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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
enttäuschende Fortsetzung!, 18. Dezember 2009
Eragon löst sein Versprechen gegenüber Roran ein und fliegt mit ihm zum Hellgrind. Dort haben die Ra?zac die Verlobte von Roran eingekerkert. Auch wenn Nasuada, die Anführerin der Varden, ihren Trumpf im Kampf gegen Galbatorix ungern ziehen lässt, gibt sie doch seinem Drängen nach und stimmt schweren Herzens zu, dass sich nur Roran, Eragon und Saphira auf den Weg machen. Es kommt zum gnadenlosen Kampf zwischen den Ra?zac, ihren Eltern, den monströsen Flugrössern und dem Drachenreiter und Saphira.
Kompliziert wird die Lage durch Sloan. Denn in den Kerkern der gefährlichsten Diener des Imperiums schmachtet auch der Vater von Katrina. Der Verräter und Eidbrecher, Mörder und Vasall Galbatorix? bringt Eragon in eine Zwickmühle. Er möchte nicht Richter über den ehemaligen Metzger seines Heimatdorfes spielen, ungestraft freilassen will er ihn jedoch auch nicht. Eragon entscheidet sich schweren Herzens für eine Trennung von Saphira. Er möchte Sloans Schicksal selbst in die Hand nehmen, kann aber dabei weder Roran noch Katrina als Zeugen gebrauchen. Er schickt die wutentbrannte Drachendame mit den beiden nach Hause und macht sich, nachdem er Sloan mit verschiedenen Zaubern belegt hat, die ihn ins Elfenreich streben lassen, auf den Weg. Mitten im Imperium seines ärgsten Feindes und ohne die Unterstützung seines Drachens hat Eragon endlich Zeit, über vieles, was in den letzten Monaten passiert ist, nachzudenken.
Endlich. Jahre des Wartens sind vorbei und die finale Schlacht gegen Galbatorix liegt in den Regalen und erklingt von CD oder MP3.
Finale Schlacht? Weit gefehlt. Aus der Trilogie wird kurzerhand eine Serie, deren Ende nicht mit Sicherheit im vierten Band eingeläutet werden wird. Und die Gründe für diese Erweiterung?
Nun, nach den ersten hundert Seiten oder den ersten zwanzig Tracks der ersten MP3-CD ist man zufrieden über diese Verschiebung. Es geht spannend zu, der Hellgrind wird zu einem echten Showdown genutzt, der einem den Atem raubt und den Blutdruck in ungeahnte Höhen treibt. Dann aber beginnt das große Gähnen. Sämtliche Protagonisten - und derer gibt es viele - gefallen sich in endlosen Selbstgesprächen. In seinem ausufernden, gelegentlich schwülstigen und von schiefen Metaphern nur so strotzenden Text lässt Christopher Paolini Eragon, Saphira, Roran, Nasuada, Saphira und Aria so lange über Nichtigkeiten nachdenken, dass es dem Hörer zu den Ohren wieder herauskommt. So genau wollte man eigentlich nicht wissen, wie sich eine hehre Moral, ein sehr sensibles Gewissen und die Fähigkeit zu machtvollem Töten miteinander vertragen. So sehr wollte man nicht en detail vorgeführt bekommen, dass auch Helden über die Toten, die hinter ihnen im Sand liegen, nachgrübeln. Vor allem, wenn sie gleichzeitig auf einem haushohen Berg Leichen stehen, die sie selbst getötet haben und auch töten wollten.
Immer wieder ist es die Diskrepanz zwischen moralinsaurem Selbstbespiegeln und gnadenlosem Töten, die missfällt und irritiert. Auch die seltsame, nicht hinterfragte Grundidee, dass die Führer einer Armee immer bereit sind, in einem persönlichen, lebensbedrohenden Zweikampf alles aufs Spiel zu setzen, nur um zu beweisen, dass man der brutalere, grausamere und Schmerz länger ertragende Held ist, geht zunehmend auf die Nerven.
Auch wenn viele Gespräche den Hörer glücklich machen, wenn viele Charaktere stundenlang an sich arbeiten dürfen - sie entwickeln sich nicht fort. Weder Aria noch Eragon und schon gar nicht Saphira verändern sich wirklich. Die Ereignisse des dritten Bandes haben bis auf sehr wenige Ausnahmen keine Konsequenzen, lassen nur immer wieder auf Nebenschauplätzen ein wenig Heldenmut aufkeimen und nähern sich doch nicht entscheidend der Frage, ob und wie Eragon und Saphira dem Tyrannen Galbatorix gewachsen sind oder ihn gar besiegen können.
