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bemerkenswert, 17. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Erfindungsmuster: TRIZ: Prinzipien, Analogien, Ordnungskriterien, Beispiele (Broschiert)
" Erfindungsmuster " begeistert durch eigene Beispiele der Autoren, die Lust am Erfinden, an Technischen Widersprüchen und deren Auflösungen auszeichnet.
Das Buch ergänzt die Literatur zur widerspruchsorientierten,
methodischen Vorgehensweise für Erfindungspraktiker in wesentlichen Punkten.
Für TRIZ - Interessierte ein wunderbar motivierendes Buch, für Studenten unabdingbar!
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Erfinden ist kein Problem, 19. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Erfindungsmuster: TRIZ: Prinzipien, Analogien, Ordnungskriterien, Beispiele (Broschiert)
"Alles, das erfunden werden kann, ist erfunden worden." ("Everything that can be invented has been invented.") sagte im Jahre 1899 Charles H. Duell. Er war seinerzeit Commisioner, also einer der wichtigsten Beamten, im zentralen Patentamt der USA, und ohne diesen Ausspruch wäre er heute längst vergessen. Nicht vergessen haben wir dagegen Karl Benz, den Automobilpionier. 1920 sagte er
"Das Auto ist fertig entwickelt. Was kann noch kommen?"
Wir Menschen von heute wissen es besser: Auf jeder Automesse lernen wir neue Details kennen, manchmal Schnickschnack, aber viel öfter Ergebnisse der harten Arbeit von Erfindern. Die mögen mitunter vom "göttlichen Funken" inspiriert gewesen sein, häufiger aber sind sie systematisch vorgegangen, um Erfindungen zur Vervollkommnungen des Motorwagens von Karl Benz auch noch nach dem Jahre 1920 zu machen.
Erfindungen sind die Schrittmacher für jeglichen technischen Fortschritt, der die uns umgebenden Produkte weniger Energie verbrauchen läßt, sie preisgünstiger und schöner macht. Und Erfindungen folgen bestimmten Mustern, die sich in den Millionen Erfindungen der Menschheit immer wiederholt haben - von der Bearbeitung des Steins für den Faustkeil bis zur Rakete für die Reise zum Mond.
Mit "Erfindungsmuster" legen Zobel und Hartmann ein hochkarätiges neues Lehrbuch vor, nach dem man das Erfinden anhand von diesen Mustern regelrecht erlernen kann. Die Erfindungsmethodik "TRIZ" ("Theorie zur Lösung erfinderischer Aufgaben"; die Abkürzung entstammt dem Russischen und soll den Schöpfer dieser Methodik ehren, den Russen Heinrich Altschuller)ist keine blutjunge Lehre, wird aber ständig weiter verfeinert und wird in diesem Buch noch besser als in vergleichbaren früheren Werken dargelegt. Einer der Verfasser, Dr. Dietmar Zobel, pflegt diese Methodik seit fast vier Jahrzehnten, hat hierüber vielfach publiziert und konnte in unzähligen Seminaren mittlerweile ganzen Generationen von Wissenschaftlern und Technikern die Arbeit mit Hilfe von TRIZ vermitteln, damit seine Schüler zu erfolgreichen Erfindern erziehend.
"Hochkarätig" nenne ich dieses Buch, weil es einerseits auch dem Anfänger in Erfindungsdingen eine gut lesbare und trotzdem umfassende Einführung in TRIZ bietet. Es ist gewürzt nicht nur mit zahlreichen Beispielen aus dem eigenen Erfahrungsschatz des erfolgreichen Erfinders Zobel, sondern auch mit Aussprüchen großer Geister von Loriot bis Albert Einstein, die nie TRIZ direkt betreffen, aber immer das Verständnis für den eigentlich trockenen Stoff fördern und den Leser gespannt machen auf die nächste Seite des Buches. Ab Seite 111 erlebt er dann mit den Kapiteln "Beispiele zum Wirken ausgewählter Universalprinzipien" und "Neuere Beispiele" ein wahres Feuerwerk von Erfindungsbeschreibungen: Zahlreiche sehr gut ausgewählte Beispiele - wo nötig mit instruktiven Skizzen garniert - zeigen, wie die Lösungsprinzipien nach TRIZ funktionieren.
"Hochkarätig" zu nennen ist dieses Buch zum anderen deshalb, weil es gut auch als Hochschullehrbuch bezeichnet werden könnte, das höchst anspruchsvoll das gute alte TRIZ (das auf das Jahr 1973 zurückgeht, das Jahr, in dem es in Westeuropa bekannt wurde) in wesentlichen Punkten weiterentwickelt und damit nicht nur modernisiert. Was da z. B. zur sinnvollen Neugliederung der Lösungsprinzipien angeboten wird, dürfte auch den erfahrenen TRIZ-Kenner und -Anwender freuen.
Das Buch ist zudem gut handhabbar - ein richtiges "Werkbuch". Auf nur 5 Blatt Papier findet man komprimiert und übersichtlich das ganze Rückgrat von TRIZ: Widerspruchsmatrix und Lösungsprinzipien.
Ein sehr frisches Buch liegt hier über ein altes Thema vor! Es ist allen wärmstens zu empfehlen, die an technisch Neuem interessiert sind und die selbst Innovationen hervorbringen möchten.
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Nachdenkliche Spontanität, 10. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Erfindungsmuster: TRIZ: Prinzipien, Analogien, Ordnungskriterien, Beispiele (Broschiert)
"Erfindungsmuster" ist ein nachdenkliches Buch, doch es regt zu spontanen Ideen an. Es greift ein zentrales Thema des Denkens auf: Nach welchen Mustern lösen wir Probleme? Gibt es in diesen Mustern eine Hierarchie? Gibt es einen Weg, zu erfolgsversprechenden Mustern zu gelangen? - Die Autoren beantworten diese Fragen mit Hilfe von TRIZ. Auch wenn sich nicht alle Probleme der Welt damit lösen lassen, ist das Buch eine wichtige Handreichung für den schöpferisch tätigen Menschen.
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