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Erasing Hell: What God Said about Eternity, and the Things We Made Up
 
 
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Erasing Hell: What God Said about Eternity, and the Things We Made Up [Englisch] [Taschenbuch]

Francis Chan , Preston Sprinkle
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 197 Seiten
  • Verlag: David C Cook Pub (5. Juli 2011)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 0781407257
  • ISBN-13: 978-0781407250
  • Größe und/oder Gewicht: 1,3 x 13,3 x 20,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 68.986 in Englische Bücher (Siehe Top 100 in Englische Bücher)

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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lasst Gott Gott sein 21. Juli 2011
Format:Taschenbuch
Gestern habe ich endlich Erasing Hell gelesen, und es hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Francis Chan ist ein extrem guter Schreiber. Er kommuniziert die Dinge, die er sagen will, auf eine Weise, die fesselt. Wie einer meiner Dozenten sagen würde: Nicht nur von Kopf zu Kopf sondern von Herz zu Herz!
Wenn ich mal den Inhalt des Buches in meinem Kopf an mir vorüberziehen lasse, dann kann man das Resüme ziehen, dass es sich um eine, wenn nicht die (!) Antithese zu Rob Bells 'Das letzte Wort hat die Liebe' (engl. Love Wins) handelt. Das liegt nicht nur daran, dass Francis Bells Buch häufig zitiert, weil er daran die Position des 'Universalismus', oder wie er es nennt 'christian/dogmatic universalism' festmachen kann. Er ist fair genug zu sagen, dass Bell in Love Wins nie ausdrücklich sagt, er vertrete diese Position. Doch er beschreibt und verteidigt sie offensichtlich mit einem solchen Mitgefühl und einer Sympathie, die es schwer machen lässt, ihn nicht auch als Vertreter einer 'Gottes-Liebe-schmelz-am-Ende-Alle-Herzen' Eschatologie zu betrachten.
Doch man würde zu kurz greifen, wenn man Francis Buch einfach als Antithese zu einem anderen erfolgreichen Buch betrachten würde. Dieses Buch dreht sich um ein Herzstück christlicher Lehre, die seit vielen Jahrhunderten als klar gilt. Das es in unseren Tagen eine Diskussion darum gibt ist an sich nicht verwerflich, denn es hilft uns, unseren Kurs immer wieder an der Offenbarung Gottes selbst in seinem kostbaren Wort auszurichten und nicht auf Traditionen und Lehren, die wir Menschen uns in unserer Kreativität ausgedacht haben.

1. Der Aufbau und Francis Argumentation
Francis geht in dem Buch erst die wichtigsten Argumentationen für eine 'Allversöhnung' durch und im Anschluss betrachtet er die Aussagen von Juden zur Zeit Jesu, von Jesus selbst und von seinen Nachfolgern.
Dabei hat er seine Hausaufgaben wirklich gemacht. Er ist sich bewusst, dass es sich um ein Thema handelt, das äußerste Vorsicht bedingt. Wir sollten nicht einfach unsere Vorstellung vom 'Sündenpfuhl' auf die Worte Jesu und der Apostel übertragen. Wir brauchen den historischen Kontext, um die Worte Jesu darüber wirklich zu verstehen. Was meint Jesus, wenn er Gehenna sagt? Eine Müllhalde außerhalb von Jerusalem, wie Bell es suggeriert?
Hatten die Juden im 1 Jahrhundert gar keine Vorstellung von einer ewigen Strafe? Waren diese Zeitbegriffe ihnen fern?
Solche Sachen müssen betrachtet werden, damit wir Jesus wirklich verstehen. Und Francis tut das mit großer Vorsicht und dem Herzen eines Seelsorgers. Auf jeder Seite merkt man ihm seinen eignen Kampf mit diesem Thema an. Er erzählt sogar sehr früh in dem Buch von seiner Großmutter, die ohne Jesus gestorben ist. Und er erzählt, wie er sich immer darum gedrückt hat, sich Gedanken darüber zu machen, wo sie jetzt ist, was sie jetzt erlebt. Und er erzählt immer wieder, wie er sich lange Zeit darum herum gestohlen hat, deutlich und mit klaren Worten von der Hölle zu erzählen. Es schien ihm, als müsste er Gott, jedenfall diesen Teil von Gottes Wesen, verstecken.

