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Dieser charmante kubanische Film erzählt von der ungewöhnlichen Freundschaft des extravaganten, gebildeten Diego (Jorge Perugorría) und dem jungen, menschenscheuen, systemtreuen David (Vladimir Cruz). Von seiner Freundin verlassen, erregt David die Aufmerksamkeit Diegos. Er bietet David seine Freundschaft an, die dieser jedoch zunächst ablehnt. Bis er von seinem kommunistischen Zimmergenossen Miguel (Francisco Gattorno) dazu angestachelt wird, das Angebot anzunehmen -- um Diegos liberale Weltanschauung auszuspionieren. Doch es geschieht, was geschehen muss: David ist von Diegos Bildung und Lebensstil fasziniert. Und zwischen den beiden unterschiedlichen Männern entsteht eine tiefe Freundschaft. Ein Film fürs Herz wird Erdbeer & Schokolade schließlich über die Liebesbeziehung, die David mit seiner Nachbarin Nancy (Mirta Ibarra) eingeht, die bereits mehrfach versucht hat, sich umzubringen, in ihrer Beziehung zu David jedoch einen neuen Lebenssinn entdeckt.
In seinem eigenen Land äußerst umstritten und zeitweise sogar verboten, ist Erdbeer & Schokolade der erste kubanische Film, der jemals für einen Oscar in der Kategorie bester fremdsprachiger Film nominiert worden ist. --Jenny Brown
Kurzbeschreibung
"Zwei Männer: die kommunistische "Jungfrau" und die erfahrene Schwuchtel. Sie heißen David und Diego. Sie lernen sich in einem Cafe in Havanna kennen. David ist Student der Sozialwissenschaft, ein überzeugter Kommunist und Hetero. Diego ist in der Kunstschule tätig, hat einiges auszusetzen am kommunistischen Regime, ist schwul und hingerissen von David."
VideoMarkt
David und Diego, zwei völlig verschiedene Männer, lernen sich in einem Straßencafé Havannas kennen. Der eine ist ein militanter, heterosexueller "jungfräulicher" Student und Jungkommunist, der andere ein "erfahrener" schwuler Ex-Lehrer, der jetzt in der Kunstszene tätig ist. Der Ältere will den Jüngeren verführen und provozieren, der Jüngere den Älteren ausspionieren und entlarven. Durch zahllose Gespräche und Streitereien kommen die beiden einander näher, werden schließlich sogar gute Freunde.
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Die gemeinsame Regiearbeit von Tomás Gutiérrez Alea und Juan Carlos Tabío weiß auf allen Ebenen zu überzeugen: als spritzige Komödie, als scharfe Politparabel, als engagiertes Plädoyer für Toleranz und - vor allem - als kurzweiliger Film. Dies ist umso erstaunlicher, als das Werk in Kuba realisiert wurde, wo die Mächtigen es sonst nicht so gerne sehen, wenn ihnen die eigenen Unzulänglichkeiten vor Augen geführt werden. "Erdbeer und Schokolade" ist einer dieser Glücksfälle, in dem Kunst und Kommerz eine perfekte Allianz eingehen.
Blickpunkt: Film
Die gemeinsame Regiearbeit von Tomás Gutiérrez Alea und Juan Carlos Tabío überzeugt auf vielen Ebenen: als brillante Komödie, als tragikomische Politballade, als flotte Liebes- und Sexfarce und als engagiertes Plädoyer für Toleranz.
Blickpunkt
David ist ein militanter Jungkommunist und eine männliche Jungfrau. In einem Straßencafe lernt er den Homosexuellen Diego kennen, der ihn auch gleich verführen möchte. Während David Diego zunächst eigentlich 'entlarven' will, muß er doch mehr und mehr einsehen, wie falsch die Unterdrückung von Homosexuellen ist. Die gemeinsame Regiearbeit von Tomás Gutiérrez Alea und Juan Carlos Tabío überzeugt auf allen Ebenen: als brillante Komödie, als tragikomische Politballade, als flotte Liebes- und Sexfarce, als intelligenter Diskurs über revolutionären Stillstand und künstlerische Freiheit und als engagiertes Plädoyer für Toleranz.
Kurzbeschreibung
Havanna in den 90er Jahren: In einem Eiscafe trifft der systemkritische Künstler Diego auf den naiven Studenten David. Während der schwule Diego davon hofft, den schönen Jungkommunisten ins Bett zu bekommen, wittert der linientreue David die Chance, einen Staatsfeind zu entlarven. Zwischen den beiden entwickelt sich leidenschaftliche Debatten über persönliche und politische Freiheiten. Unter Diegos Einfluss beginnt Davids Idealbild vom System zu bröckeln. Bald verbindet die beiden eine tiefe Freundschaft, so dass die ursprünglichen Ziele - Verführung auf der einen, Bespitzelung auf der anderen Seite - völlig an Bedeutung verlieren.
(movieman.de, 12. Juli 2004)
Die Regiearbeit von Tomás Gutiérrez Alea und Juan Carlos Tabío liefert in stilistischer Schlichtheit einen sensiblen und sehr atmosphärischen Film über Liebe, Erotik, Verrat und Vertrauen. Die Darsteller agieren mit bestechender Natürlichkeit und das Drehbuch entwickelt seine Geschichte mit sorgfalt und einer Langsamkeit, die nie bremsend wirkt. Sehenswert.
Cover Info
Jorge Perugorría ...Diego Vladimir Cruz ...David Mirta Ibarra ...Nancy Francisco Gattorno ...Miguel Joel Angelino ...German Marilyn Solaya ...Vivian Andrés Cortina ...Santeria priest Antonio Carmona ...Boyfriend Ricardo Ávila ...Taxi driver María Elena del Toro ...Passenger Zolanda Oña ...Passenger Diana Iris del Puerto ...Neighbor
Produktbeschreibungen
Havanna in den 90er Jahren In einem Eiscafe trifft der systemkritische Künstler Diego auf den naiven Studenten David. Während der schwule Diego darauf hofft, den schönen Jungkommunisten ins Bett zu bekommen, wittert der linientreue David die Chance, einen Staatsfeind zu entlarven. Zwischen den beiden entwickeln sich leidenschaftliche Debatten über persönliche und politische Freiheiten. Unter Diegos Einfluss beginnt Davids Idealbild vom System zu bröckeln. Bald verbindet die beiden eine tiefe Freundschaft, so dass die ursprünglichen Ziele - Verführung auf der einen, Bespitzelung auf der anderen Seite - völlig an Bedeutung verlieren. Doch dann erhält Diego Berufsverbot...