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Erdsee. Der preisgekrönte Fantasy- Zyklus in einem Band.
 
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Erdsee. Der preisgekrönte Fantasy- Zyklus in einem Band. [Broschiert]

Ursula K. Le Guin , Ursula K. Le Guin
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 924 Seiten
  • Verlag: Heyne (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453180062
  • ISBN-13: 978-3453180062
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,2 x 5,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.328.180 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wirklich GUTE Fantasy 21. Mai 2002
Von Listior
Wenn man es einmal wagt, die Erdseetetralogie objektiv mit dem überschätzten Herrn der Ringe zu vergleichen, wird man feststellen: Dieser Zyklus ist um Längen besser! Warum? nun, zum einen wird der Leser hier nicht mit den gängigen Gut-Böse Klischees bombardiert. Im ersten Teil des Zyklus flieht Ged vor dem Ergebnis seines eigenen Stolzes; er wird nicht angeleitet von einem ach-so-guten König, der nur einmal mit dem Schwert winkt, und schon ist alles wieder im Lot. Hier geht es zum einen um Selbstfindung, zum anderen darum, einen eigenen fatalen Fehler wieder gutzumachen. Der zweite Teil verwickelt uns in religiöse Machtspielchen, in Intrigen und finstere Gespinnste von Konservativismus, Fanatismus und durchaus erschütternder Naivität. Im Prinzip werden hier sämtliche Glaubens- und Tempelkulturen der bekannten Religionen einmal politisch und fern aller Lügen, ideologischer Überbauten und Romantik unter die Lupe genommen und im Rahmen einer spannenden Geschichte immer wieder in aggressive Denkanstöße gegossen. Der dritte Teil der Saga berichtet im Prinzip mehr oder weniger unterschwellig von Sektiererei, falschverstandenem Okkultismus und von der elementaren angst aller Lebenwesen vor dem Tode. hier indes taucht das Königsmotiv auf; aber dieser König ist kein großer Held, er ist mehr als eine sich erfüllende Prophezeiung; hier erleben wir, wie jemand vom Kind zum Erwachsenen heranreift, wie er mal schneller, mal langsamer auf ein Ziel zusteuert, das ihm selbst vollkommen unbekannt ist und erst kurz vor Ende der Geschichte einigermaßen deutlich zutage tritt. Hier erleben wir aber auch einen anderen Reifungsprozeß: die Entwicklung des Erzmagiers Ged hin zu einem - nun, einem Mann. Eine Enbtwicklung, die im vierten Teil der Saga schließlich bis zu ihrem logischen Schluß fortgeführt wird und alles vorher geschehene als Vorbereitung für allein dieses eine ERgebnis entlarvt.
In der "Erdsee" wird man eher wenigen rollenden Köpfen begegnen. In "Erdsee" wird das Geschehen von den Namen bestimmt, die die Dinge und Menschen haben. Es gibt keinen überholten Militarismus, der Krieg wird nicht idealisiert, die Handlung bedient sich nicht vornehmlich aus Märchen- und Sagenklischees. Es existieren Drachen jenseits vom alten Smaug, die ebenso tückisch wie hilfreich, ebenso feindselig wie freundschaftlich sein können. Die Helden sind Persönlichkeiten, komplexe Wesen, denen eigene Gefühle und Ängste gestattet werden, die gleichzeitig Schwäche repräsentieren können. Hier ist psychologie im Spiel, nicht unkritisches Heldentum und eingebildete Ehre. Es gibt auch nicht dieses definierbare Gute und lokalisierbare Böse (freilich liegt es zu Tolkiens Zeiten im Osten); hier existieren nur unterschiedliche Interessen, sowie Ordnung und Chaos, Richtg und Falsch - wobei Helden und Autorin sich Zweifel erlauben; Zweifel an ihren Führern, an ihren Absichten und an ihren Mitteln. Das ganze ist eingebettet in eine komplexe Welt mit allerlei Völkern, allerlei Träumen und Traditionen und eine Vielzahl an Kultur. Ebenso ist Erdsee aber auch ein Reich einfacher Menschen, die zu (über-)leben versuchen und dabei gelegentlich auch das falsche tun.

Erdsee ist natürlich nicht der "Herr der Ringe". Tolkien hat uns ein relativ schlichtes Märchen hintelrassen, das in einer wissenschaftlich detailgenau erfaßten und protokollierten Welt spielt und dadurch ebenso ein Opus der Wissenschaft als auch der Phantasie ist. Der Herr der Ringe ist Mythologie, und das war es, was Tolkien erstrebte: Er wollte England eine Mythologie geben.
Ursula K.LeGuin indes hat uns ein Epos geschenkt, das das Wesen des Menschen in seinen Licht- und Schattenseiten zeigt, das Ideale liefert und vernichtet, das Politik- und Intrigenspiele ebenso zum Thema macht wie Personenkult, Überlebenswillen, Macht, Ohnmacht, Angst, Verzweifelung, Ehrgeiz, Kühnheit und Tod. Dabei kommt sie ohne Gemetzel aus. Es gibt keinen Sauron, von dem wir zwar wissen, daß er böse ist; für dessen Bosheit wir aber eigentlich nie eine nachvollziehbare Erklärung bekommen. Es gibt Helden, die nicht aufgrund verquerer Ehrvorstellungen und elementarter Obrigkeitsgläubigkeit handeln. Es gibtr einen König, der jedoch wesentlich demokratischer daherkommt als sämtliche europäischen Abgeordneten zusammen. Und es gibt Phantasie, die nicht dafür herhalten muß, Daseinsbegründung für Logik und Wissenschaft zu sein.

