule. Und steht er nicht gerade am Beginn einer verheißungsvollen akademischen Karriere? Nein, Erik kann mit alldem nichts zu tun haben, da sind sich Sonja, erfolgreiche Anwältin, und Olof, Kinderarzt in einer Gemeinschaftspraxis, ganz sicher. Doch Tatsache ist, daß Erik schon immer so unauffällig war, daß Olof gar nicht weiß, wer sein Sohn eigentlich ist. Monatelang schon hat er heimlich Eriks Zimmer durchwühlt in der Hoffnung, einen Schlüssel zu den Wünschen, Sehnsüchten und Träumen seines Sohnes zu entdecken. Er hat nichts gefunden.

Während Erik in Untersuchungshaft den Prozeßbeginn erwartet, werden Sonja und Olof täglich von Reportern belästigt, das Verhältnis zu Freunden, Kollegen und Nachbarn kühlt rapide ab. Doch statt sich enger zusammenzuschließen, entfernen Sonja und Olof sich mehr und mehr voneinander. Ein jeder taucht ein in seine eigene Vergangenheit und in die Vergangenheit der ehemals glücklichen Familie. Wie konnte es zu dieser Tragödie kommen? Wer ist schuld? Und: Wer darf hier Urteile fällen?


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Tiefste Tiefen der menschlichen Seele, 10. April 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Eriks Zimmer. (Taschenbuch)
Also zum Ersten: Wer nach dem Lesen des Kladdentextes so was ähnliches wie einen Krimi erwartet hat, wird enttäuscht. Das eigentliche Thema "Geliebter Sohn wird unter Mordverdacht verhaftet" kommt so gut wie gar nicht vor. Ist ja nebenbei auch schon alt, gab es sogar schon einen Film drüber. Um es kurz zu fassen: Die Story über den Sohn nimmt im ganzen Buch nur ca. 10% ein. Scheint also der Autorin sehr unwichtig gewesen zu sein. In den restlichen 90% geht es ausschließlich um das dunkle, dunkle Seelenleben der Eltern, ihre Kindheitsprobleme, ihre Probleme mit sich und miteinander und mit ihren Freunden und mit ihren Eltern...usw. Das Wort "Dunkelheit" ist die beste Überschrift für die gesamte Stimmung des Buches. Also wer sich gerne mit depressiven Charakteren beschäftigt, die passiv von einer Katastrophe in die andere rutschen, bitte sehr. Auch für alle angehenden Psychologen sowie Leute, denen ein guter Sprachstil nicht so wichtig ist, sehr geeignet. Für alle anderen: Lieber ein gutes Buch kaufen !
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4.0 von 5 Sternen Bewegendes Psychogramm, 13. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Eriks Zimmer. (Taschenbuch)
Der Roman "Eriks Zimmer" präsentiert ein beklemmendes Psychogramm einer in sich zusammenstürzenden gutbürgerlichen Welt. Die Verhaftung des Sohnes wird für die Eltern zum Beginn einer schleichenden Katastrophe, als Eltern wie als Eheleute. Obwohl das Thema "Frauenmörder und Serienmord" sehr spektakulär klingt, ist der Roman alles andere als ein Thriller, es geht eben nicht um den Mörder und die Morde, sondern um Olof und Sonja, um ihre emotionale und gedankliche Innenwelt. Wir erfahren kaum etwas über Eriks tatsächliche oder vermeintliche Taten, überhaupt gibt es sehr wenig äußere Handlung in der Gegenwart. Alles spielt sich im Kopf der Protagonisten ab, sie erinnern sich, schweifen gedanklich ab, haben Assoziationen, zermartern ihr Hirn und kämpfen mit der eigenen Psyche und Seele. Die äußere Katastrophe wird zum Katalysator einer inneren Katastrophe: Olof und Sonja entwickeln eine Leere und Stille zwischen sich, sie verlieren die Bindung, die Beziehung, den gegenseitigen Halt.

Die Gedankenwelt wird sehr detailliert und ausführlich, sehr treffend und einfühlsam geschildert, und doch ist es nicht leicht, das Buch zu verschlingen. Die Leere und das Nichts zwischen Olof und Sonja wird so spürbar, dass es weh tut. Vieles bleibt unausgesprochen, schwebt in der Luft. Und je weniger äußerlich passiert, desto anstrengender wird die Selbstzerfleischung.

Das Buch präsentiert eine sehr schöne, treffende und ernsthafte Sprache, allerdings arbeitet die Autorin fast ausschließlich mit inneren Monologen und fast ohne Dialoge, weil eben vieles nicht gesagt oder ausgesprochen wird. Der Roman ist nicht szenisch erzählt, die Gedanken fließen und springen, die Assoziationen wechseln, Nebensächliches steht neben Bedeutsamem, es wird nicht chronologisch erzählt, sondern in Rückblenden, die unterbrochen und fortgesetzt werden. Am Ende des Buches hat man das Gefühl, den beiden Protagonisten sehr nahe gekommen zu sein, auch wenn es ein hartes Stück Arbeit war.
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3.0 von 5 Sternen beklemmender Stillstand, 10. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Eriks Zimmer. (Taschenbuch)
Für Olof und Sonja bricht die Welt zusammen, als ihr Sohn Erik als vermeintlicher Frauenmörder verhaftet wird. Es kommt zu Entfremdung und Leere, Abgründe tun sich auf ...

Sehr beklemmender, aber zugleich vollständig verinnerlichter Roman ohne äußere oder gar spannende Handlung. Alles spielt sich im Kopf der Protagonisten ab und dreht sich im Kreis. Stillstand.
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