Der Höhepunkt ist zweifelsohne der Auftritt von Eric Clapton und Bob Dylan. Der immer etwas nervös wirkende Dylan taut hier schnell auf und hat sichtbar Spass (er tanzt geradezu). Auch musikalisch sind seine Songs spitze. Die Ballade Don't think twice... ist viel schneller und etwas country-bluesig arrangiert. Dylan singt wie immer, dass von der Originalmelodie nicht mehr viel übrigbleibt (aber das liebe ich, wenn es nicht übertrieben ist und das ist es nicht). Toll auch der gemeinsame Gesang bei dem Bluesklassiker Crossroads. Doch noch einmal von vorne:
Clapton gibt ein Charitykonzert gegen Alkohol (na ja, muss das sein, Spass) und ist wie immer ein guter und vorbereiteter Gastgeber. Nachdem er mit zwei bluesigen Nummern anfängt, kommen mit Sheryl Crow und Mary J. Blidge eher langweile Songs. Crow bietet depressive, langweilige und nicht sehr melodiöse "Rock"-Lieder und Blidge diesen neuen R'n'B- Sound der heutigen Stars wie Destiny Childs oder Usher, der mir nicht zusagt. Doch dann geht es genial weiter mit Clapton. Spitze sein Acoustic-Teil von zwei Songs: Tears in Heaven (ein Klassiker) und für mich noch besser das schnellere bluesige Change the world. Danach zwei Balladen-Klassiker Old love (vielleicht ein wenig zu viel Solos, aber stark) und Wonderful tonight, ehe mit dem bärenstarken Layla (dieses Intro!) gerockt wird. Dann Dylan, wie oben schon erwähnt. Und zum Schluss nochmals Rock mit dem Cream-Hit Sunshine of your love.
Als Band begleiten Eric Clapton seine üblichen Mitstreiter, bei denen vor allem der geniale Bassist Nathan East heraussticht. Alle Musiker absolute Checker und der Sound ist, wie bei Clapton immer, sehr gut. Auch wenn mich persönlich die Musik der Damen etwas enttäuscht hat, machen Dylan und Clapton diese DVD zu einer wahren Freude.