Ich liebe diese Reihe, habe sie weitaus mehr genossen als alle Geschichten von Mittelerde und bin ausgesprochen froh darüber, daß Ursula K. LeGuin zur Zeit damit beschäftigt ist, eine Fortsetzung zu schaffen.

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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
fantasy pur 2. Oktober 2001
Mein Einstieg in die Fantasy Literatur begann mit dem Herrn der Ringe - beeindruckende Landschaften, epische Schlachten, gigantische Atmosphäre. HDR habe ich in der Folge dann gleich 2 Mal verschlungen, sowohl das englische Original als auch die dt. Übersetzung. Nun kann man den Erdsee Zyklus in keiner Weise mit dem Herrn der Ringe vergleichen (der für mich immer noch die Referenz in Sachen Fantasy ist). Erzählt wird hier die Geschichte von einem Zauberer und zwar von Kindesbeinen an bis ins hohe Alter. Man taucht in eine Welt ein die durch ein instabiles Machtgefüge zwischen Gut und Böse gekennzeichnet ist. Fantastisch die Magier: wortkarg, aber wenn nötig einen weisen Spruch auf der Lippe - natürlich auch ihr Umgang mit der Umwelt: Formgebung und Namenskunde sind nur einige der Fähigkeiten die sie ein ganzes Leben studieren. Wundersame Drachen, älter als alle anderen Geschöpfe, bedrohlich, klug und nahezu allwissend und mit einer Macht ausgestattet, die viele Magier übertrifft.........

Nicht nur die Sprache dieses Buches animiert zum Weiterlesen, auch die detaillierte Beschreibung seiner Figuren - ähnlich wie im HDR. Es ist mir auch oft passiert dass ich den Weg der Hauptperson auf der beigefügten Karte mitverfolgt habe - wie beim HDR! Fazit: Wer nur den Herrn der Ringe kennt ist vielleicht enttäuscht, allen anderen offeneneren Fantasy Anhängern ist dieses Buch wärmstens empfohlen.

Ich würde diesem Titel gerne "nur" 4 1/2 Sterne geben aber geht ja nicht, 4 wären definitiv zu wenig. Manchmal hat man das Gefühl als baue sich die Handlung etwas zu schleppend auf weshalb eine Spitzenbewertung unpassend wäre. - aber trotzdem 5 Sterne

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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von "crime82"
Mit diesem Werk ist Ursula K. LeGuin etwa wirklich sehr gutes gelungen. Schon alleine die Idee eine einzige Person durch fast ihr ganzes Leben zu verfolgen verdient Ánerkennung. Trotzdem ist es nicht so, dass der Roman sich auf nur eine einzige Person beschränken würde und dadurch langweilig würde. Ganz im Gegenteil hat jede der vier Episoden ihren eigenen Hauptcharakter mit seinen eigenne Eigenschaften und Wünschen. Trotz dieser wirklich guten Ideen kam mir das Buch doch manchmal etwas langatmig vor, was ich jedoch auf die Übersetzung geschoben habe. In der Orginalsprache hat das Buch auf jeden Fall fünf Sterne verdient.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Eine Wunderwelt!
Erdsee ist eine Welt, die Du nicht mehr wirst verlassen wollen. Perfekte Erzählungen von einer genialen Autorin, für alle, die zauberhafte und ernsthafte Märchen... Lesen Sie weiter...
Am 15. Februar 2002 veröffentlicht
Messlatte nun anscheinend der Herr der Ringe ?
Das Ergebniss der Pisastudie, welches ich bisher immer angezweifelt habe, scheint doch
mindestens im Bereich Literatur zuzutreffen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Januar 2002 von jbuchhardt@web.de
Einfach nur enttäuschend!
Mit dem Herrn der Ringe ist das Buch höchstens im Umfang zu vergleichen, ansonsten können weder die fehlende Spannung noch die sehr oberflächlichen Charaktere an... Lesen Sie weiter...
Am 17. Dezember 2001 veröffentlicht
Eine neue Welt
Ursula le Guin hat es mit ihren "Erdsee"-Romanen geschafft, einen neuen Ton in die Fantasy zu bringen. Lesen Sie weiter...
Am 30. November 2001 veröffentlicht
nicht so das wahre...
Als ich die Rezensionen dieses Buches gelesen habe, war ich total davon begeistert und bestellte es mir sofort. Lesen Sie weiter...
Am 9. November 2001 veröffentlicht
Mehr als nur eine herbe Enttäuschung !!!
Also ich muß sagen ,daß ich mehr als herb enttäuscht war über dieses Buch bzw. Bücher! Lesen Sie weiter...
Am 29. Oktober 2001 veröffentlicht
Naiv und langweilig
Tja, man sollte wirklich nicht mehr auf die Umschlagbeschreibungen schauen...... Dieses Buch bzw. 4 Bücher mit einem Herrn der Ringe zu vergleichen ist wirklich der Witz... Lesen Sie weiter...
Am 3. Oktober 2001 veröffentlicht
Eintauchen in die Phantasie
Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich der Erdsee-Zyklus gefangengenommen. Obwohl es sich schon um recht "alte" Fantasy handelt, hat das Buch auch noch im 20. Lesen Sie weiter...
Am 4. Mai 2001 veröffentlicht
Wow!
Dieses Buch hat mich schier vom Hocker gehauen! Ich bin Shadowrun- und Earthdawn-Spieler und hätte nicht gedacht, dass man so gut Fantasy schreiben kann. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Mai 2001 von Eric Gruber (da.real.grandmaster.g@web.de)
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