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Eranos Yi Jing (I Ging). Das Buch der Wandlungen. Mit Konkordanz
 
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Eranos Yi Jing (I Ging). Das Buch der Wandlungen. Mit Konkordanz [Gebundene Ausgabe]

Rudolf Ritsema , Hansjakob Schneider
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 959 Seiten
  • Verlag: O. W. Barth (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3502610533
  • ISBN-13: 978-3502610533
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 15,2 x 6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 902.771 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Das Buch der Wandlungen
OT Yijing (auch I Ging, I-ching)
EZ zwischen 1050 und 256 v. Chr. OA 955 DE 1924 Form Orakelbuch Epoche Altertum
Das Buch der Wandlungen zählt zu den fünf Klassikern des Konfuzianismus (R Konfuzius). Dieses berühmteste Orakelbuch Chinas ist eines der ältesten Literaturdenkmäler der ostasiatischen Kultur und sicherlich eines der geheimnisvollsten. Es basiert auf einer mündlichen Tradition, die von einem oder mehreren Autoren fixiert wurde. Das Werk ist in unterschiedlichen Fassungen überliefert. Der älteste erhaltene Text stammt aus dem 2. Jahrhundert v. Chr., doch dürfte die Urfassung mehrere Jahrhunderte früher entstanden sein.
Inhalt: Der Kerntext legt die Dynamik des Universums dar und beschreibt verschiedene Stadien seines Wandels, die jeweils von einem Hexagramm (Sechsstern) versinnbildlicht werden. Diesen Hexagrammen liegen Trigramme zugrunde, deren Erfindung auf den mythischen Kaiser Fu Xi (um 2800 v. Chr.) zurückgehen soll. Ein Trigramm besteht aus drei übereinander liegenden Linien, wobei eine durchbrochene Linie Yin, das weibliche, passive Prinzip, repräsentiert und eine durchgezogene Linie Yang, das männliche, aktive Prinzip. Die möglichen Kombinationen von je zwei Trigrammen ergeben 64 Hexagramme. Jedes einzelne symbolisiert einen spezifischen Zustand und hat einen bedeutungsvollen Namen, etwa »Wiederkehr«, »Stockung« oder »Dauer«.
Die 64 Zustände oder Situationen sind in den ewigen Kreislauf der Wandlungen eingebettet, dem bestimmte Ordnungsprinzipien zugrunde liegen. Die wichtigsten sind: das Wechselspiel der komplementären Kräfte Yin und Yang und die fünf Wandlungsphasen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Alles im Universum steht zueinander in Beziehung und beeinflusst sich gegenseitig.
Den Hexagrammen sind – mehr oder weniger verschlüsselt – Erklärungen beigefügt, die teilweise nur aus einzelnen Worten bestehen. Grundsubstanz dieser Texte ist vermutlich das Vokabular von uralten Orakelsprüchen, Volksweisheiten und Liedern. Vor allem dient der Kerntext der Weissagung – allerdings unterscheidet sich das chinesische Verständnis dieses Begriffs deutlich von der abendländischen Vorstellung. Es geht nicht um spekulative Prophetie, sondern um die tiefste Erkenntnis des Menschenwesens und des Weltverstehens. Der Fragende ermittelt durch eine bestimmte Art der Auszählung von Schafgarbenstängeln ein Hexagramm. Dieses zeigt die Qualität der jeweiligen Situation auf, d. h. das Charakteristische des Wandlungsvorgangs. Unter Einbeziehung der Interpretation der einzelnen Linien lassen sich daraus Vorzeichen für künftige Entwicklungen ablesen, und der »Eingeweihte«, der die Vieldeutigkeit der Aussagen zu berücksichtigen weiß, erhält Hinweise für richtiges Verhalten in der Zukunft.
Außer dem Kerntext enthält das Yijing mehrere Kommentare, die so genannten Zehn Flügel. Sie stammen wohl aus dem 4. bis 2. Jahrhundert v. Chr. Der sechste und siebte Kommentar gehen der Überlieferung nach auf Konfuzius zurück. Die Zehn Flügel umfassen Erläuterungen zu Namen und Texten der Hexagramme, ethische und moralische Aspekte, philosophische Darlegungen im Geist der Lehre des Konfuzius sowie Erklärungen zur Symbolik der Hexagramme und zum Aufbau des schwer zugänglich erscheinenden Kerntexts.
Wirkung: Der Einfluss des Yijing auf das chinesische Denken war und ist immens. Schon die Vielzahl der Kommentare, die zu diesem Buch existieren, deutet auf seinen hohen Stellenwert hin. Die im Buch der Wandlungen dargelegte Weltanschauung war nicht nur für Konfuzianer von großer Bedeutung, sondern sie spielen auch eine wesentliche Rolle im Daoismus. Während des 17. Jahrhunderts machten jesuitische China-Missionare das Werk in Europa bekannt. Der Philosoph und Mathematiker Gottfried Wilhelm R Leibniz regte die Beschäftigung mit den Hexagrammen 1679 zur Entwicklung seines binären Zahlensystems an, das 250 Jahre später zur Basis der Computertechnik wurde. Bis heute wird das Yijing weltweit als Instrument der Zukunftsschau benutzt oder als eine Quelle der Weisheit studiert und die Zahl der spirituellen, okkulten oder banalen Deutungsversuche wächst ständig weiter. M. D.
Literatur: F. Adrian, Die Schule des I Ging, 2 Bde., 1994 / 1995;

