Kurzbeschreibung
Der vorliegende Band verfolgt die Frage, wie Strukturmerkmale eines erfahrungsorientierten Sportunterrichts besser als bisher aus einer einheitlichen, theoretisch elaborierten und vor allem anthropologisch fundierten Theorie der Erfahrung gewonnen werden können. Dabei finden sportsemiotische bzw. symbolphilosophische Bezugstheorien Anwendung, die aufgrund ihres integrativen Potentials besonders geeignet sind, um bestehende theoretische Unvereinbarkeit produktiv aufeinander zu beziehen. Erfahrung wird dabei letzten Endes als eine symbolische Struktur im Sinne Cassirers bzw. Schwemmers modelliert. Auf dieser Basis wird dargelegt, wie ein solchermaßen konstituierter Erfahrungsbegriff sinnvolle Beiträge zu einer nachhaltigen Bildung des Individuums im Sportunterricht leisten kann. Um die gewonnenen Erkenntnisse auch für den konkreten Sportunterricht fruchtbar zu machen, mündet die Arbeit schlussendlich in einer unterrichtspraktischen Illustration.
Über den Autor
Martin Giese studierte in Mainz, Montpellier & Marburg und legte 2005 das 2. Staatsexamen für das gymnasiale Lehramt ab. Anschließend war er im Schuldienst tätig. Parallel promovierte er zum Dr. phil. und lehrt an der Philipps-Universität Marburg. Er leitet seit 2006 den Bereich Sport mit Sehgeschädigten und ist in der Erwachsenen- und Lehrerbildung tätig.