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Erfolg. Drei Jahre Geschichte einer Provinz.
 
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Erfolg. Drei Jahre Geschichte einer Provinz. [Sondereinband]

Lion Feuchtwanger
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Produktinformation

  • Sondereinband: 816 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch Verlag; Auflage: N.-A. (März 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746650216
  • ISBN-13: 978-3746650210
  • Größe und/oder Gewicht: 19,8 x 11,4 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 660.081 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Lion Feuchtwanger
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der Münchner Museumsdirektor Martin Krüger hat sich unbeliebt gemacht. Eine Menge Leute wären ihn gerne los. Die vielfältigen Bemühungen für und gegen Krüger sind Drehpunkt eines grandiosen Zeitromans über die politischen und kulturellen Ereignisse in der Stadt München, im Land Bayern, zur Zeit der Inflation und der ersten Versuche des Nationalsozialismus, an die Macht zu kommen.Lion Feuchtwanger wurde 1884 in München geboren. Nach vielseitigen Studien gab er die Kulturzeitschrift "Der Spiegel" heraus, schrieb Theaterkritiken und arbeitete an Siegfried Jacobsohns "Schaubühne" mit. Bei Ausbruch des ersten Weltkrieges wurde Feuchtwanger in Tunis interniert, konnte jedoch fliehen. In München vom Wehrdienst suspendiert, nahm er die Übersetzung und Bearbeitung indischer, griechischer und spanischer Dramen wieder auf, zudem entstanden eigene Stücke und Antikriegsdichtung. 1925 siedelte er nach Berlin über. Als die Nazis die Macht übernahmen, befand er sich auf einer Vortragsreise in den USA. Seine Bücher wurden verboten, Haus und Vermögen konfisziert. Sanary-sur-mer, Feuchtwangers neuer Lebensort, war zeitweilig ein Zentrum deutscher Emigranten.
1940 internierten ihn die Franzosen. Ab 1941 lebte er in Kalifornien, wo weitere große historische Romane, Erzählungen, Stücke und Essays entstanden. Feuchtwanger starb 1958 in Pacific Palisades.