Kurzbeschreibung

Mit dieser Übersetzung liegt nun zum ersten Mal der ursprüngliche und unverfälschte Text dieses jahrtausendealten Orakelbuchs vor.
Denn alle bis heute verfügbaren Übersetzungen des Yi Jing (I Ging) bieten nur eine Auswahl bzw. Interpretation des Gesamttextes, die einer bestimmten geistigen Strömung Chinas entspricht.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Um es vorweg zu sagen: wer ein Pendant zu der genialen Übersetzung des "I Ging" durch Richard Wilhelm sucht, wird zweifellos enttäuscht. Die poetische Bildsprache und Klarheit dieses Werks, obwohl bereits 1923 erschienen, ist bisher unerreicht, wenn auch einige von Wilhelm in den Erläuterungen angewandte Vergleiche (wie z.B. die häufigen Goethe-Zitate) dem heutigen Leser nicht mehr zeitgemäss erscheinen mögen.

Das Eranos "Yi Jing" verfolgt allerdings einen ganz anderen Ansatz: im Gegensatz zu den vielen anderen Interpretationen des I Ging, die eine zeitgemässe und lebensnahe Darstellung versprechen, will das von Rudolf Ritsema und Hansjakob Schneider in zweifellos bewundernswert akribischer Detailgenauigkeit zusammen getragene Werk eben weniger interpretieren als unverfälscht darstellen. Diese Stärke erweist sich leider auch als Schwäche: ganz ohne Interpretation gerät die deutsche Übersetzung der einzelnen Worte des "Yi Jing" eben doch zu rätselhaft, es fehlt die sprachliche Eleganz, und die permanente Wiederholung der Erläuterung einzelner Silben hemmt den Lesefluss.

Nun mag dies den ernsthaft Sprachinteressierten nicht abschrecken, aber wer es genau wissen will, vermisst dann schmerzlich die Angabe der Töne auf den Pinyin-Silben, was das Nachschlagen in einem Lexikon zu einem Suchspiel macht, wenn man weitere Wortbedeutungen finden will (für Nicht-Chinesen sei gesagt, dass eine Silbe im Chinesischen je nach Betonung völlig verschiedene, und manchmal mehrere kontextabhängige Bedeutungen hat). Der Abdruck der chinesischen Ideogramme des Originaltextes wäre vielleicht nicht nur eine Frage der Vollständigkeit, sondern auch der Ästhetik und eine gewisse Form kulturellen Respekts. Da sowohl Pinyin-Umschrift inklusive Töne als auch die Zeichen den Herausgebern mit Sicherheit vorgelegen haben, bleibt tatsächlich die Frage, warum man denn ausgerechnet darauf verzichtet hat? Gerade die Schriftzeichen sind eben der Kern der chinesischen Kultur, die chinesische Schriftsprache ist aus einer Orakelschrift entstanden!

Mit diesen "Informationen" wäre das Eranos Yi Jing sicher als Standardwerk anzusehen. Ohne sie bleibt es eine umfangreiche Sammlung von Details, denen aber Kernelemente fehlen. Einerseits wird es durch Fehlen von Interpretation für den "normalen Leser" unbrauchbar, andererseits ist auch für den "Hobby-Sinologen" kein ausreichendes Material vorhanden, um aus der sich wiederholenden Wortfülle klanglich-sprachlich-sinnliche Bilder zu erzeugen.

Daher leider nur drei "Sterne", aber wenn das Buch mit chinesischen Schriftzeichen und vollständiger Pinyin-Umschrift erschiene, würde ich es noch mal kaufen...

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eranos vs. Wilhelm 23. Februar 2008
Von Anon Ymos
Wer die Eranos Ausgabe, die sich so eng wie möglich an den Originaltext hält, mit der Wilhelm'schen Ausgabe vergleicht, wird feststellen, dass sich Wilhelm immer wieder weit vom Originaltext entfernt und versucht, das Fragmentarische und Geheimnisvolle des Originals zu dechiffrieren. Vordergründig erleichtert dies das Verständnis. Bei genauerer Betrachtung wird jedoch das Verständnis wesentlich eingeschränkt und insofern verfälscht. Die Eranos Ausgabe bietet zu praktisch jedem chinesischen Begriff mehrere mögliche Übersetzungen an und ermöglicht es dem Benutzer dadurch, sich zu jedem Zeichen in jeder Situtation ein eigenes Verständnis zu erarbeiten. Es ist eben nicht möglich (und nicht wünschenswert), den chinesichen Originaltext auf eine bestimmte deutsche Übersetzung zu reduzieren. Letzteres folgt schon aus der relativen Ungenauigkeit der chinesischen Sprache. Wer "ernsthaft" mit dem Yi Ging arbeiten will, wird zur Eranos Ausgabe greifen.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Dieses Buch ist die einzig vollständige Ausgabe der altchinesischen Orakeltexte und enthält zusätzlich noch eine Konkordanz. Es wurde nun nach 50jähriger Forschung endlich in die deutsche Sprache übersetzt, die den unverfälschten Charakter des Gesamttextes wiederherstellt und die grundsätzliche Bedeutungsoffenheit der Orakelbilder und Symbole jeder/m zugänglich macht. Das Buch ist bestens für Liebhaber altchinesischer Texte geeignet, "Anfänger" sollten dieses Buch jedoch nicht als Einstieg wählen, da viele Stellen ein bestimmtes Grundwissen für das Verstehen dieser Texte voraussetzen.
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