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Jakob reitet als Theaterregisseur auf der Erfolgswelle, als er nach einem Autounfall erblindet. Verzweifelt, perspektiv- und hoffnungslos, lehnt er jegliche Hilfe ab, auch die der von Geburt an blinden Therapeutin Lilli. Jakob hat nur ein Ziel: seine todkranke Mutter in Russland noch einmal zu besuchen. Kein Problem für Lilli, die sich dem widerborstigen Jakob gegen dessen Willen anschließt. Es beginnt eine Odyssee durch Europa, bei der der junge Mann die Gültigkeit einer abgedroschenen Weisheit erkennt: "Man sieht nur mit dem Herzen gut".
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Jungschauspielerin Fritzi Haberlandt ("Liegen lernen") und der sympathische Hilmir Snaer Gudnason ("Blueprint") begeben sich in Lars Büchels ("Jetzt oder nie - Zeit ist Geld") Roadmovie auf eine wunderbare Entdeckungsreise in ihre eigene Seele. Schnörkellos von "engel + joe"-Kameraufrau Judith Kaufmann gefilmt, ziehen öde Landschaften an dem sich zaghaft annähernden Paar vorbei, das den wahren Reichtum in seinem Inneren entdeckt. Ein fröhliches, unkonventionelles Werk für Anhänger anspruchsvolleren Filmvergnügens.
Blickpunkt: Film
Schon 2000 gelang Senator Film ein kleines Wunder: Der Berliner Verleih machte aus einem riskanten Projekt über drei Rentnerinnen einen verblüffenden Erfolg. Lars Büchels 'Jetzt oder nie - Zeit ist Geld' bewies mit Unterstützung von Til Schweiger und einem originellen Plot, dass sich auch mit einem augenscheinlich vollkommen unpopulären Stoff ein breites Publikum begeistern lässt. Ähnliches soll nun auch Büchels mutigem Nachfolger 'Erbsen auf halb 6', erneut unter Senator-Banner, gelingen: einer Liebesgeschichte zwischen zwei Blinden.
Jakob (Hilmir Snaer Gudnason aus '101 Reykjavik' und 'Blueprint') befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere als Theaterregisseur, als er bei einem selbstverschuldeten Autounfall Augenlicht und Lebensperspektive verliert. Die Hilfe der von Geburt an blinden Therapeutin Lili (Fritzi Haberlandt) lehnt er genauso ab, wie die seiner Freunde. Jakob will nur noch eins: seiner sterbenskranken Mutter (Jenny Grölmann) in Russland einen letzten Besuch abstatten. Womit er nicht rechnet, ist Lilis Hartnäckigkeit, und schon befindet er sich mit der jungen Frau im Schlepptau auf einer Odyssee durch Osteuropa voller skurriler Begegnungen und Situationen, bei denen er lernen muss, mit blinden Augen zu sehen. Plötzlich wird aus seiner Blindheit eine unerwartete Liebe.
Lars Büchels Roadmovie führt den Zuschauer entschlossen in die denkbar freudlosesten Landstriche: über mecklenburgischen Dörfern, der menschenleeren Ödnis des russischen Grenzgebiets und der spürbaren Kälte der Ostseeküste legt Kamerafrau Judith Kaufmann (ebenfalls 'Jetzt oder Nie') einen deprimierend grau-verregneten Schleier, der einhergeht mit Büchels augenscheinlichen Verweisen auf das Kino eines Aki Kaurismäki oder Emir Kusturica. Die ungewöhnliche Perspektive aus den Augen Blinder macht die Fokussierung auf die Geräuschkulisse und den folkloristischen Score (auch hier das bewährte Büchel-Team Max Berghaus, Dirk Reichardt, Stefan Hansen) notwendig. Effektiv und besonnen und mit großer Sensibilität ver(sinn)bildlicht Büchel, wie Nicht-Sehende empfinden und reagieren, und hat mit dem Isländer Hilmir Snaer Gudnason und dem Berliner Theaterstar Fritzi Haberlandt die denkbar charmanteste und beste Besetzung für sein gewagtes Experiment gefunden. Das Paar bringt eben jenen präzisen und trockenen Humor auf, mit denen Autorin Ruth Thoma ('Solino') gemeinsam mit Büchel die verschiedenen Nebenhandlungen unterlegt: Da machen sich Lilis Verlobter (Harald Schrott) und ihre Mutter (Tina Engel) auf die Fersen der entführt geglaubten Tochter und entdecken unerwartete Gemeinsamkeiten; und da entdeckt die kleine Schwester (Alice Dweyer) unerwartet früh in Mutters Abwesenheit ihre Verführungskünste. Das beschert dem Zuschauer, von dem über weite Reisestrecken Geduld und die Bereitschaft abverlangt wird, gewohnte Sehgewohnheiten und bisweilen auch Plausibilität zu vergessen, erfrischend fröhliche Momente, die durchaus Erinnerungen an Büchels kein Tabu scheuenden Rentnerinnen-Spaß wachrufen. Die Überzeugungskraft der Story und deren Vermarktungsmöglichkeiten mögen es im Fall von 'Erbsen auf halb 6' ungleich schwieriger haben. Aber Wunder geschehen ja immer wieder - warum nicht auch dort, wo Blinde auf die denkbar romantischste Art sehend werden. cm.
