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Und die Erde wird weinen: Die Indianer Nordamerikas - ihre Geschichte, ihre Spiritualität, ihr Überlebenskampf (suhrkamp taschenbuch)
 
 
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Und die Erde wird weinen: Die Indianer Nordamerikas - ihre Geschichte, ihre Spiritualität, ihr Überlebenskampf (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

James Wilson
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 593 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (27. August 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518397702
  • ISBN-13: 978-3518397701
  • Größe und/oder Gewicht: 18,9 x 11,9 x 3,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 186.193 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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James Wilson
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.07.2000
Eine sehr differenzierte Kritik dieses Buches liefert Jürgen Schmidt in seiner Besprechung, die er mit einer kenntnisreichen Diskussion eurozentrischer Fehldeutungen der Indianer einleitet: als "edle Wilde" oder "rohe Barbaren" wurden sie gleichermaßen missverstanden. Wilsons Problem aber ist dies nicht, denn er schreibt aus der "Perspektive der amerikanischen Ureinwohner", und ihm ist eine "überzeugende, moderne Geschichte der Indianer Nordamerikas" gelungen, findet der Rezensent. Zwar gibt es Lücken und Ungereimtheiten: so ist die präkolumbianische Zeit allzu verkürzt dargestellt und sind die Inuit völlig ausgelassen. Und Schmidt moniert auch, dass die "Entwicklungslinien einzelner Stämme beschnitten" werden, wenn der Autor ihre Region verlässt um andere, historisch in den Vordergrund tretende Gebiete und die Konflikte dortiger Stämme mit den Weißen zu behandeln. Zudem fehlen dem Rezensenten Landkarten und eine auf den deutschsprachigen Stand gebrachte Bibliographie. Positiv wiederum vermerkt er, dass der Autor in das "realgeschichtliche Panorama" die indianischen Mythen einbezogen hat und sich damit überraschende Erkenntnisgewinne ergeben – beispielsweise aus dem Vergleich des Schöpfungsberichts der Shastika und der jüdischen Genesis. Insgesamt bleibt der positive Eindruck: für jeden, der sich für die Geschichte der nordamerikanischen Indianer interessiert, ist dies Buch derzeit "unersetzlich" – dies gilt aber nur, weil, wie Jürgen Schmidt bekümmert anmerkt, Wolfgang Lindigs Darstellung zur Geschichte der nordamerikanischen Indianer nicht mehr lieferbar ist.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Kurzbeschreibung

