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Erfundene Erinnerung: Weltkrieg und Judenmord in Film und Theater [Taschenbuch]

Peter Reichel


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Kurzbeschreibung

25. Mai 2007
In der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus wurde entscheidende Debaten durch Filme und Theaterstücke ausgelöst. Peter Reichel gibt zum ersten Mal einen kompakten Überblick über die Bewußtseingeschichte der Bundesrepublik, der DDR und des vereinigten Deutschland: von Wolfgang Borcherts "Draußen vor der Tür" (1949) über die Fernsehserie "Holocaust" (1979) bis zu Roberto Benignis "Das Leben ist schön" (2000).

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Die Zeit ist nicht mehr fern, da die Herrschaft und Barbarei des Nationalsozialismus nicht mehr authentisch wird erinnert werden können. Was uns gegen das Vergessen bleibt, sind die Zeugnisse, die uns Zeitzeugen hinterlassen haben. Darunter wichtige erfundene Erinnerungen wie Spielfilme und Theaterstücke, die uns nicht nur immer wieder die Grauen des Bösen und des Krieges vor Augen führen, sondern uns auch die Gesellschaft erklären, die auf dem Schutt des tausendjährigen Reiches entstand.

Der Hamburger Politikwissenschaftler Peter Reichel hat wichtige Theaterstücke und vor allem Filme systematisch nach ihren Kernthemen kategorisiert und analysiert in zwölf Kapiteln, wie man sich nach dem Krieg auf Bühne und Leinwand mit der allerjüngsten Vergangenheit, der unmittelbaren Gegenwart und der vor diesem düsteren Hintergrund nur schwer zu gewinnenden Zukunft auseinander gesetzt hat: In Stücken wie Rolf Hochhuths Der Stellverteter, Filmen wie Die letzte Brücke von Helmut Käutner und Der 20. Juli von Falk Harnack oder dem großen Filmepos Heimat, mit dem Edgar Reitz, wie er selbst einmal gesagt hat, "Menschen gegen Systeme, Geschichten gegen Geschichte, das "Unwichtige" gegen das "Wichtige" verteidigt hat.

Nach seiner zu Recht hoch gelobten Arbeit über die Politik der Erinnerung gebührt Peter Reichel für Erfundene Erinnerung ein weiteres Mal aufrichtiger Dank, nicht nur für einen, wie man so sagt, "wichtigen" Beitrag zur politischen Kulturgeschichte, sondern auch für ein ebenso sorgfältig recherchiertes wie glänzend geschriebenes Buch. --Andreas Vierecke -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"ein beeindruckender Nachweis der großen Bedeutung von Film und Theater für unser Geschichtsbild." Florian Coulmas, Süddeutsche Zeitung, 26.03.04 "Peter Reichel hat ... eine beeindruckende Kenntnis von Stücken und Filmen und vermag sie klug in die politische Geschichte der Bundesrepublik einzuordnen... eine bemerkenswerte Geschichte der bildlichen Erinnerungskultur." Cord Aschenbrenner, Neue Zürcher Zeitung, 02.06.2004. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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