Das Buch wird als Bestseller, großes Talent, etc. pp. beworben. Entsprechend hoch waren die Erwartungen beim Lesen. Die sich leider nicht erfüllt haben. Das Buch liest sich nicht wie ein Bestseller sondern wie das Erstlingswerk eines unerfahrenen Indie-Autors.
Die Charaktere sind einfach nicht glaubwürdig (weder die Guten noch die Bösen). Da ist der Hauptcharakter, der innerhalb kürzester Zeit den Umgang mit dem Schwert lernt, dann auf einmal nach ein bißchen Üben das Schwert wie ein Meister beherrscht, und dann auf einmal so redet als hätte er sein Leben lang nichts anderes gemacht, ohne daß dies je erklärt wird. Dann ist da ein Bösewicht, der unbemerkt von den Guten sich von hinten angeschlichen hat und dann, anstelle den Hauptcharakter an der Flucht zu hindern, kichert und einen blöden Spruch ablässt. Dann gibts Pferde, die nach tagelanger Flucht so erschöpft sein sollten daß sie schon tot umfallen, stattdessen werden sie von einem Drachen sehr unsanft über einen Fluß geflogen, können trotz Panik natürlich sofort weiterreiten, und ohne Vorräte dann auch noch eine Wüste im Eiltempo durchqueren. Das ganze wird abgerundet von einem Magiesystem, das macht was es will.
Eragon ist ein schönes Beispiel dafür, daß eine Geschichte nicht herausragend gut ist, nur weil tolkiensche Elfen/Zwerge, sowie Drachen, Schwerter und Magie darin vorkommen.