2. Fancis wichtigstes Argument
Ein Kapitel des Buches trägt den Titel 'What if God...?' und es hat mich gestern Abend wirklich erschreckt, erstaunt, gedemütigt, aufgebaut und nicht mehr losgelassen. Denn Francis geht dort von Römer 9 aus und beschreibt, wie er dadurch ganz neu entdeckt hat, dass Gott im Recht ist, zutun was immer er will. Er beschreibt die vielen Dinge in der Bibel, die wir nicht verstehen. Dinge, die er (und ich!) verhindert hätte, wenn wir Gott wären. Aber die Frage, die Paulus in Römer 9 stellt, ist ebenso deutlich: 'So? Wer bist du eigentlich? Du Mensch willst anfangen, mit Gott zu streiten? Sagt das Werk zu seinem Meister: "Warum hast du mich so gemacht?"' (V. 20, NeÜ). Gott hat entschieden, zu handeln wie er handelt.
Und dann kam der Teil, der mich wirklich ergriffen hat. Wenn ich an das Kreuz denke ' hätte ich an Gottes Stelle so gehandelt? Noch habe ich keine Kinder, aber ich kann mir vorstellen, wie schmerzhaft es ist, seinen eigenen Sohn zu Opfern für Sünder, die es nicht im Ansatz verdient haben. Würde ist meinen Sohn opfern, um seinen eigenen Vergewaltiger aus dem Knast zu holen? Nicht nur aus dem Knast zu holen, sondern gerecht zu sprechen für alle Ewigkeit? Wenn ich ehrlich bin, weiß ich nichtmal, ob ich meinem iPod opfern würde.
Gott ist der Töpfer, wir sind der Ton. Sollten wir nicht Gott Gott sein lassen?

3. Und was hat das mit mir zutun?
Manch ein Leser wird sich überlegen, was das ganze denn mit ihm zutun hat. Es werden sicher vorherrschend Christen sein, die dieses Buch lesen ' und ich wage die Prognose, dass es vor allem solche Christen sein werden, die Bells Buch nicht gut fanden. Ich 'weiß' doch das alles schon, was hat das mit mir zutun. Ich habe doch eine biblische Grundlage! Ich habe doch dieses Kapitel in 'The Reason for God' gelesen und glaube dran. Was hat das mit mir zutun? Eine ganze Menge, wie Francis in einem eignen Kapitel zeigt.
Ich will nicht vorgreifen, weil ich dieses Buch wärmstens empfehlen möchte. Lest es und denkt darüber nach. Und lest vor allem die Bibelstellen immer wieder und betet darüber! Denn es ist ein großer Unterschied, ob diese Lehre in unseren Köpfen ist oder in unseren Herzen.
Und das ist der wichtigste Pluspunkt dieses Buches. Es geht hier nicht um Systematische Theologie; es geht nicht darum, eine Debatte zu gewinnen; es geht nicht darum, der Emerging Church zu zeigen, wo der hammer hängt; es geht nicht darum, Bücher zu schreiben! Es geht um Menschen. Menschen die wir jeden Tag auf der Straße treffen. Menschen, die mit uns rumhängen und denen wir nie etwas vom Ausweg aus ihrer Misere erzählt haben. Es geht um echte Menschen, um die Schicksale echter Menschen, um die echte Ewigkeit echter Menschen.
Lasst uns nicht debattieren, lasst uns verkündigen. Lasst und nicht philosophieren, lasst uns Gott Gott sein lassen ' und lasst uns den Auftrag erfüllen, den er uns gegeben hat.

Gods Bless,

Restless Evangelical
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von andale
Format:Taschenbuch
Das neueste Buch von Francis Chan hat vor allem EINE Qualität:

Es bringt klare, fundierte Antworten in einen Bereich, der momentan vieldiskutiert ist: Das Thema "Hölle" und in Verbindung damit "Das Wesen Gottes". Halbwahrheiten/ Spekulationen/ philosophische Gedankenspiele werden von Autoren wie Rob Bell als biblische "hard facts" verkauft.

