..das zeigt auf beeindruckende weise dieser livemitschnitt.
eric schlappt mit mit seiner akustikgitarre auf die buehne, und setzt sich aufs stuehlchen und legt einfach los mit "key to hightway".
er wirkt nach all der zeit immer noch ein wenig verschuechtert, gehemmt.
nachwievor kein showman. aber er entlockt nach all der zeit seiner gitarre ímmer noch toene, dass es sich haerchen auf dem arm aufrichten. in seinen solos ist er entrueckt, obwohl er meist starr da steht. aber man sieht, spuert und vor allem hoert mit welcher inbrunst er die toene aus der gitarre kitzelt.
seine illustre band (plus billy preston an der hammond, was fuer eine orgelspieler!) muss ich nicht noch vorstellen.
Bis zu lied nummer sechs sitzen alle auf stuehlen, und spielen nahezu unplugged. wobei da schoen zu sehn ist, wie es eric kaum auf dem sitz haelt. seine beine huepfen hin und her, und zucken in alle richtungen. besonders gut zu sehn bei "change the world".
das ist eben seine art seine musik zu zeigen.
bei "my father`s eyes" kommt (und bleibt) dann die e-gitarre.
und welch ein solo er da hinlegt. mir bleibt auch heut noch der mund offen stehn. da legt er wirklich alles rein.
etwas was auch good ole boy billy preston macht. im hawaii hemd hinter seiner hammond zappelnd. mit sichtbar viel spass und noch mehr koennen dabei.
haette nicht gedacht, welch eine bereicherung diese orgel sein kann...
die songauswahl ein guter mix aus altem und neuem.
wobei er auch die aelteren songs nicht runternudelt, sondern immer wieder variiert. so dass auch klassiker wie "cocaine" oder "wonderful tonight" nie langweilig werden. weder fuer ihn, noch das publikum.
was gibt es sonst noch zu sagen... 20 songs drauf, mit knapp 2 stunden spielzeit. opulent - da kann man nicht maulen.
das bild ist exquisit. glasklar, und immer gut eingefangen.
klar eric ist die hauptperson, aber wenn er in der totalen zu sehn ist, sieht man meist ein mitstreiter mit ihm auf dem bild.
auch die mitmusiker werden sehr gut gewuerdigt. im klang wie auch im bild.
aprospos klang - fuer mich nachwievor der beste den ich auf einem silberling gehoert hab. ob nun cd oder dvd.
ansonsten hat das teil leider keine extra menues. kann aber gut damit leben. meist sieht man die extras nur ein- oder zwei mal an, und das wars dann. im zweifelsfall lieber ein langes konzert wie hier.
zwei dinge (hab lang suchen muessen...) hab ich aber doch zu bemaengeln.
andy fairweather-low ist ein super sideman fuer eric.
aber warum er die zweite solostimme bei "sunshine of your love" immer singen muss, ist mir ein raetsel.
seine stimme reicht max. fuer background. da scheint nathan east fuer mich die bessere wahl zu sein.
zwotens. das publikum wird zu wenig einbezogen in das konzert.
die haelfte des konzerts koennte man meinen dass die band einen soundcheck macht.
klaro, man hoert das publikum, aber man sieht es nicht. die kameras umrunden die stimmig ausgeleuchtete buehne, aber das publikum faellt hinten weg.
so im letzten drittel des konzerts ist das wohl auch jemand anders aufgefallen, und auf einmal sieht man mal ein schwenk in die menge, oder liebespaare die sich anstrahlen.
das ganze muss ja nicht uebertrieben werden, aber es gehoert zu nem live konzert einfach dazu.
selten war qualitaet und quantiaet so nah vereint.
fazit: kaufen, kaufen, kaufen!