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33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Bill Murray und der Blues, 13. März 2008
Verteilt auf 4,5 Stunden wird hier ein äußerst abwechslungsreiches Programm geboten, wobei der überwiegende Teil auf die sichere Karte - sprich altbewährte Nummern - setzt. Aber, die Einmoderation von Bill Murray mit den 3 angelernten Gloria-Akkorden ist schon das Geld wert, ein völliger Hammer dann der Einstieg von Sonny Landreth, ein echter Großmeister der (Behind the-)Slide-Gitarre, da liegt die Latte für die nachfolgenden Künstler schon sehr hoch. Interessant John Mc.Laughlin, die hier dargebotene Nummer erinnert an einen spielfreudigen Frank Zappa. Derek Trucks & Co sind solide wie erwartet, Johnny Winter bemüht und sympathisch, aber offensichtlich gesundheitlich schwer angeschlagen, aber immer noch besser als viele high-speed-Gitarristen, die ihrer Seelenlosigkeit mit mit 224-tel Noten Ausdruck verleihen.
Mäßig aufregend sind die Performances von Doyle Bramhall II (super side man in der Clapton Band, aber solo eher konturlos), Robert Randolph (nicht halb so cool als er uns körpersprachlich glaubhaft machen will) und auch Robbie Robertson bleibt weit hinter den Erwartungen zurück.
Sehr nett die Auftritte von und mit Vince Gill und Sherryl Crow, wobei der Gastauftritt von Albert Lee schon die Würze in der Suppe darstellt. Willy Nelson macht den Abschluß auf der DVD 1 und ist mit seiner löchrigen abgewetzten alten Martin Gitarre einfach der Kontrast zu den anderen Superhelden - sehr gelungen.
DVD 2 startet mit John Mayer, Superversion von Gravity, viel Gefühl und Spielfreude. Jeff Beck gibt sich keine Blössen, Avantgarde-E-Gitarre der Extraklasse, hier ist vor allem die junge Bassistin (der unhöfliche Beidel stellt sie nicht einmal vor !) hervorzuheben - super cool.
Endlich kommt dann Alt- und Großmeister Eric höchstpersönlich zum Vorschein, mit etlichen zwar bekannten aber live nicht ständig im Programm habenden Nummern (Tell the truth, little queen of spades etc.), bevor dann ein wirklicher Höhepunkt des Konzerts in Form von Steve Winwood mit den Übernummern Presence Of The Lord, Can't Find My Way Home, Had To Cry Today, Dear Mr. Fantasy. Buddy Guy ist ein wirklich großer Gitarrenspieler, aber sein Gesang (oder Geschrei) eher gewöhnungsbedürftig und die Zugabe, in Chicago wird man das wohl spielen müssen, in Form von dem zum 3.111.417 mal gepielten Sweet Home Chicago ist eher ein Durcheinander, da 30 Gitarristen (hier ist dann alles auf der Bühne) wohl schwer zu koordinieren sind.
Alles in allem ein gelungenes Konzert, um 1 Stern besser als das 1. Crossroadsfetival, darum: alle Gitarrenfans unbedingt kaufen !
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29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eric mach bitte weiter!!, 21. Januar 2008
Bitte lasst euch um Himmels willen nicht von diesen alles schlecht redenden "Kritikern" eurer eigenen Meinung berauben! Hier von einem Rückschritt oder einer schwachen Performance zu sprechen ist schlichtweg falsch. Wahr ist, dass sich Clapton hier ein bisschen im Hintergrund hält und auch mal andere brillieren lässt. Das er es immer noch kann, lässt er aber schon einige Male aufblitzen. Was wieder einmal sofort auffältt ist, wie er sich als Sänger entwickelt hat.
Nur so am Rande: Da ich 2006 bzw. 2007 die Ehre hatte Clapton und Cocker live zu genießen, muss ich hier anmerken, dass Clapton - die beiden sind ja fast gleich alt - mittlerweile ein besserer und auch ausdrucksstärkerer Sänger ist und deutlich jünger als Cocker wirkt. Ich weiß, dass das nichts mit dieser DVD zu tun hat. Ich will hiermit nur verdeutlichen, was meine Aussage ist. Clapton wirkt auf keinen Fall alt oder müde. Er singt und spielt (auch hier) auf einem außergeöhnlich hohen Level und braucht sich vor niermandem zu verstecken. Was sein Gitarrenspiel auszeichnet ist der Sound. BB King und Clapton erkennt man nach dem ersten Ton. Diese Fähigkeit ist mir viel wichtiger als reine Geschwindigkeit, da Musik Emotionen wecken soll. Das Auf- und Abgedudel diversester Tonleitern hat bei mir noch einen Gefühlsregung bewirkt... Faszinierend sind Leute wie Malsteen, Vai, Satriani,... schon. Trotzdem ist es Clapton vorbehalten mit Tönen Gänsehaut zu erzeugen. Meiner Meinung nach gibt es keinen anderen Gitarristen, der dieses Gefühl, zusammen mit einer außerordentlich sauberen Spielweise/-technik so perfekt kombiniert, ohne langweilig zu klingen.
Zurück zur DVD: Hier gibt es zahlreiche Highlights. Landreth und Clapton sind ein cooles Duo- würde mich über eine gemeinsame CD freuen?! John McLaughlin ist bewundernswert und brillant, nur eben nicht mein Geschmack. Was an Bramhall II so außergewöhnlich sein soll, wird mir immer ein Rätsel bleiben. Da ist mir Trucks schon viel lieber -obwohl seine Soli mit der Zeit eintönig werden. Über Beck brauche ich wahrscheinlich kein Wort mehr verlieren und Mayer ist nicht schlecht- nicht weniger aber auch nicht mehr. Hubert Sumlin ist einfach ein cooler Typ und BB King ist mir sowieso ein Rätsel. Diese Stimme ist nach wie vor gewaltig und auch Lucille ist noch gut bei Stimme ;) Rührend wird es, wenn er zu seiner Rede ansetzt und einen toast to the boss" ausbringt. Was dieses Festival auch vermittelt ist einen kleinen Einblick in Claptons Privatleben. Ich habe ihn vorher noch nie so oft und herzhaft Lachen gesehen- hier kommt er eigentlich als ganz lässiger Typ rüber.
Kurz gesagt: absolute Kaufempfehlung!!
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29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gitarrenfestival der Spitzenklasse, 20. Dezember 2007
Diese Doppel-DVD erfüllt alle Wünsche von Liebhabern der handgemachten
Live-Musik, zumal auch für Abwechslung gesorgt wird durch die Vielfalt
an verschiedenen Künstlern und Stilen. Und unser lieber Mr. Clapton wird
wie Wein im Alter immer besser. Der Sound ist auch optimal abgemischt
in DTS 5.1, nicht nur der Mix auch der Klang überzeugt auf voller Linie.
Grosse bombastische Show-Elemente gibt es natürlich nicht, auch keine
Sportveranstaltung bzw. Tanzveranstaltung (Choreographie genannt) sondern
nur Musiker denen man den Spass am Musizieren ansieht und die ihre
Instrumente beherrschen. Was machen wir nur, wenn diese Generation
langsam ausstirbt und nur noch Styling und Tanzen und mechanisch
produzierte Computermucke angesagt ist?
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