Man hat den Eindruck, dass der Autor immer wieder neue Ideen einfügt, um eben dieser Frage auszuweichen. Und leider niemanden an sich heran lässt, der ihm sagt, dass er auf die Hälfte des dritten Bandes gut hätte verzichten können.
Es ist ein Trauerspiel. Da hört man sich Dutzende von Stunden diesen Text an, hofft, bittet, leidet und sehnt sich nach den Helden der Geschichte und bekommt doch immer nur unwichtige Litaneien zu hören, die seltsam diffus keine der Personen wirklich lebendig und facettenreich erscheinen lassen. Selbst Eragon bleibt ein Abziehbild, das zwischen nicht ernst zu nehmenden Skrupeln und grausamen Taten schwankt und doch nicht vorwärts kommt.
Bleibt das eigentliche Highlight dieses Hörbuchs. Und das ist ohne Zweifel Andreas Fröhlich. Er allein rettet unzählige Textpassagen vor dem Absturz in eine tiefe Schlucht. Er allein sorgt für Spannung, Abwechslung und Kurzweil. Ihm gelingt es, Eragon wie Saphira, die Zwerge, Urgals, Menschen und Elfen zum Leben zu erwecken. Vor allem seine Urgals sind ein solches Ereignis, dass es immer wieder Spaß macht, weiter zu hören. Auch wenn die Geschichte immer wieder unendliche Längen aufweist, Andreas Fröhlich umschifft sie gekonnt, indem er den Geschehnissen eine innere Spannung gibt, eine seelenvolle Pein, eine stimmige Atmosphäre. Diese dreißig Stunden Hörbuch sind durch den Sprecher zu einem zwar immer noch sehr mäßigen, aber immerhin ertragbaren Ereignis geworden.
"Brisingr", so der Originaltitel, ist zu lang, zu abschweifend, zu konsequenzlos. Doch immer wieder ertappt man sich dennoch bei dem Gedanken, dass diese Geschichte nie enden möge. Zu sehr liebt man diesen "dummen Jungen" Eragon, die stolze und doch kumpelhafte Drachendame Saphira, die knurrigen Zwerge und Urgals, die innerlich längst nicht so überhebliche Aria. Auch wenn man auf Nasuada und den meist völlig überflüssigen Roran (und seine Metzeleien) gerne verzichten könnte - sie füllen nur wieder zweihundert gnadenlos unwichtige Seiten - ist doch das Panoptikum an Figuren zu interessant, um sich für immer von ihnen verabschieden zu müssen.
Stefan Erlemann
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355 von 401 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Schwere Enttäuschung...., 31. Oktober 2008
Leider muss ich sagen, dass dieser dritte Band der von einer Trilogie zu einem Ring ausgeweiteten Saga eine herbe Enttäuschung für mich ist.
Ich habe den ersten Band und selbst den zweiten, der bereits einige Längen hatte, sehr gemocht. Trotz sicherlich vieler Kritikpunkte (eindimensionale Charaktere, grausige Dialoge, Klischees etc) haben mich diese Bücher unterhalten und ich habe mit dem Protagonisten Eragon gefiebert. Ein solides Stück Fantasy. Sicherlich kein Meisterwerk, aber eben unterhaltsam und sympathisch.
Ich habe Band zwei als Versatzstück und Bindeglied zum großen Finale gesehen und daher die Längen in dem Buch verziehen und dann kam der dritte Band...
Ich habe mich die ganze Zeit während des Lesens bis einige Seiten vor Ende gefragt: Wann geht die Geschichte endlich los bzw. weiter?
(Ausgenommen die Befreiung Katrinas, die am Anfang ja konsequenterweise stattfinden musste).
Paolini führt die Geschichte nicht weiter fort, es gibt keine neue Entwicklung und das ist sehr enttäuschend für mich. Es gibt keinen Spannungsbogen der sich durch das gesamte Buch zieht, nur ab und zu punktuelle Spannung, reichlich "Action". Das ist aber nur Strohfeuer. Die Spannung fehlt, die den Leser dazu treibt atemlos die Seiten weiter zu blättern. Der Handlungsmotor stottert. Es baut nicht eins auf das andere auf. Keine Handlung die eine weitere Handlung zur unweigerlichen Konsequenz hat.
Der Protagonist stolpert ziellos durch den Roman. "Och jetzt war ich gerade bei den Zwergen, dann geh ich jetzt mal wieder zu den Elfen. Die Schlacht an dem Ort ist vorbei, OK geh ich zur nächsten Stadt". Der Protagonist ist oft viel zu passiv. Man hat nach dem Lesen des Buches nicht das Gefühl, dass er der unausweichlichen Begegnung mit Galbatorix ein Stück näher gekommen ist.
