diese scheibe schliesst völlig nahtlos an "no pussyfooting" oder "evening star" an.
das ist musik, die ausschliesslich durch den kopf gehört werden will und von dort aus vielleicht das herz, aber sicherlich nicht die beine erreicht.
diese beiden ausnahmemusiker - die beide ein wenig die rockmusik der 70er mitgeprägt haben, fripp mit seiner innovativen und völlig eigenständigen band "king crimson" mit der er das mellotron und das roboterhafte gitarrenspiel salonfähig machte und eno der neben bryan ferry für den seltsamen sound von "roxy music" verantwortlich zeichnete - haben zusammen die von eno "erfundene" ambient music irgendwie weiterentwickelt.
das ist in anderen sphären schwebende, für stille meditationen, aber auch zum abheben und ebensogut zum einschlafen geeignete musik ohne grobe töne und jegliche agression.
die beiden verstehen sich blind, fripp mit seinen sparsamen und behutsamen gitarrensounds, eno mit seinen wabernden klangkaskaden.
zu schade für ambient, für den hintergrund, für manche auch sicher zu langatmig oder gar langweilig. die beurteilung liegt - wie immer bei großer kunst - im gehirngekröse des users. ich jedenfalls mag das sehr...
der sound ist sehr gut, besser belichtet und durchhörbarer als bei den obgenannten werken, aber eigentlich völlig egal, weil als demonstration für das soundvermögen einer anlage ist diese musik so gar nicht zu gebrauchen und das ist auch gut so.
hardcore-ambientler werden ihre freude daran haben, BPM-freaks sollten woanders suchen...