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Er oder Ich: Roman [Taschenbuch]

Sten Nadolny
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 264 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 2 (September 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492234003
  • ISBN-13: 978-3492234009
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 12,1 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 412.979 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Sten Nadolny
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Zwischen dem Schreiben über einen einzelnen und dem Schreiben über eine Generation, zwischen Schrift, Ironie, Scherz, Trauer und Ernst läßt Sten Nadolnys Buch eine wunderbare Balance.« Bernhard Schlink in der »Welt«

Kurzbeschreibung

Ole Reuter, alt gewordener Stratege, Humorist und Melancholiker, nimmt sich einen Monat Auszeit: Er reist erneut mit einer Netzkarte per Bahn durchs Land, um zum früheren Lebensgefühl zurückzufinden. Das Ergebnis sieht eher nach einem Teufelspakt aus. Denn diesmal begleitet ihn auf Schritt und Tritt – irgendwann merkt er es – ein kühl analysierendes Alter ego. Wird dieser Beobachter ihn ins Verderben bringen? »Zwischen dem Schreiben über einen einzelnen und dem Schreiben über eine Generation, zwischen Schrift, Ironie, Scherz, Trauer und Ernst läßt Sten Nadolnys Buch eine wunderbare Balance.« (Bernhard Schlink in der »Welt«)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Es liest! 12. April 2000
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
"Er oder Ich" ist anfangs gekonnter Katzenjammer. Katzenjammer über die barocken 80er, in denen man konsumiert und genossen und bei aller Völlerei vergessen hat, den Kopf zu versorgen.

Damals genügte es, sich bestimmte Bücher zu kaufen und mehr oder weniger dezent herumliegen zu lassen anstatt sie zu lesen. Es genügte, vielleicht mal eine Rezension zu lesen und dann so zu tun als ob. Die 90er, blitzschnell vorbei, brachten nicht nur abgebrannte Konten sondern auch wüstenleere Köpfe und es gerät auf sämtlichen Gebieten zu elender Quälerei, auf dieser Brache etwas anderes als Unkraut gedeihen zu lassen. So ähnlich bewegt sich der multiple "Held" durch den Roman und der Leser quält sich desorientiert wie er durch eine Welt, in der man sämtliche Dörfer auf Mallorca kennt, aber nicht weiß, wieviele Bundesländer das eigene Land jetzt hat.

Manche Orte sind real erlebt, andere im vorbeihuschenden Abteilblick eher virtuell gesehen. Diese schwankende Authentizität schafft eine gewisse Leere und Oberflächlichkeit beim Lesen, die jedoch vom Autor durchaus beabsichtigt wirkt. Die Engel tauchen wie aus anderen Büchern (Petrolio, Die Entdeckung des Himmels) eingeflogen auf und vermitteln ein gewisses déjà vu. Und dieses Buch fließt nicht. Als Leser fühlt man sich dazu verdammt, dem Rinnsal einen Graben schaufeln zu müssen, damit es denn fließe.

Und damit ist es ein treffend ehrliches Buch über unsere Zeit und uns selbst. Mehr als einmal stellt es unsere Bildung und deren Gewichtung in Frage. Haben wir gerecht verteilt? Kopf? Herz? Oder gar nur auf gewisse Schwimmreifen, mit denen es sich gemütlich dahindümpeln lässt?

Irgendwann fängt das Buch an, uns zu lesen. Und damit beweist es, dass es noch vortreffliche Handwerker unter den deutschen Autoren gibt. Nadolny modelliert seine Figuren und ihre Sätze und hebt sich damit wohltuend vom Mainstream der ichbezogenen Nabelschau ab. Vielleicht haben wir ja nach all dem Tagebuchbrei des neuen Nachwuchses das anspruchsvolle Lesen verlernt.