Autorenportrait

Lion Feuchtwanger wurde 1884 in München geboren. Nach vielseitigen Studien gab er die Kulturzeitschrift "Der Spiegel" heraus, schrieb Theaterkritiken und arbeitete an Siegfried Jacobsohns "Schaubühne" mit. Bei Ausbruch des ersten Weltkrieges wurde Feuchtwanger in Tunis interniert, konnte jedoch fliehen. In München vom Wehrdienst suspendiert, nahm er die Übersetzung und Bearbeitung indischer, griechischer und spanischer Dramen wieder auf, zudem entstanden eigene Stücke und Antikriegsdichtung. 1925 siedelte er nach Berlin über. Als die Nazis die Macht übernahmen, befand er sich auf einer Vortragsreise in den USA. Seine Bücher wurden verboten, Haus und Vermögen konfisziert. Sanary-sur-mer, Feuchtwangers neuer Lebensort, war zeitweilig ein Zentrum deutscher Emigranten.
1940 internierten ihn die Franzosen. Ab 1941 lebte er in Kalifornien, wo weitere große historische Romane, Erzählungen, Stücke und Essays entstanden. Feuchtwanger starb 1958 in Pacific Palisades.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
90 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Sondereinband
Das Buch "Erfolg", übrigens einer der besten Romane, die ich je gelesen habe, erzählt in Feuchtwanger typischer Manier anhand einer privaten Geschichte die Geschichte einer Epoche. In diesem Buch erleben wir die relativ liberale Zeit kurz nach dem ersten Weltkrieg, als unter der Bevölkerung und den Kunstschaffenden eine in diesem Jahrhundert einzigartige Aufbruchstimmung herrschte. Doch diese Stimmung zerstören wie ein Menetekel die alten reaktionären Kräfte, die zehn Jahre später die Nationalsozialisten an die Macht bringen. Der Roman handelt in München, in Bayern und in der Schweiz. Es wird erzählt wie ein Museumsdirektor ein der Stadt nicht genehmes Gemälde erwirbt, und da man den Mann und das Kunstwerk anders nicht loswerden kann, wird ihm eine Sexgeschichte angehängt, die ihn ins Kittchen bringt. Seine Freundin hält zu ihm und wir erleben ihren Weg durch die Instanzen der Weimarer Zeit und erfahren dabei viel über das Heraufdämmern des Nationalsozialismuses in München. Das Buch handelt 1921/22 und erschien im Jahr 1927. Es ist damit eines der ersten oder das erste Buch, das sich mit den Nazis und Adolf Hitler beschäftigt. In kaum verschlüsselter Weise treten in dem Roman,außer Hitler, viele Personen der Zeitgeschichte auf. So erkennt man die Schriftsteller Thoma und Ganghofer, den Sprachverdreher Karl Valentin, den jungen Bert Brecht und die wichtigsten Politiker, die in all ihrer machtgierigen Hinterhältigkeit und Rafinesse aufs Genaueste gezeichnet sind. Der Roman ist kein Historienroman, denn er handelt in der Zeit, in der er geschrieben wurde. Aber er ist wichtig und interessant um die Geschichte Bayerns und Deutschlands in diesem Jahrhundert zu verstehen. Und erstaunlich, trotz aller Schwere des Themas ist das Buch leicht lesbar und verständlich, eben typisch Feuchtwanger, mit ein Grund auch, warum er, für mich, einer der besten deutschen Schriftsteller dieses Jahrhunderts ist.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Im Grunde gehts um einen Gerichtsprozess, bei dem im München der Zwanziger Jahre ein liberaler und etwas leichtlebiger Museumsdirektor zu Unrecht von der rechten Justiz zu drei Jahren Festungshaft verurteilt wird. Seine Freundin findet sich damit nicht ab und versucht, Begnadigung zu erreichen.
Das ist die Kerngeschichte, um die mehrere weitere Handlungsfäden herumgewoben sind, beispielsweise der von einem energischen kommunistischen Ingenieur, der Züge von Bertolt Brecht trägt. Außerdem wird in vielen Kapiteln das Land Bayern in seinen speziellen Sitten und der besonderen Mentalität mit ironischem und liebevollem Blick zugleich ausgebreitet, dass es eine wahre Lesefreude ist.

Trotz der Länge des Buches kommt auf keiner Seite Langeweile auf. Feuchtwanger treibt sein ironisches Spiel mit denjenigen Figuren, deren Eigenarten und Fehler er kritisieren will, wobei immer auch ein Schuss Wohlwollen zu erkennen ist. Mehrere solcher Typen sind ins Geschehen gemischt und machen den Roman ungemein bunt, plastisch und süffisant, fast wie bei Karikaturen. Daneben gibt es auch vielschichtiger angelegte Charaktere, vor allem die Freundin des Gefangenen, mit der Feuchtwanger wieder einmal eine eindrucksvolle und teilweise widersprüchlich gestaltete Frauenpersönlichkeit gelungen ist.

Das Wesentliche sind aber Politik und Sprache: Nachkriegszeit, Inflation, rechte Justiz, Hitler-Putsch werden in Facetten dargestellt, die man nicht aus den Geschichtsbüchern kennt; kleine, intensive Episoden lassen die Zeit vor dem inneren Auge neu und lebendig sich abspielen, beispielsweise Kutzners (=Hitlers) hitzige und theatralische Reden in den raucherfüllten Münchner Bierkellern vor Menschen, die manchmal schon allein deswegen den Weg zu den "Wahrhaft Deutschen" gefunden haben, weil sie von der Stadt München einen Strafzettel bekommen oder eine Antiquität an einen Juden aus Holland verkauft haben, weswegen sie nun voll Zorn sind. Feuchtwanger lässt in kleinen Begebenheiten ganze Erkenntisse aufblitzen, bei manchen Intrigen der bayerischen Politiker, die am zünftigen Stammtisch mit Bier und Weißwürsten diskutiert werden, liest man mit offenen Mund und denkt sich, so muss es heute auch noch sein, so werden heute auch noch Politiker ausgewechselt und Fakten umgedreht.

