für viele stellt jarre's erstling "oxygene" den himmel auf erden dar, doch für mich persönlich geht equinoxe klanglich noch eine spur weiter, klingt feiner und interessanter. auch die kompositionen (nebst ausnahmen) erscheinen für mich verspielter, reifer, als auch energischer und grooviger. man höre sich vor allem die bass-sequenz im intro von equinoxe VII an, die teilweise schon funky anleihen in sich trägt.
part II besticht durch seine ruhe, und kosmischen phaser-sounds, die die stimmung von oxygene weiterführen. part III fasziniert mich vor allem wegen den extremen glockigen sounds, die frequenzmässig das antialiasing im cd player auf die härteste probe stellen. part IV war schon immer eines meiner lieblingsstücke durch die energie, die davon ausgeht, genauso wie ich das gewaltige unvermittelte gewitter-intro von part V immer geliebt habe.
jarre lässt hier seinen klanglichen einfällen freien lauf und zaubert arpeggios und klangläufe, die wahrscheinlich in mühevollster handarbeit eingespielt werden mussten. für mich eines seiner besten werke, wundervoll und druckvoll abgemischt, das klanglich seinesgleichen sucht und den sound der guten alten analog-synthesizer im besten licht präsentiert, ohne jemals plasik-mässig oder kalt zu klingen.