Ich führe das mal auf die fehlende Kompetenz des noch jungen Autors zurück, der scheinbar nicht weiß, wie man Geschichten konsequent weiter entwickelt. Ansonsten käme man wohl zu dem Schluss, da hat ein Erfolgsautor mit dem Verlag und Managern im Rücken mal wieder mächtig Buchstaben ausgespuckt um die Kuh zu melken solange sie Milch gibt, wie es leider so oft in naher Vergangenheit passiert ist.
Zudem hat mich sehr gestört und das wirkt wirklich wie Füllmaterial, dass Nebenfiguren zu Hauptfiguren werden. Insbesondere im Falle Rorans und Nasuadas. Ich weiß nicht, was der Autor mit diesen meines Erachtens für die Geschichte unerheblichen Heldenstories bezweckt. Es ist sehr mühsam sich jedes Kapitel wieder an eine andere Perspektive zu gewöhnen und es hat mir gründlich den Lesespaß verdorben. Zumal der Autor hier leicht übertreibt, die Helden sind zu heldenhaft (Roran (trotz obligatorischer Zweifel)). Es wird nichts wesentliches über Roran berichtet, nur Schlachten, unzählige Schlachten und Tote. Für die Story selbst bringt das aber leider nichts.
Wahrscheinlich hatte Paolini hier Tolkiens Werke im Sinne. Nur hatte Tolkien nie vor ein unterhaltsames Fantasy-Werk zu schreiben, sondern eine Sage im altertümlichen Sinne.
Zumal fällt auf, dass der Autor Streckenweise viel zu sehr Vorgänge beschreibt, die man auch zusammenfassen oder überspringen hätte können (Reisebeschreibung, Kochkünste, Schwertschmiedung etc.). Und manchmal wird zuviel wie in den Bänden zuvor auch (nur hier fällt es mehr auf) ins blaue philosophiert, nur dass es eher Glückskeksartig wirkt, als tiefsinnig.
Was bleibt vom Buch?
Zwei wichtige Informationen, nämlich die Hintergrundgeschichte um Eragons Familie und das Geheimnis von Galbatorix Macht. Der Rest ist letztlich für die Geschichte als ganzes ohne Belang und hätte auch verdichtet werden können.
Die Entscheidung aus der Trilogie ein Ring zu machen war meines Erachtens falsch. Ich werde mir das Finale dennoch zulegen, da ich schließlich wissen will, wie es weiter geht. Ich hoffe inständig nicht wieder enttäuscht zu werden.
Hardcore Fans dieser Saga werden meiner Rezension natürlich nicht zustimmen, die sind froh über jeden Buchstaben aus Alagäesia. Ich für meinen Teil bin der Meinung ein schlecht konzipiertes Buch gelesen zu haben. Das mit Abstand schlechteste der drei. Ich kann den Lesern, die nicht unbedingt Eragon Fans sind nur empfehlen auf Band 4 zu warten und sich den Inhalt von Band 3 aus der anfänglichen Zusammenfassung zu besorgen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Fürchterlich!, 22. Februar 2009
Ja, sie haben richtig gelesen - dieses Buch ist ein Beispiel par excelance für die Entwicklung eines jungen, motivierten Autors zu einem offensichtlich, die angenehmen Seiten des Bestseller-Autor-Daseins genießenden und ausnutzenden Schriftstellers. Dieses Hörbuch umfaßt mehr als zwanzig CD's und alles was wirklich interessant ist für den Fortgang dieser -grundsätzlich tollen- Geschichte passiert auf den letzten drei Silberlingen. Als Fan bin ich enttäuscht von der Qualität des Buches, als Kunde finde ich es eine Unverschämtheit eine -so geplante- Trilogie zu einer Quadrologie auszubauen und dies mehr als offensichtlich aus eher finanziellen denn aus literarisch nachzuvollziehenden Gründen.
Einen Stern, weil weniger nicht geht und einen für die Entwicklung von Rorans Charakter. Ich stimme meinem Vor-Rezensenten zu: Empfand ich die Handlungsabschnitte mit Roran im Vorgänger-Roman eher uninteressant, entwickelt sich dieser Charakter mehr und mehr zu einer immer interessanteren Figur. Aber alles in allem fühle ich mich nach dem Hören dieses Buches als hätte ich ein Fragezeichen auf dem Kopf...
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