Aus der Amazon.de-Redaktion
Alben wie August (1986) oder drei Jahre später Journeyman, bei denen die Plattenfirmen kommerziellen Druck auf die Produktion ausübten, und die hier mit Songs wie "Pretending" oder "Bad Love" vertreten sind, zeigten trotz eines ungebrochen flüssigen Gitarrenspiels eine deutliche Nähe zum Mainstream. Und darunter leiden die "4 -" und die "9 Piece Band", zwei der vier Besetzungen, mit denen Clapton auf 24 Nights zu sehen ist. Zwar gelingt dem ex-Yardbirds-, ex-John-Mayall-, ex-Cream-, ex-Blind-Faith- und ex-Derek-And-The-Dominos-Gitarristen auch hier -- etwa im unsterblichen "Sunshine Of Your Love" -- das eine oder andere seiner klassischen Soli, aber gegen das Zusammenspiel mit den alten und jungen Bluesmännern Buddy Guy und Robert Cray sowie seinem alten Schlagzeuger aus den 70ern, James Oldaker, kommen sie nicht an.
Mit dem Album From The Cradle sollte Clapton dann vier Jahre später diesen Pfad fortsetzen, und auch die Unplugged-Sessions von 1992 atmen den Geist des ungezwungenen Zusammenspiels, der bei den 24 Nights bereits aufblüht. Gelungen ist auch die Zusammenarbeit mit dem National Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Michael Kamen (der zehn Jahre später symphonisches Geschwurbel für Metallicas "S&M"-Konzerte schreiben würde): Vor allem das instrumentale "Edge Of Darkness", der Soundtrack einer BBC-TV-Serie, gehört zu den unterschätzten Meisterstücken im Katalog des Mannes, den sie "Slowhand" nennen. --Dietmar Schwenger
Video Jakob Kurzinhalt
Kurzbeschreibung
4 PIECE BAND
- Running on faith
- White room
- Sunshine of your love
BLUES BAND
- Watch yourself
- Have you ever loved a woman
- Worried life blues
9 PIECE BAND
- Pretending
- Bad love
- Old love
- Wonderful tonight
ORCHESTRA
- Bell bottom blues
- Hard times
- Edge of darkness