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Ergebenst, euer Schurik: Roman Taschenbuch – 1. Januar 2008


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 496 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Januar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342313626X
  • ISBN-13: 978-3423136266
  • Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 2,9 x 19,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 276.188 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Alle tun sie ihm Leid und alle will er trösten! Seit jeher ist dem vaterlosen Schurik das weibliche Geschlecht lieb und vertraut, zogen ihn doch Großmutter und Mutter voller Hingabe auf. Spätestens als Schurik durch die wesentlich ältere Matilda in die Mysterien der fleischlichen Liebe eingeweiht wird, steht für ihn fest: Jede Frau birgt ein Geheimnis, jede kann seine Lust entfachen. Gerade ihre Makel sind für ihn von großer Anziehungskraft und wirken wie das beste Aphrodisiakum. So wird der allzeit zur Liebe und Lust bereite Schurik zum Fixpunkt „hilfebedürftiger“ weiblicher Seelen –– und manchmal auch zu ihrer Beute.

Mit der Zeit nimmt diese Hilfsbereitschaft allerdings überhand: Matilda wird zur Montagsbeziehung. Schuriks durch Hässlichkeit gestrafte Kommilitonin Alja hofft permanent auf Liebesabenteuer. Seine gehbehinderte schöne Chefin aus der Bibliothek erbittet seine Mithilfe bei der Zeugung eines Kindes. Die schwangere Lena benötigt einen Scheinehemann zur Wahrung ihres Rufes, da ihr heiß geliebter Kubaner im Kittchen sitzt. Natürlich kann der gutmütige Schurik ihr diese Bitte nicht abschlagen. Nur bei Swetlana, die bei Liebesentzug mit Selbstmord droht, geht es auch Schurik bisweilen zu weit. Doch was hat all das mit romantischer Liebe zu tun? Bis zu seinem dreißigsten Geburtstag weiß Schurik nicht, was wahre Liebe bedeutet. Und dann taucht aus heiterem Himmel Lilja, seine Jugendfreundin auf…

Ljudmila Ulitzkajas Ergebenst, euer Schurik steht ohne Zweifel in der alten russischen Erzähltradition, obgleich sie vom Russland der siebziger, achtziger Jahre erzählt. Nirgends sonst wird Ironie, Trauer und Lebensfreude so wundervoll durchmischt ohne auch nur einmal kitschig zu wirken. Eine Geschichte, die man nicht vergessen wird! -- Fenja Wambold -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Ljudmila Ulitzkaja, geboren 1943 bei Jekaterinburg, wuchs in Moskau auf. Sie schreibt Drehbücher, Hörspiele, Theaterstücke und erzählende Prosa. Ihre Werke wurden in viele Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht: 1996 erhielt sie den Prix Médicis, 2001 den russischen Booker Prize. 2008 wurde ihr der Aleksandr-Men-Preis für die interkulturelle Vermittlung zwischen Russland und Deutschland verliehen. Ljudmila Ulitzkaja lebt in Moskau.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Natalja B. am 3. Juli 2005
Format: Gebundene Ausgabe
Der Roman "Ergebens, euer Schurik" ist ein echtes Fundstück für jeden Leser, der ein neues Genre der antisentimentalen russischen Prosa kennen lernen will. Ulitzkaja reduziert das Sentimentale auf das Biologische. Was die Hormone aufregt, braucht die Seele nicht zu berühren; und je stärker die Hormone ausgeschüttet werden, desto ruhiger wird die Seele. Die Schriftstellerin ist eine Meisterin der Erzählkunst: Sie bringt den Leser genau so schnell zum Lachen wie zum Weinen. Das nicht adäquate Benehmen ihrer Charaktere erschafft eine Spannung, die den Leser an den Rand des Wahnsinns treibt. Der unvergessliche Schurik mit seinen merkwürdigen Einstellungen und Weltansichten zum weiblichen Geschlecht verwandelt sich für manch eine Vertreterin desselbigen in eine wahre "Mutter Theresa" und kümmert sich um jede Frau, die dies manchmal nicht zu schätzen weiß. Meine erste Leseerfahrung der authentischen Version des Romans in russischer Sprache spornt mich an, die deutsche Ausgabe zu kaufen. Ich warte bereits ungeduldig auf eine gute deutsche Übersetzung dieses wunderbaren Romans! Ich konnte dieses wundervolle Buch einfach nicht mehr aus der Hand nehmen und habe die 450 Seiten in 3 Tagen verschlungen.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENTTOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 12. November 2005
Format: Gebundene Ausgabe
Die Autorin, Ljudmila Ulitzkaja, Russin, Jahrgang 1943 erzählt in ihren Romanen vom Russland der siebziger und achtziger Jahre. Bisher hat sie sehr viele schöne Bücher über famose und geniale Frauen geschrieben. In diesem Buch steht der vaterlose, gut aussehende, entgegenkommende, friedfertige und stets hilfsbereite Schurik im Mittelpunkt. Er wächst bei der Großmutter und der Mutter auf. Sie erziehen ihn und geben ihm das aus ihrer Sicht notwendige Rüstzeug fürs Leben mit. Ganz oben an steht, dass man stets mit Frauen freundlich, höflich, zuvorkommend und hilfsbereit umgehen muss.
So wächst er behütet heran, erledigt devot alle im Haushalt anstehenden Aufgaben, hütet die Haustiere, gießt die Blumen, erledigt Einkäufe und allerlei notwenige Botengänge.
Matilda, eine nicht gerade makellose Frau, ist die erste mit der der mitleidige Schurik sexuelle Beziehungen hat. Sie verführt ihn in jungen Jahren. Er schläft mit ihr, weil es sonst kein anderer tun würde.
Die Leiterin einer Bibliothek, schön aber gehbehindert, bittet ihn beim Zeugen eines Wunschkindes behilflich zu sein.
Seine Mitkommilitonin Alja, auch nicht gerade eine Schönheit, hofft ständig eine Liebesbeziehung mit Schurik eingehen zu können. Es gelingt ihr nicht. Als sie jedoch schließlich ein uneheliches Kind erwartet, ist Schurik zur Stelle und heiratet sie.
Doch zuvor geht Schurik eine Scheinehe mit der schwangeren Lena ein, um für sie Ruf und Ehre zu wahren, denn der Vater des Kindes sitzt eine Gefängnisstrafe ab.
Schurik ist immer für die Frauen da, romantische, wahre Liebe lernt er aber dabei nicht kennen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Helmut Schmid am 30. September 2007
Format: Gebundene Ausgabe
Den Überblick nicht zu verlieren, auf die große Anzahl von "Schuriks Frauen", ließ sich der Verlag etwas wirklich nettes einfallen: er legte dem Buch ein Lesezeichen bei - eine Idee, die grundsätzlich und sowieso keine schlechte ist -, auf dem die Frauen des Hauptdarstellers, angefangen mit Vera und Jelisaweta (Schuriks Mutter und Großmutter), in Folge die endlos lange Liste seiner Geliebten, beidseitig aufgelistet sind. Böse Zungen mögen sagen, das Lesezeichen war schon das Beste am ganzen Buch.