Chan und sein Co-Autor geben einen fundierten biblischen Blick auf das Thema und erläutern auch den geschichtlichen und kulturellen Kontext.

Sie räumen mit kursierenden Mythen auf, die momentan als Fakten dargestellt werden.

Der Leseprozess ist deshalb sehr "erhellend", da die biblischen Texte ein sehr klares Bild zeichnen.

Letztendlich ist "erasing hell" aber mehr, als nur ein theologischer Diskussionsbeitrag:
"This is not a book about who is saying what. It's a book about what God says. It's not a book about impersonal theological issues. It's a book about people who God loves. It's not a book about arguments, doctrine, or being right. It's a book about the character of God."

FAZIT:
- klar
- fundiert
- herausfordernd
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein zerissenes Bild von Gott 27. Oktober 2011
Format:Kindle Edition
Ich habe selten ein Buch gelesen, dass am Ende ein derartig zerrissenes Bild von Gott und dem Autor wiedergibt. In diesem Buch versuchen Francis Chan (als Galionsfigur) und sein Co-Autor zu argumentieren, dass Gott ein guter, gerechter und liebender Gott ist, er aber am Ende aufgrund seiner eigenen Schrift zu einem nicht kalkulierbaren Gott wird. Wieder und wieder schreibt Francis Chan, dass es ihm wehtut, über die Hölle zu schreiben. Es schmerzt ihn an seine Großmutter zu denken (Seite 13), die "ewig verloren ist", oder er begegnet Menschen in Starbucks (Seite 71) und glaubt zu wissen, dass einige von ihnen ewig in der Hölle brennen werden, was ihn innerlich in einen Konflikt bringt.

Warum schmerzt es ihn und bringt ihn in einen Konflikt? Weil es nicht gerecht und nicht erklärbar ist. Wenn Gott einen Mörder richtet, oder einen Menschen, der durch sein Leben anderen das Leben zur Hölle gemach hat, können wir dies alle verstehen. Aber wenn normale Menschen von einem liebenden Gott für ewig in ein quälendes Feuer geworfen werden, weil sie etwas Falsches glauben, verstehen wir dies nicht. Nachdem ich das Buch gelesen habe, glaube ich, dass auch Francis Chan dies tief in seiner Seele nicht versteht. Er will an einen guten und gerechten Gott glauben, daran, dass die Liebe am Ende gewinnt und Gott gerecht ist. Er möchte eigentlich genau das gleiche glauben wie Rob Bell, den er so sehr angreift, aber er darf dies nicht und muss sich daher mit der Schrift rechtfertigen.

Dies wird zum Teil mit sehr guten Argumenten gemacht, zum Teil aber auch mit fragwürdigen Methoden, wie zum Beispiel auf der Seite 73. Im Vorfeld wurde dort das jüdische Denken über die Hölle aus der Zeit von Jesus erklärt und dann wir einfach gesagt, dass Jesus, würde er anders denken, etwas darüber gesagt hätte. Dies ist kein sorgfältigstes vorgehen und gleicht zum Teil dem Vorgehen von Rob Bell, was bei ihm ja auch zurecht kritisiert wurde.

Am Schluß bei den FAQs (Seite 158) zeigt sich dann das wirkliche Dilemma. Auf die Frage nach dem Schicksal der Menschen, die nie von Gott gehört haben, sagen die Autoren, dass etwas anderes zwar gerecht erscheint und Sinn machen würde, aber diese Menschen kommen in den Topf der "alle Menschen sind schuldig vor Gott" und sind so, ohne irgendeinen persönlichen Einfluß darauf zu haben, auf ewig in die Hölle verbannt.

Ich glaube das Francis Chan, konfrontiert mit der Herausforderung alte Glaubenssysteme und Theologien zum Thema Himmel und Hölle zu hinterfragen, zu dem Schluß gekommen ist, dass es zu gut war um wahr zu sein. Schade, denn so bleiben er und vielleicht auch viele Leser innerlich zerrissen, da sie so eine Seite in Gott gefunden haben, der sie eigentlich nicht vertrauen dürften.
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