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36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Die zwei Türme des Ältesten und die dunkle Seite der Macht, 4. September 2007
Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter hatte ich schon vor einigen Jahren gelesen, fand es gut, aber nicht überwältigend und nachdem ich mich am Ende trotz oder gerade wegen des erheblichen Waffengeklirres und Kriegslärmes furchtbar gelangweilt hatte, war ich zunächst wenig motiviert, es mit der Fortsetzung zu versuchen. Aber nun lag sie eben als Taschenbuch im Buchladen, also her damit. Ich muss gleich dazu sagen, dass ich das Buch nicht bis zum Ende geschafft habe, ich habe nach etwa 500 Seiten aufgegeben und das Buch unserem zwölfjährigen Nachbarsjungen ausgeliehen, der es bei uns auf der Terasse liegen sah und sofort leuchtende Augen bekam, er muss mir dann erzählen, wie es endet.
Mir war dieser Band einfach gar zu langatmig. Seitenlang reist Eragon mit seinem Zwergengefährten und der angehimmeten Elfe Arya quer durch das Land zu den Elfen, es wird entsetzlich viel gedichtet, gesungen und gelitten, alles ist sehr bedeutungssschwer und tiefgründig, es geht um jahrhundertealte Fehden und Konflikte und wenn nicht gerade wie bei Tolkien melancholische Sonette über die Schönheit der Berge und Wälder deklamiert werden, hat Eragon entweder Liebeskummer oder sein Rücken schmerzt. Dann kommt man bei den Elfen an, die ebenso überirdisch wundervoll sind wie man es vom Herrn der Ringe kennt und Eragon erhält einen bis auf die Sprache sehr an Yoda erinnernden Ersatz für seinen verstorbenen Obi- Wan- Kenobi Brom, woraufhin er
a la Luke Skywalker tage - und seitenlang im Wald meditieren und lernen muss, wie eine Ameise zu denken und sich all seinen Ängsten zu stellen, was sicher interessant ist, aber irgendwann einfach nur ein klasse Schlafmittel ist. Man wartet eigentlich nur auf das Auftauchen seines wie Darth Vader keuchenden unbekannten Vaters in einem hohlen Baum......Etwas interessanter und spannungsreicher ist die parallell dazu erzählte Geschichte Rorans. Eragons Cousin muss nämlich quer durch das Land fliehen und bangt nicht nur um sein Leben. Roran ist eigentlich die interessantere Figur, nicht so edel und unfehlbar wie der schwertschwingende Drachenreiter Eragon, sondern ein Mensch mit sehr irdischen Gefühlen und Ängsten.
Fantasy - Liebhaber, die es nicht stört, vielen Motive und Strukturen aus dem Herrn der Ringe oder Star Wars zu begegnen, können sich sicherlich mit der Drachenreiter - Trilogie hervorragend unterhalten. Für Jugendliche ist das Buch mit seiner bildhaften und poetischen Sprache eine gute Abwechslung zum "Voll krass, Alter!"-Slang und bietet eine sicher gute Identifikationsfigur.
Insgesamt muss man mit Geduld und Liebe zu Dichtung und Heldenepen an das Buch herangehen, es bietet natürlich auch spektakuläre Kampfszenen, insgesamt aber weit weniger Spannung und Aktion als der erste Band.
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33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Das einfallslose Imperium schlägt zurück..., 16. Mai 2009
Nachdem schon der erste Teil über viele Strecken nicht mehr als ein billiger Abklatsch von Lucas' Star Wars Saga und Tolkiens "Herr der Ringe" war, kam die Fortsetzung "Der Auftrag des Ältesten" quasi nur auf Bewährung in mein Bücherregal. Tja, gegen die Auflagen, und zwar mal etwas Eigenständiges zu Papier zu bringen, hat der junge Herr Paolini erneut auf ganzer Linie verstoßen.
Mit welcher Dreistigkeit hier eins zu eins übersetzt wird, der ganze Handlungsaufbau auf genannten Vorbildern fußt, verschlägt mir schlichtweg die Sprache. Es als Plagiat zu betiteln würde dieses Buch noch schonen. Vielmehr sollte man wohl von billigem Diebstahl reden, der allerdings wahrscheinlich auch nur denen auffallen wird, die mehr als "Biss zum Morgengrauen" gelesen und mehr als "DSDS" geguckt haben. Bei wem das Allgemeinwissen und die Kenntnisse bei der nächsten Ampel um die Ecke aufhören, der wird vielleicht doch noch seine Freude an diesem "Buch" finden. Mag es für diese Leser ein "neuer, verheißungsvoller Fantasyautor" sein. Ich habe mit diesem Werk mein letztes Buch von ihm gelesen und werde derartige Anmaßung zukünftig finanziell nicht mehr unterstützen. Rufen wir uns noch mal kurz die Story in Erinnerung, um deutlich zu machen, was ich meine, wenn ich von Plagiat und Diebstahl spreche:
Die junge Arya (Prinzessin Leia) wird vom Imperium (Imperium) verfolgt und sieht sich gezwungen ihren wichtigen Besitz, ein Drachenei (Die Pläne des Todessterns), in Sicherheit zu bringen. Per Zufall landet es bei dem Farmerjungen Eragon (Farmerjunge Luke Skywalker). Dieser lebt, ohne Kenntnis von seinem richtigen Vater zu haben, bei seinem Onkel Garrow (Onkel Ben). Kurz darauf wird die Farm vom Imperium (Imperium) aufgespürt und der Onkel getötet. Eragon (Luke) verlässt die verbrannte und zerstörte Farm (verbrannte und zerstörte Farm), und reist von nun an mit einem alten Mentor namens Brom (Obi-Wan Kenobi), ein ehemaliger Drachenreiter (Jedi-Ritter), welcher ihm die Grundlagen der Zauberei (Macht) beibringt. Als der Mentor getötet wird (wie Obi-Wan Kenobi), flieht Eragon gemeinsam mit seinen Freunden zum Verstreck der Rebellen (Versteck der Rebellen), wo sie kurz darauf vom Imperium (Imperium) zum Kampf gestellt werden. Die Rebellen können (Überraschung, Überraschung!) den Kampf für sich entscheiden.
