Keine Alternativen? - Hier sind sie!!
Gelangt man in diesem Buch einmal über das erste Viertel hinaus, das ein
Feuerwerk der "unerwünschten Nebenwirkungen" unseres Treibens auf diesem
Planeten darbietet, so fragt man sich zunehmend, warum wir uns seit
Jahrzehnten durch das Jammertal zunehmender Katastrophen schleppen. Die
Autoren warten mit einer verblüffenden Vielfalt an Alternativ-Beispielen in
so unterschiedlichen Bereichen wie Ökologie, Wirtschaft, Demokratie,
UN-Reform etc. auf (deren Zusammenhänge ebenfalls aufgezeigt werden), dass
man sich fragt, warum "wir" trotzdem die Wege weiter gehen, die sich seit
langem so offensichtlich als Sackgassen herausstellen. Angeblich gibt es ja
keine Alternativen: zum Neoliberalismus der Wirtschaft, zur Demokratisierung
der Welt à la Georg W. Bush, zu Armut, Hunger und Tod vieler Mitmenschen auf
dieser Erde. In diesem Buch findet man sie, und man findet auch die
Einsicht, warum sie derzeit keine Chance haben: weil nur erlaubt ist, was
den Großkonzernen nützt. Kleine, dezentrale und ressourcenschonende
Lösungen, durch die Natur und viele Menschen am Ort profitieren, sind
unerwünscht. Gefragt sind Großtechnologien, die einen hohen Kapitaleinsatz
erfordern - und damit auch hohe Profite versprechen. Am Ende des Buches wird
dann noch ein Modell zur Umsetzung des vorgeschlagenen "sozioökologischen
Wirtschaftskonzepts" entworfen. Alles in allem eine erstaunliche Arbeit
zweier "Normalos", die sich trauen, die Alternativlosigkeit in Frage zu
stellen und Konzepte zu entwickeln, die sowohl langfristig als auch
ganzheitlich und nachhaltig sind.