"Meistes ist in sechs bis acht Wörtern völlig abgemacht, und
in ebensoviel Sätzen läßt sich Bandwurmweisheit schwätzen" (Morgenstern)
Der Autor Uwe Scheler überfrachtet sein Thema "Beziehungspflege" mit völlig blödsinnigem, soziologischen und aus dem Englischen eingedeutschtem Fachjargon in der Annahme, das was modern klingt auch inhaltlich neu sein muß.
Er benutzt den Begriff 'Networking', um der bisher für unredlich gehaltenen charakterliche Grundeinstellung des 'Klüngelns' und 'Seilschaften bilden', eine neue positive Wertigkeit überzustülpen.
Ein wenig so, wie ein Alt-68iger, der nun in Amt und Würden plötzlich merkt, dass er zu dem geworden ist, was er als Student bekämpft hat - und dann eine Rechtfertigung bastelt. Eine gewisse 'Otto-Schillysierung' des 'Vitamin-B' Begriffes findet hier statt.
In Zukunft heißt es also nicht mehr 'Kölsche Klüngel', sondern 'Cologne-Networking'. Wer sich angesprochen fühlt, wird dieses Buch lieben.