Es war höchste Eisenbahn für dieses Buch.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
und ehrlich geb ich zu: beim Ersten Mal hab ich einiges verpasst. Doch das unbedingt lesenswerte an Nadolny's Buch, abgesehen von seiner form- u. fabulierenden Stärke ist eindeutig gerade das Verwirrende. Nach dem zweiten Mal durchschaut man die Tagebuchstruktur, dann erst kommt die (Er-)Lösung und man wird als Reziepent durch ein herrlich groteske, dennoch wahrhaftige, triviale Lebenssituation des Protagonisten geschleust, im vorbeischauen erkennend, das Abgründe gar nicht weit weg von der Normalität sind.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Als Sten Nadolny 1981 in seinem ersten Roman „Netzkarte" seinen Helden Ole Reuter einen Monat lang kreuz und quer durch Deutschland reisen ließ, gelang ihm eine erfrischende Hommage an das Bahnfahren. Reuter, gescheiterte Lehrer auf der Suche nach einer Zukunftsperspektive, nimmt lebensgierig Landschaft, Erlebnisse und Bekanntschaften auf. Leider hat Nadolny, der vor allem durch den Beststeller „Die Entdeckung der Langsamkeit" bekannt wurde, seinen Helden nach 20 Jahren für einen Fortsetzungsroman wiederbelebt. Gealtert und erneut in einer Lebenskrise steckend, versucht Reuter eine Wiederholung der Therapie per Netzkarte. Doch der Reisende nimmt nichts mehr wahr von den Strecken, die er bereist. Je weiter er sich im Eisenbahnnetz verfängt, desto mehr verfällt er psychisch. Nadolny braucht um die Geschichte zu erzählen einen großen Aufwand, muss zum Beispiel sogar Engel eingreifen lassen. Das macht das Buch mühsam zu lesen und das Unhappy-End unmotiviert.
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Die neuesten Kundenrezensionen
ER oder ICH, ICH oder ER, Bücher schreiben ist nicht schwer!
Es scheint so, daß dieses Buch von Sten Nadolny frei nach diesem Motto verfaßt ist. Der Titel macht bereits mißtrauisch, läßt eine Nabelschau... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. August 2007 von Edgar Hauster
einigermassen überzeugend
an seine perle „die entdeckung der langsamkeit" ist sten nadolny nie wieder herangekommen. auch mit „er oder ich" nicht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. August 2005 von Karl Zaminer
Wert zu lesen
Das Meiste ist bereits in den anderen Rezensionen gesagt. Was mich begeistert hat ist der sprachliche Witz, der in diesem Buch immer wieder unterschwellig auftaucht. Lesen Sie weiter...
Am 6. Februar 2004 veröffentlicht
Auch wüsst' ich nur ... !
Dieses Buch werden viele nicht verstehen. Denn Nadolny gibt sich alle Mühe, in jeder Hinsicht größtmögliche Verwirrung zu schaffen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Juli 2003 von Max Schwurbel
Nadolny nicht ganz auf der üblichen Höhe
Man kann dieses Buch auch gut lesen, ohne seinen Vorgänger "Netzkarte" zu kennen, man findet sich auch so gut in das Personal und seine Geschichte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Januar 2003 von Agatha Blanc-Sec
Ein feines Gewerk
Handwerklich perfekt, tiefgründig und doch humorvoll. Viele Sätze: Literarische Blitzlichter! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Januar 2003 von "frankschmale"
Spiel mit der Realität
Für alle, die Spaß an der Ironie des Alltäglichen haben und gerne mit der Realität spielen, ist dieses Buch lesenswert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Januar 2002 von Frank Rothenpieler
Immer langweiliger
Ich war gespannt auf das Buch von Sten Nadolny. Auch wenn ich nach "Ein Gott der Frechheit" enttäuscht war, erinnerte ich mich an seine anderen Bücher... Lesen Sie weiter...
Am 2. Januar 2002 veröffentlicht
Eine Gesellschaftsbiographie
Spieglein, Spieglein in der Bahn, wann befällt mich auch der Wahn?

Ole Reuter ist am Arsch. Er wurde ein Opfer seiner selbst. Lesen Sie weiter...

Veröffentlicht am 15. September 2000 von Heiko Walkenhorst
Mit Non-Stop-Zugfahren und Erzähltheorie zum Leser
Wer selbst viel Zug fährt, und dies im allgemeinen gerne tut, wird einen guten Zugang zu Nadolnys Roman finden; denn deutlich wird: Der Weg kann das Ziel sein, fahren um des... Lesen Sie weiter...
Am 25. Januar 2000 veröffentlicht
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