Jakob (Hilmir Snaer Gudnason aus '101 Reykjavik' und 'Blueprint') befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere als Theaterregisseur, als er bei einem selbstverschuldeten Autounfall Augenlicht und Lebensperspektive verliert. Die Hilfe der von Geburt an blinden Therapeutin Lili (Fritzi Haberlandt) lehnt er genauso ab, wie die seiner Freunde. Jakob will nur noch eins: seiner sterbenskranken Mutter (Jenny Grölmann) in Russland einen letzten Besuch abstatten. Womit er nicht rechnet, ist Lilis Hartnäckigkeit, und schon befindet er sich mit der jungen Frau im Schlepptau auf einer Odyssee durch Osteuropa voller skurriler Begegnungen und Situationen, bei denen er lernen muss, mit blinden Augen zu sehen. Plötzlich wird aus seiner Blindheit eine unerwartete Liebe.
Lars Büchels Roadmovie führt den Zuschauer entschlossen in die denkbar freudlosesten Landstriche: über mecklenburgischen Dörfern, der menschenleeren Ödnis des russischen Grenzgebiets und der spürbaren Kälte der Ostseeküste legt Kamerafrau Judith Kaufmann (ebenfalls 'Jetzt oder Nie') einen deprimierend grau-verregneten Schleier, der einhergeht mit Büchels augenscheinlichen Verweisen auf das Kino eines Aki Kaurismäki oder Emir Kusturica. Die ungewöhnliche Perspektive aus den Augen Blinder macht die Fokussierung auf die Geräuschkulisse und den folkloristischen Score (auch hier das bewährte Büchel-Team Max Berghaus, Dirk Reichardt, Stefan Hansen) notwendig. Effektiv und besonnen und mit großer Sensibilität ver(sinn)bildlicht Büchel, wie Nicht-Sehende empfinden und reagieren, und hat mit dem Isländer Hilmir Snaer Gudnason und dem Berliner Theaterstar Fritzi Haberlandt die denkbar charmanteste und beste Besetzung für sein gewagtes Experiment gefunden. Das Paar bringt eben jenen präzisen und trockenen Humor auf, mit denen Autorin Ruth Thoma ('Solino') gemeinsam mit Büchel die verschiedenen Nebenhandlungen unterlegt: Da machen sich Lilis Verlobter (Harald Schrott) und ihre Mutter (Tina Engel) auf die Fersen der entführt geglaubten Tochter und entdecken unerwartete Gemeinsamkeiten; und da entdeckt die kleine Schwester (Alice Dweyer) unerwartet früh in Mutters Abwesenheit ihre Verführungskünste. Das beschert dem Zuschauer, von dem über weite Reisestrecken Geduld und die Bereitschaft abverlangt wird, gewohnte Sehgewohnheiten und bisweilen auch Plausibilität zu vergessen, erfrischend fröhliche Momente, die durchaus Erinnerungen an Büchels kein Tabu scheuenden Rentnerinnen-Spaß wachrufen. Die Überzeugungskraft der Story und deren Vermarktungsmöglichkeiten mögen es im Fall von 'Erbsen auf halb 6' ungleich schwieriger haben. Aber Wunder geschehen ja immer wieder - warum nicht auch dort, wo Blinde auf die denkbar romantischste Art sehend werden. cm.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Tragikomödie über zwei Blinde, die einander lieben lernen.
Kurzbeschreibung
Bei einem Autounfall verliert der Theaterregisseur Jakob Augenlicht und Lebensperspektive. Hilfe von der von Geburt an blinden Therapeutin Lili lehnt er ab. Er will nur noch eins, seiner Mutter in Russland einen letzten Besuch abstatten. Doch Lili ist hartnäckig - und schon befindet er sich mit der jungen Frau auf einer Odyssee durch Osteuropa.
Produktbeschreibungen
Jakob Magnuson, ein erfolgreicher Theaterregisseur, verliert bei einem Verkehrsunfall sein Augenlicht - und damit auch jegliche Lebensperspektive. Er trifft auf Lilly Walter, die seit Geburt blind ist. Zusammen begeben sie sich auf eine abenteuerliche Reise quer durch Europa. Eine Reise voll skurriler Momente und liebenswerter Begegnungen. Und langsam entsteht Liebe zwischen zwei Menschen, die einander die Welt begreifbar machen und sich zeigen, dass es noch viel zu