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Er war mein Freund: Ein Zeugnis aus der Nähe
 
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Er war mein Freund: Ein Zeugnis aus der Nähe [Gebundene Ausgabe]

Joachim Cardinal Meisner
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 80 Seiten
  • Verlag: Pattloch (21. März 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3629021565
  • ISBN-13: 978-3629021564
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 12,4 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 431.601 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Nur einer in Deutschland kann über Papst Johannes Paul II. sagen: »Er war mein Freund.« – Joachim Kardinal Meisner. Der Erzbischof von Köln hat davon nie großes Aufheben gemacht. Aber anlässlich der bald erwarteten Seligsprechung des großen Papstes legt er ein persönliches Zeugnis ab – aus Dankbarkeit. Es ist die Geschichte einer großen Freundschaft, die 1975 bei einer Wallfahrt begann. Meisner hält in diesem Buch die bewegenden Erinnerungen und großen Momente mit dem Mann aus Krakau fest, dokumentiert sie mit persönlichen Fotoaufnahmen und lässt uns damit teilhaben an dieser außergewöhnlichen Begegnung: »Die Weggefährtenschaft mit Papst Johannes Paul II. gehört zu den besonderen Geschenken Gottes, die ich in meinem Leben empfangen durfte ...«

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Die Geschichte des Einflusses des Erzbistums Köln auf den Vatikan während der Bischofszeit Joachim Kardinal Meisners ist noch nicht geschrieben. Man wird sie aufgrund des Büchleins "Er war mein Freund. Ein Zeugnis aus der Nähe", das Joachim Kardinal Meisner 2007 veröffentlicht hat, auch nicht schreiben können. Dieses Büchlein gibt die sehr einseitige, eklezistische Sichtweise des Kölner Kardinals wieder, der sich gerne als der Freund Papst Johannes Pauls II. gesehen hätte. Kennengelernt haben sie sich im September 1975 bei einer Wallfahrt der thüringischen Katholiken zum Erfurter Dom, wozu der Erfurter Bischof Aufderbeck den damaligen Erzbischof von Krakau Karol Wojtyla eingeladen hatte (S. 7). Am 25. April 1980 ernannte Papst Johannes Paul II. dann Joachim Meisner zum Bischof von Berlin.
Vier Monate vorher hatte der Papst übrigens am 29. Dezember 1979 Carlo Maria Martini, den Rektor der Päpstlichen Universität Gregoriana, zum Erzbischof von Mailand, der größten Diözese weltweit, ernannt (vgl. Carlo Maria Martini, Mein Leben, 2007, S. 91). Beide Erzbischöfe wurden am 2. Februar 1983 von Papst Johannes Paul II. zu Kardinälen ernannt. Es ist äußerst interessant, die beiden schmalen Büchlein von Carlo Maria Kardinal Martini ("Mein Leben") und von Joachim Kardinal Meisner ("Er war mein Freund. Ein Zeugnis aus der Nähe") nacheinander zu lesen. Man bekommt dadurch auf 92 Seiten und auf 80 Seiten die gesamte Breite der im Kardinalskollegium vertretenen Theologie mit, denn Carlo Maria Kardinal Martini gehört zum progressiven Flügel im Kardinalskollegium, Joachim Kardinal Meisner zum äußersten Rand des erzkonservativen Flügels.
So, wie Carlo Maria Kardinal Martini in seiner Autobiographie auslässt, dass er 2005 im Konklave einer der aussichtsreichsten Kandidaten für das Papstamt war, so läßt Joachim Kardinal Meisner aus, dass er gegen den Willen des Kölner Domkapitels und nur nach Änderung der Wahlordnung durch Papst Johannes Paul II. dann mit sechs Ja-Stimmen bei zehn Enthaltungen 1988 zum Erzbischof von Köln gewählt wurde.
Die beiden Büchlein unterscheiden sich auch darin, dass Carlo Maria Kardinal Martini eine Autobiographie geschrieben hat, Joachim Kardinal Meisner dagegen einen sehr subjektiven Lobpreis der von ihm gewünschten Freundschaft zu Papst Johannes Paul II.