Nein, so ist es nicht!

Es ist - nach seiner Schülerliebe Natascha - Lilja, "Schuriks erste Liebe, emigriert mit ihren Eltern nach Israel" (so auf Seite 1 des Lesenzeichens zu erfahren), die, wie schon zu ahnen bei weitem nicht seine letzte sein wird (denn sonst gäbe es ja kein Lesezeichen), die kleine, auffällige Gestalt "in ihren spitznasigen weißen Schuhen und dem Lederminirock" (!), "der moralisierende Omas, amoralische Studentinnen und gleichgültige Passanten gleichermaßen umwarf ..." Warum nur musste sie aus der Geschichte und dem Buch hinaus emigrieren?

In Folge gibt es - im Roman wie auch auf dem Lesenzeichen - Platz für Matilda, eine "Bildhauerin mit drei Katzen, Schuriks Montagsbeziehung." - Alja ist "Schuriks Kommilitonin aus Kasachstan", ein "As in Chemie" - Und Lena, "Funktionärstochter aus Sibirien", die in Wahrheit den Kubaner Enrique liebt, ist Schuriks erste, jedoch nur Schein-Ehefrau.

Zustände, wie im alten Moskau. Es tritt auf Faina, Hauptbuchhalterin und Chefin von Vera, Schuriks Mutter. Damit ist gerade mal die Vorderseite des Lesezeichens abgearbeitet. Es folgen weitere schöne Namen: Valerija, Swetlana, Shanna und Sonja sind nur ein Teil davon.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Lara Golowa am 19. Juni 2007
Format: Gebundene Ausgabe
Das ist mal wieder ein richtiges Gute-Laune-Buch. Ein sympathischer Held, der die Frauen liebt, es gut mit ihnen meint, Mitleid empfindet und sich für alle verantwortlich fühlt. Leicht und unterhaltsam zu lesen. Tolle Urlaubs- oder Wochenendlektüre. Schurik löst alle Sorgen und Probleme der Frauen auf seine eigene Art und macht seine Partnerinnen einfach glücklich. Das ist kein Casanova, der die Frauen ausnutzt! Nein, schon eher wird er ausgenutzt, denn alle wollen nur das Eine von ihm. Und über allem steht die Liebe zu seiner Mutter. Von ihr und seiner Oma hat er gelernt, die Frauen zu achten und zu lieben. Schöner, etwas schnulziger Roman, wenn einem der Sinn nach leichter Unterhaltung steht.
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