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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eric Burdons künftiges Denkmal?, 4. Juni 2004
In einer TV-Dokumentation über Eric Burdon äußerte er sich über die Arbeit mit der schwarzen Gruppe „War", dass diese für ihn der Höhepunkt seines musikalischen Schaffens war. „We the People, have declared war against the People, for the right to love each other" stand und steht auf der Rückseite des Covers, was in Zeiten eines bedrohten Weltfriedens missverständlich wirken könnte, im Jahr 1970 jedoch anti-rassistisch gemeint war.So beginnt die Reise im Track 1 in hölzernen Schiffen, die von Afrika kommend in New Orleans landen, wo ihre menschliche Fracht gelöscht wird. Im Klassiker Tobacco Road (Track 2) zeigt Burdon alle Fähigkeit zur Ekstase, zur Improvisation, zum kreativen Rausch. Laut gehört, hat dieses Stück regelrecht hypnotische Züge. Eric singt in einer schwer zu deutenden Metapher über das Leben in der Tobacco Road, das Leben in Armut und Schmutz, das einzige Leben, das ihm bekannt ist, und dem Wunsch, dies zu ändern. In einem Traum opfert er zunächst die Fähigkeit (die Dinge, wie sie sind) zu sehen, um in Folge schließlich auch die Fähigkeit zu leben, preiszugeben. An wen wohl? Gemeint sind in diesem Zusammenhang sicherlich Alkohol und Drogen, Probleme, die damals wie heute den Geist der Freiheit erdrückten. Der Erzähler erlebt jedoch eine Wiederauferstehung, er ist stärker geworden, und er ist bereit, den Kampf erneut aufzunehmen. „Spill The Wine" war der Hit des Albums, kein Kommentar. Track 4, Blues for Memphis Slim: Hier erzählt Eric zunächst von der Geburt des Menschen und dem Wunsch der meisten Männer und mancher Frauen, den Ort, aus dem das Leben seinen Anfang nahm, immer wieder aufsuchen zu wollen. Eines Tages kommst Du für immer zurück, weil (eventuell) ein Loch für Dich gegraben wird, und Du geradewegs zurück zu Deiner Mutter Erde kommst... Reine Blues-Philosophie, reine Blues-Religion! Unterstrichen wird Erics Gesang hier durch eine Folge von instrumentalen Einsätzen, wie jazziger Gitarre, Mundharmonika und Tenorsaxophon. Track 5 war, soweit ich mich erinnern kann, in der deutschen Vinyl-Ausgabe nicht enthalten. Das Stück ist nur 1:55 lang, rundet aber den Schluss des Albums angenehm ab, schwarze Männerstimmen, die ein wenig an die Temptations erinnern: Du bist kein Fremder!
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