Die Eroberung Amerikas durch die Europäer war eines der einschneidendsten Ereignisse in der Geschichte des Kontinents. Millionen von Menschen kamen ums Leben, viele Kulturen wurden ausgerottet. Immer war das Aufeinandertreffen von Alter und Neuer Welt von blutigen Auseinandersetzungen zwischen europäischen Invasoren und Indianern bestimmt. Aber auch heute noch prägen die alten Unterdrückungsmechanismen die amerikanische Politik. Noch immer existiert ein verzerrtes Bild von der indianischen Kultur, noch immer bestimmen Ignoranz und Mißverständnisse gegenüber den Ureinwohnern den Alltag der Amerikaner. James Wilson, der sich selbst aktiv für die Rechte der Minderheiten einsetzt, bricht in seinem Buch vom Rang eines Standardwerks mit gängigen Klischees.»Für alle, die mehr hören wollen als die alten Geschichten von der Schlacht am Little Bighorn, von Pocahontas oder Sitting Bull, die sich zum Beispiel auch für den Zusammenhang zwischen Roosevelts New-Deal-Politik und einer Neuorientierung der Indianerpolitik interessieren, ist Wilsons Buch derzeit unersetzlich.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Kankin Gawain TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Dieses 560 Seiten starke Buch durchzulesen, erfordert eine gewisse Leidensfähigkeit. Nicht deshalb, weil es schlecht geschrieben wäre, im Gegenteil, sondern darum, weil die Geschichte der Indianer Nordamerikas die Geschichte eines 500 Jahre andauernden Völkermordes ist, eines Albtraumes, der mit der "Entdeckung" des Kontinentes begonnen und bis heute nicht geendet hat.
Zwar ist es schon so, dass man dem Autor, James Wilson, eines gewisse empathische Verbundenheit zu den Ureinwohnern Amerikas und ihrem Schicksal anmerkt: Aber Wilson muss sich nicht weit von der objektiven Schilderung der Fakten entfernen, um im Leser ein spontanes Mitgefühl und einen gewissen - ohnmächtigen - Zorn aufkommen zu lassen. Allein schon die Geschichten der unzähligen gebrochenen Verträge, der falschen Versprechen, der Lippenbekenntnisse unverbrüchlicher Freundschaft, die Geschichte der Vertreibung der Stämme des Ostens gen Westen in die unfruchtbaren Wüsten des nordamerikanischen Kontinents genügen, um den "weißen Mann" in einem sehr unvorteilhaften Licht erscheinen zu lassen.
Außerordentlich interessant ist dabei auch die kulturgeschichtliche Entwicklung der Einstellung der europäischen Siedler zu den Ureinwohnern und ihrer Sicht auf jene. Über die Jahrhunderte gab es nämlich unter den weißen Siedlern einen ideengeschichtlichen Konflikt, zwischen, einerseits, der Idee der rassischen Unterlegeneheit und Minderweit des "roten Menschen" und andererseits dem - kann man hier sagen "aufgeklärten"? - Gedanken, dass der Indianer zwar ein gleichwertiger Mensch, seine Kultur aber auf einer primitiven Stufe stagniert sei. Beide Ideen-Strömungen, die einander immer wieder abwechselten, erwiesen sich letztlich als fatal für die indigenen Völker. Sah man die Indiander als untermenschliche Halbtiere, ging es konkret gegen deren Überleben; Sah man andererseits "bloß" ihre Kultur als minderwertig an, wurde dem "kulturellen Genozid" der Weg freigemacht. Manchmal konnten die Indianer unter dem Urteil rassischer Minderwertigkeit sogar eher ein Stück ihrer Kultur bewahren, als unter der Herrschaft "wohlmeinender" weißer Umerziehung.
Besonders schmerzlich erscheint bei solcher Betrachtung die Tatsache, dass das politische Handeln der Indianer gegenüber den vorrückenden Weißen als auch untereinander keiner der beiden Ideenströmungen überzeugende Argumente lieferte. Der "edle Wilde" mag ein Klischee sein, das in sich wiederum bloß einen Rassismus unter umgekehrten Vorzeichen darstellt - fest steht aber, dass - unter dem Strich - das Verhalten der Indianer anständiger, zuverlässiger und von größerem Verständnis für die Interessen der Gegenseite geprägt war. Andererseits hat auch die Kultur der Indianer nie "stagniert": mindestens zwei mal haben Indianerstämme versucht, Nationen zu bilden, wie sie diese bei Engländern und Amerikanern kennengelernt hatten. Administrative Strukturen wurden geschaffen, Städte gebaut, eine eigene Schrift entworfen. Das Pferd, das in präkolumbianischer Zeit unbekannt war, wurde von den Indianern eigenständig aus verwilderten Herden neu domestiziert und ausgiebig genutzt.
Nein, es war eben gerade so, dass dem "weißen Mann" immer das Argument am nächsten lag, das ihm gerade am meisten nutzte; Waren die Indianer schwach und "primitiv", war ihre Vernichtung ein "Gesetz der Natur" - waren die Indianer hingegen stark, übten Geschlossenheit, und wussten, hilfreiche Einrichtungen der europäischen Kultur zu übernehmen, so war ihre Vernichtung ein "Gesetz der Notwendigkeit"...
Es ist nicht leicht, sich durch all diese Ungerechtigkeiten und Selbstgerechtigkeiten hindurchzulesen. Dicke historische Werke mögen ansonsten angenehme "Schmöker" für lange, verregnete Nachmittage sein. Das ist bei Wilsons Text so nicht der Fall, aus den genannten Gründen. Aber gewiss gibt es für sein Buch, wenn man sich für die Geschichte der nordamerikanischen Ureinwohner interessiert, auch keine bessere Alternative.
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18 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Und die Erde wird weinen 17. September 2002
Von "venus79"
Format:Gebundene Ausgabe
Ein sensationell geschriebens Buch. Fesselnd und berauschend bis zur letzten Seite.
Der Schriftsteller hat nichts ausgelassen, er beschreibt Legenden und Mython so ausführlich als wäre man dabei....
Wer sich für die Geschichte dieser Kultur interessiert darf sich dieses Buch nicht entgehen lassen.
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