Feuchtwanger erreicht dieses bunte Spiel mit seinem scharfen Blick und mit seiner scharfen Sprache, mit der er den Nagel immer auf den Kopf trifft. Als Leser hat man dabei den Eindruck, dass das Erzählte nur auf diese Weise und nicht anders erzählt werden kann. Ich habe die Kapitel geradezu verschlungen, auch weil sie mitunter ziemlich witzig sind (beispielsweise die Beschreibung eines Auftritts von Balthasar Hierl alias Karl Valentin), und war am Ende fast traurig, dass der Roman nicht weitergeht, bei dem nicht nur die Kenner und Liebhaber der bayerischen Lebensart voll auf ihre Kosten kommen.

Hier noch zwei von ganz vielen Schmankerln: "'Mach deine Ochsenaugen auf, Aff, geselchter!', rief er dem erschrockenen RAdfahrer die landesübliche Formel zu, zurückschimpfend." "Die materiell Minderbemittelten waren zumeist in den Linksparteien, die geistig Minderbemittelten in den Rechtsparteien organisiert."
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rehabeam
Format:Audio CD
Hörspiel: Erfolg. 5 CDs. Mit Axel Corti und Hannelore Elsner. Regie: Hartmut Kriste, Hörspielbearbeitung: Jochen Kittner. Produktion Südwestfunk 1984. DAV 2008.

Dem Hörspiel von 1984 merkt man die 25 Jahre Alter gar nicht an, so "frisch" wirkt das Hörspiel auf den jetzt herausgegebenen CDs. Durch verschiedene Techniken (zB zwei Erzähler) kommt die Handlung, die im Buch recht langatmig ist, ziemlich flott und kurzweilig daher. Und was Feuchtwanger mit bayer. Dialektausdrücken versucht, nämlich einen Lokalkolorit herzustellen, wird im Hörspiel perfektioniert, indem etliche Sprechrollen ganz in Mundart zu hören sind.
Ich finde das Hörspiel noch besser als den Roman: die Zeit des aufsteigenden Nationalsozialismus in der bayer. "Provinz" wird bedrückend-schaurig, denn das Unheil nimmt schonungslos seinen Lauf.

Eines meiner absoluten Lieblingshörspiele!
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Lion Feuchtwanger - Erfolg, Hör(buch)spiel
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Vor 14 Monaten von Gaufle veröffentlicht
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Veröffentlicht am 17. Juli 2009 von Noffhoff
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Gewiss, man muss Lion Feuchtwanger und seine Werke schon mögen, will man dieses (Hör-) Buch genießen können. Lesen Sie weiter...
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Provinzialismus und Korruption der 20er Jahre
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Veröffentlicht am 7. März 2008 von Thorsten Wiedau
alt aber lesenswert
Die Geschichte eines Justizmordes begangen an der Ostfront des ersten Weltkriegs. Opfer ist der russische Gefangene Grischa, der als Spion hingerichtet wird. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. August 2007 von Tom Kadi
alt aber lesenswert
Die Geschichte eines Justizmordes begangen an der Ostfront des ersten Weltkriegs. Opfer ist der russische Gefangene Grischa, der als Spion hingerichtet wird. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. August 2007 von Tom Kadi
alt aber lesenswert
Die Geschichte eines Justizmordes begangen an der Ostfront des ersten Weltkriegs. Opfer ist der russische Gefangene Grischa, der als Spion hingerichtet wird. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. August 2007 von Tom Kadi
schon alt aber lesenswert
Die Geschichte eines Justizmordes begangen an der Ostfront des ersten Weltkriegs. Opfer ist der russische Gefangene Grischa, der als Spion hingerichtet wird. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. August 2007 von Tom Kadi
Sehr interessant, aber nicht wirklich fesselnd
Dieses 1929 erstmals erschienene Buch versucht, ein Bild der Gesellschaft Oberbayerns Anfang der 20er Jahre zu zeichnen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Mai 2007 von Marko Schlichting
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