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Erika Mann
Eine jüdische Tochter: Über Erlesenes und Verleugnetes in der Familie Mann-Pringsheim [Taschenbuch]

Viola Roggenkamp
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

16. Januar 2008
Zum 100. Geburtstag von Erika Mann am 9. November 2005: Mit ihrer brillant formulierten Spurensuche nach dem Jüdischsein in der Familie Mann-Pringsheim schließt Viola Roggenkamp, die Bestsellerautorin des Romans Familienleben, eine verleugnete Lücke. Von nun an muß, wenn man über den deutschen Dichter Thomas Mann spricht, auch hierüber gesprochen werden.

Wird oft zusammen gekauft

Erika Mann<br /> Eine jüdische Tochter: Über Erlesenes und Verleugnetes in der Familie Mann-Pringsheim + Familienleben: Roman + Meine Mamme: Erinnerungen von Ilja Richter, Peggy Parnass, Stefanie Zweig, Waldimir Kaminer
Preis für alle drei: EUR 29,85

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (16. Januar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596174619
  • ISBN-13: 978-3596174614
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 388.562 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Viola Roggenkamp, in Hamburg geboren, aus deutsch-jüdischer Familie, Studium der Psychologie, Philosophie und Musik. Sie reiste und lebte mehrere Jahre in verschiedenen Ländern Asiens und in Israel. Als Schriftstellerin und Publizistin lebt sie heute wieder in Hamburg. 2004 erschien ihr Roman ›Familienleben‹, ein Bestseller, übersetzt in mehrere Sprachen, 2005 ihr großer Essay ›Erika Mann. Eine jüdische Tochter‹ und 2009 der Roman ›Die Frau im Turm‹. Zuletzt erschien 2011 ihr Roman ›Tochter und Vater‹.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
46 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Das kühne, herrliche" - jüdische - "Kind" 21. November 2005
Format:Gebundene Ausgabe
Die weiblichen Mitglieder der Familie Mann sind ja spätestens seit den Büchern von Inge und Walter Jens ("Frau Thomas Mann" und "Katias Mutter") und von Hildegard Möller ("Die Frauen der Familie Mann") zu (verspäteter) öffentlicher Aufmerksamkeit und Prominenz gelangt und man denkt zuerst, wieso muss dann noch ein Buch - nur über Erika Mann - geschrieben werden? Aber schon nach den ersten Seiten beweist die Autorin, dass es nicht nur möglich ist, ein ganzes Buch über Erika Manns (und ihrer Geschwister) Verhältnis zum Judentum ihrer Mutter Katia und der Pringsheim-Großeltern zu schreiben und auch, dass dieses Buch nötig war!
Bis auf Golo wollte anscheinend keines der Mann-Kinder mit diesem Thema konfrontiert werden, alle hatten die berühmte Reaktion ihrer Mutter Katia, befragt nach ihrem Judentum, verinnerlicht: "Unsinn, alles Unsinn". Und besonders Erika als Thomas Manns "kühnes, herrliches Kind" konnte und wollte das Jüdische in ihrer Biographie nicht zulassen, obwohl sie aufgrund ihrer Interessen, Aktivitäten und Lebensgeschichte natürlich vor allem in jüdischen bzw. Emigrantenkreisen verkehrte und sogar Berichterstatterin bei den Nürnberger Prozessen war.
Das Buch ist sehr schön, voller "Herz und Hirn" geschrieben, es bringt viele neue Aspekte bzw. stellt bekannte Aspekte in einen neuen Zusammenhang, eben des Themas des Buches, und vermeidet dadurch die bei manch anderer Familie-Mann-Biographie aufkommende Langeweile der schon bekannten Fakten. Sehr lesenswert!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen irreführend 25. Juni 2012
Von rosa mund
Format:Taschenbuch
dies buch ist nicht das, was es meines erachtens vorgibt zu sein, nämlich ein biografisches werk über erika mann. es ist im wesentlichen mehr oder weniger eine abhandlung über zwei wesentliche themen; erstens über das jüdische in der familie thomas manns; zweitens über das vater-tochter-verhältnis thomas-erika.

die autorin beklagt im ersten teil des buches seite für seite, dass es im hause der familie mann nie thema war und nie sein sollte und immer verleugnet wurde, dass die mütterliche seite jüdisch war, die kinder also halbjuden und so weiter.
die autorin läßt sich darüber lange aus, teilweise auch recht polemisch, versucht,für diese tatsachen erklärungen zu finden und kritisiert stellenweise auch recht salopp andere buch- oder filmautoren, die in ihren werken andere schwerpunkte setzten (von der lühe, jens, breloer). manchmal kommt da beim lesen ein ungutes gefühl der peinlichkeit auf, auch, wenn zum beispiel eine trennlinie in der mann- familie zwischen homosexualität und judentum konstruiert wird (die autorin will vielleicht provozieren, aber ich meine, es ist sehr weit hergeholt, wenn sie thomas mann eine erotische verbindung zum jesus am kreuz- weil der halb nackig und ein mann- herstellen will).

erika mann erfährt dann als handelnde person im zweiten teil mehr aufmerksamkeit, in dem sie als tochter zur stimme und sachwalterin ihres vaters dargstellt wird. hier wird fleißig ein werk der psychoanalyse zu rate gezogen, um offensichtliches zu erklären. als wiederum sehr konstruiert beispielsweise finde ich, wenn aus dem satz erikas "die familiengeschichte der manns stand uns nicht sehr nahe" (s.227) abgeleitet wird, dass dies etwas damit zu tun habe, dass die manns eben im gegensatz zu den pringsheims nicht jüdisch war, und der jüdische teil sich eben untereinander besser stand.

nun ja. im großen und ganzen vielleicht eine neue nuance im mann- familie- canon, vielleicht aber auch nicht. ich fand dies buch entbehrenswert.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bohrend 16. April 2010
Format:Taschenbuch
Diese Arbeit ist unbequem : Unbarmherzig denkt die Autorin ihre Gedankengänge bis zum Schluß, wirft Verstorbenen Unterlassenes vor. Denn es geht natürlich nicht nur um Erika, sondern auch um die Pringsheims und Manns überhaupt, um manche mehr, um manche weniger.
Ich empfinde es als Leistung, der Familiengeschichte der Manns diese Gedanken mit weitestgehend bezwingender Klarheit hinzugefügt zu haben.

Einige Urteile sind meiner Meinung nach zu pauschal gefällt und manchmal versteigt sich Frau Roggenkamp zu Schlußfolgerungen, welche schlicht abenteuerlich wirken : etwa, wenn sie in der Kniebeuge des greisen Thomas Manns vor dem ebenso greisen Pius XII. einen "homophilen Akt" (Zitat) sehen will. Wenn man so etwas liest, zweifelt man durchaus, aber eigentlich nur kurz, auch an anderen Thesen und Schlußfolgerungen.
Dennoch ist das Buch wichtig. Ob die Autorin, wie der Fischer-Verlag vollmundig verkündet, eine verleugnete Lücke geschlossen hat, vermag ich nicht zu sagen. Sie hat zumindest geholfen, diese ans Licht zu holen.
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Viola Roggenkamp über Erika Mann 0 18.08.2009
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