Unstrittig ist sicherlich, dass Papst Johannes Paul II. Joachim Kardinal Meisner sehr unterstützt und gefördert hat. Er hat ihn 1983 in die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, in die Kongregation für das Katholische Bildungswesen und in das Päpstliche Sekretariat für die Nichtglaubenden berufen. Den letzten beiden vatikanischen Gremien gehörte Joachim Kardinal Meisner bis 1993 an. Von 1984 bis 1988 gehörte Joachim Kardinal Meisner der Päpstlichen Kommission "Iustita et Pax" an, von 1990 bis 2000 dem Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog und von 1993 bis 1998 dem Päpstlichen Rat für die Kultur. Ununterbrochen seit 1991 gehört Joachim Kardinal Meisner der Kongregation für den Klerus und der Präfektur für die ökonomischen Angelegenheiten des Heiligen Stuhls an, seit 1995 der Kongregation für die Bischöfe und seit 2002 dem Päpstlichen Rat für die Gesetzestexte. Zudem ist er Kardinalsrat zur Untersuchung der organisatorischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten des Heiligen Stuhls und des Staates der Vatikanstadt. Wann er dazu berufen wurde, ist nicht bekannt. Es scheint so, als hätte Papst Benedikt XVI. nichts verändert am Einflussbereich Joachim Kardinal Meisners im Vatikan. Auffällig ist jedoch sehr, dass von all diesen Tätigkeiten lediglich seine Tätigkeit in der Kongregation für den Klerus in der biographischen Übersicht am Ende des Buches "Er war mein Freund. Ein Zeugnis aus der Nähe" erwähnt wird (S. 80).
Die mangelnde Offenlegung tatsächlicher Machtbeziehungen und eine stellenweise atemberaubende Geschichtsfälschung durchziehen das schmale Büchlein. Gleichzeitig wird es durch diese Eigenschaften besonders lesenswert. Joachim Kardinal Meisner hat sich in den vergangenen Jahren häufig mit sehr strittigen Äußerungen in den Medien zu Wort gemeldet. Das Büchlein "Er war mein Freund. Ein Zeugnis aus der Nähe" zeigt, dass sich seine subjektive Weltsicht hineinzieht bis in sein Verhältnis zu Papst Johannes Paul II. Unglaublich ist auch, dass die von Joachim Kardinal Meisner verbreiteten theologischen Wortschöpfungen und theologischen Neuinterpretationen nie zu disziplinarischen Konsequenzen geführt haben und der Schutz durch den verstorbenen Papst Johannes Paul II. und durch den ehemaligen Präfekten der Glaubenskongregation Joseph Kardinal Ratzinger werden hier mehr als überdeutlich. Jeder Dorfpfarrer in der abgelegendsten Gegend der Welt hätte mit disziplinarischen Konsequenzen rechnen müssen. Joachim Kardinal Meisner wurde noch nicht einmal gerügt oder ermahnt. Dies zeigen seine immer neuen Auflagen seiner sehr strittigen Äußerungen.