Im zweiten Band reist Eragon nun ins Land der Elfen, um sich dort vom alten Meister Orromis (Yoda) ausbilden zu lassen, der schon Lehrmeister seines Mentors Brom war...
Naaaa, kommt ihnen das bekannt vor? Unnötig zu erwähnen, dass sich Paolini zwar die Story von Star Wars "borgt", die Besetzung aber bei "Herr der Ringe" entnimmt, ohne sich dabei die Mühe zu machen das ein wenig zu verschleiern. Beispiel gefällig? Ra'zac = Nazgul, Urgal = Ork, Elfen = Elben, Zwerg = Zwerg und so weiter. Und wenn man schon dabei ist "leiht" man sich doch noch gleich ein paar nette Locations wie Minas Tirith und benennt sie einfach in Tarnag um. Sie sind schon ein Fuchs, Herr Paolini.
Wenn man das alles beiseite nimmt und versucht zu vergessen, dass der Autor keine eigene kreative Leistung erbracht hat, kommt noch hinzu, dass sich der zweite Band zäh wie ein tagealtes Toastbrot liest. Die Gefährten (ja, genau die) wandern fünfhundert Seiten lang quer durchs Land, pfeifen hübsche Lieder (Paolini versucht erbärmlicherweise Tolkiens Sprachkunst zu imitieren) und bestaunen die Wunder der Natur. Da ist der zweite Handlungsstrang, in dem Eragons Cousin Roran um seine Heimat Carvahall kämpft, doch noch um einiges spannender. Leider aber nicht spannend genug, weshalb ich dieses Buch nach dreiviertel Länge in die Ecke geknallt habe. Für so was ist mir meine Zeit einfach zu schade.
Insgesamt ist "Eragon - Der Auftrag des Ältesten" ein ideen- und seelenloser Fantasyroman ohne Tiefgang, der mit seinem geistigen Diebstahl die Grenzen der Gesetze ziemlich auslotet und hoffentlich nicht die Zukunft des Genres darstellt. Dröge, sterbenslangweilig, stereotyp und ohne eigene Note. Ein absoluter Reinfall!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Drachenmärchen aus einer längst vergessenen Zeit, 24. Juli 2007
Das Märchen um einen Jungen und seinen Drachen, die eine Welt voller Abenteuer erleben, ist vor zwei Jahren sogar schon verfilmt worden! Recht geschunden, aber siegreich ist der junge Adoptivsohn Eragon eines zu Tode gekommenen Bauern aus seiner ersten Schlacht gegen den mächtigen Tyrannen Galbatorix hervorgegangen. Danach ist er zum Helden vieler Elfen, Zwerge und Varden geworden, dennoch sind ihm nicht alle wohlgesonnen.
Die Kräuterfrau Angela hat einen Verräter prophezeit, der aus Eragons eigener Familie stammen soll. Eragon ist sich sicher: Der einzig lebende Verwandte ist sein Cousin Roran - aber niemals würde dieser sich gegen ihn wenden! Doch die Prophezeiung spricht: So wird es kommen, selbst wenn du es zu verhindern versuchst.
"Der Auftrag des Ältesten" setzt nur drei Tage nach der blutigen Schlacht gegen Galbatorix am Ende des ersten Teils an, aus der Eragon siegreich hervorging. Er hat bewiesen, dass er ein Drachenreiter ist, doch schon wartet das nächste Abenteuer auf ihn. Weil sein Cousin Roran von dunklen Mächten erpresst und zu einer Gefahr für Eragon wird, muss er unter starken Rückenschmerzen erneut zu einer großen Schlacht aufbrechen.
Dabei lernt Eragon immer mehr über die Macht der Magie. Mit seinem treuen Drachen Saphira kämpft er gegen die finsteren Mächte, die das Dorf Carvahall bedrohen.
Nicht nur an Rorans Beispiel wird deutlich, wie Paolini es in diesem zweiten Band schafft, viele seiner Charaktere noch differenzierter zu zeichnen. Wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört, wird immer weniger eindeutig, so dass Alagaesia, seine Fantasy-Welt, noch bunter und bizarrer wirkt.
Leser, die sich für den ersten Teil der "Drachenreiter-Trilogie" begeistert haben, werden auch in Teil II ihre helle Freude haben.
Das Märchen hat sich noch einen Schritt weiterentwickelt, sodass man gespannt aud Teil III warten kann.
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