Beim ersten Hinhören kommt einem das neue Album von NPM vertraut vor. Die atmenden, langgezogenen, klagenden und elektronisch verfremdeten Trompetentöne, die dunklen Klanglandschaften, das alles kennt man von den vorangegangenen Alben des Norwegers. Wenn man jedoch genauer hört, dann hat sich einiges verändert. Der Gesamtklang ist zwar immer noch dunkel, doch wirkt er irgendwie weicher, wärmer und vor allem verspielter. Viele Klangschnipsel, manche eher verhalten und verwaschen im Hintergrund, einige scharf und hell im Vordergrund machen Lust auf konzentriertes Verfolgen der Musik. Auch die Verwendung von Stimmen ist ein neuer Aspekt. Ein Stück sticht besonders heraus: "Only these things count" ist ein richtiger Song, sehr lyrisch, mit Sidsel Endresen am Mikrofon und Magne Furuholmen (A-ha!) am Piano. Kleines Detail am Rande: Dieses Stück ist auch das einzige der Platte, dessen Titel aus mehr als einem Wort besteht!