In dem Büchlein "Er war mein Freund. Ein Zeugnis aus der Nähe" finden sich fünf theologische Wortkreationen und theologische Interpretationen, die in dieser Form einmalig sind und die zeigen, dass Joachim Kardinal Meisner nicht an einer biblischen und exegetischen Fundierung seiner Wortkreationen interessiert ist. 1. Kardinal Meisner behauptet, der Papst habe eine "marianische Geographie" entworfen: "In Tschenstochau war Maria den Polen eine Polin, in Guadelupe den Südamerikanern eine Südamerikanerin, in Altötting den Deutschen eine Deutsche, in Mariazell den Österreichern eine Österreicherin, in Lourdes den Franzosen eine Französin und in Fátima den Portugiesen eine Portugiesin" (S. 10). Diese Inkulturation erinnert an Paulus, der im ersten Brief an die Korinther geschrieben hat, er sei den Juden ein Jude geworden und denen ohne Gesetz wie einer ohne Gesetz (1. Korintherbrief Kapitel 9 Verse 20-22). Allerdings implizieren die Sätze Joachim Kardinal Meisners eine Realpräsenz Marias in Tschenstochau, Guadelupe, Altötting, Mariazell, Lourdes und Fátima, die nicht nur völlig unbiblisch ist. Sie kann auch nicht aus der katholischen Lehre oder den Enzykliken über Maria abgeleitet werden. 2. Aus der Ebenbildlichkeit des Menschen, wie sie in der Schöpfungsgeschichte genannt ist, leitet Joachim Kardinal Meisner ab: "Diese Ebenbildlichkeit des Menschen mit Gott ermöglichte ihm dann, dass er selbst Mensch werden konnte. Damit hat er dem Menschen die Gottfähigkeit verliehen, d.h. der Mensch wird fähig, gleichsam mit Gott an einem Tisch zu sitzen, wie es in der Eucharestie Wirklichkeit geworden ist." (S. 14) Zum einen würde man es der Allmacht Gottes und seiner Liebe zu den Menschen zuschreiben, dass Gott in Jesus Christus Mensch geworden ist. Dass Gott sich selbst an die Ebenbildlichkeit des Menschen binden muss, um dann in Jesus Christus Mensch zu werden, ist völlig unbiblisch und entspricht nicht den altkirchlichen Konzilsaussagen über die Gottessohnschaft Jesu Christi.
Theologisch völlig fragwürdig wird es, wenn Joachim Kardinal Meisner schreibt, dass dem Menschen die "Gottfähigkeit verliehen" (S. 14) wurde. Sowohl katholische wie evangelische Theologie geht davon aus, dass der Mensch allein durch die Sündenvergebung Gott nahe kommen kann, ein großer gradueller und qualitativer Unterschied bleibt immer bestehen, da der ewige Gott allmächtig und allgegenwärtig ist und ohne Sünde. Die Sündenvergebung wiederum ist auch nicht in der Menschwerdung Jesu Christi begründet, sondern in seinem stellvertretenden Tod am Kreuz und in seiner Auferstehung.
3. Die Deesis-Ikonen der Ostkirche zeigen in der Mitte Jesus Christus, links von ihm seine Mutter Maria und rechts von ihm Johannes den Täufer. (S. 19) Das ist soweit korrekt. In der katholischen Kirche sind jedoch meist Jesus Christus, Maria und Johannes der Evangelist zu sehen. Joachim Kardinal Meisner zufolge soll Papst Johannes Paul II. bei einem Zweiergespräch gesagt haben, die ostkirchliche Ikonographie zeige, "dass Christus bei seiner Menschwerdung auf alles verzichtet hat, nur nicht auf eine Mutter und auf einen Taufpriester. Muttersein und Priestersein gehören auf das innigste zusammen. Wo die Frau und Mutter nichts mehr gilt, dort hat auch der Priester keine Chance mehr." (S. 19) Ob sich dieses Zweiergespräch so zugetragen hat, können Außenstehende nicht bezeugen oder verneinen. Festzuhalten bleibt, dass sich die Deesis-Ikonen in der Ostkirche auf mittelalterliche Darstellungen des Jüngsten Gerichts beziehen und keine Darstellungen sind, die eine Aussage über die Inkarnation, also die Menschwerdung Jesu Christi, treffen wollen. Nimmt man die in der katholischen Ikonographie übliche Variante, dass Johannes der Evangelist rechts neben Jesus Christus zu sehen ist, so kommt ein "Taufpriester" in dieser Variante gar nicht vor. Es würde sich also bei der Interpretation, dass Christus bei seiner Menschwerdung auf alles verzichtet habe, nur nicht auf seine Mutter und auf einen Taufpriester um eine völlig singuläre religiöse Fantasieaussage handeln, die ikonographisch und traditionell nicht gedeckt ist.
4. Im gleichen Gespräch soll Papst Johannes Paul II. eine Trinitätsikone erwähnt haben, die in Polen und in der Ukraine weit verbreitet sei. Lesen Sie weiter... ›
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