Nach über 1800 Negativen und Fotos (Positiven) habe ich mittlerweile genügend Erfahrungen gesammelt, um den Epson Perfection V330 Scanner beurteilen zu können. Vor einigen Jahren habe ich bereits mit einem anderen Scanner etliche Fotos (Positive) eingescannt, von denen ich keine Negative mehr hatte bzw. diese "verlegt" waren. Mit einer Auflösung von 300dpi erzielte ich bereits gute Ergebnisse. Nun habe ich aber einige Negative wiedergefunden und kann nur über den deutlichen Qualitätsunterschied staunen. Waren meine damaligen Ergebnisse mit der Software am PC noch relativ flau und dunkel, werden hier bereits die Positive im Standard Modus überraschend klar, deutlich und hell reproduziert. Benutzerdefiniert habe ich nun aber 600dpi eingestellt, wobei ich den Scanner übrigens am MAC betreibe.
Sehr begeistert bin ich aber von der Scan-Qualität der Farbnegative. Hier habe ich den Professionellen Modus mit einer Auflösung von 2400dpi eingestellt, Bildtyp 24 Bit-Farbe, Zielgröße Original. Die unscharfe Maske ist aufgrund meiner Erfahrung mit niedrig ebenso wie die Staubentfernung optimal eingestellt. Die Kornreduzierung habe ich selten aktivieren müssen. Bei einer späteren Nachbearbeitung kann man dann tlw. noch deutlich mehr rausholen.
Wichtig bei allen Aktivitäten ist aber, dass insbesondere die Glasfläche des Scanners, ebenso wie die Negative oder Fotos staubfrei sind. Bewährt hat sich hier neben einem Blasebalg (für die digitale SLR) noch ein weiterer kleiner Staubpinsel und ein Mikrofasertuch. Die Glasfläche habe ich somit vor jedem Scanvorgang wieder überprüft. Trotzdem musste ich den einen oder anderen Vorgang wiederholen, obwohl die Staubreduzierung aktiviert war: richtige Flusen etc. sieht man dann ggf. leider doch.
Die Arbeit wurde aber auch belohnt. Ich bin mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Einige Fotos habe ich dann später noch optimiert, das ist aber Geschmacksache. Eine entscheidende Frage ist auch, was man später mit den Fotos vorhat. Verschwinden diese auch wieder im Nirwana ? Ich bevorzuge z. B. (als Apple-Fan) den Import über iPhoto, um dann die Bilder mit Schlagworten umfangreich zu versehen und die Bilder dann auf dem MAC oder auch auf dem iPad betrachten zu können. Das ist kein Vergleich zu den früheren kleinen Ausdrucken auf Papier und kann auch auf dem TV oder Beamer in einer Fotoshow begeistern.
Kurzum: eine sehr sinnvolle Investition und Alternative zum Dia-Duplikator (z.B. als Aufsatz vor einer digitalen SLR). Da das Gerät außerdem auch normal scannen kann und der Deckel verstellbar ist (für dicke Vorlagen), stehen den Einsatzmöglichkeiten wenige Grenzen im Weg.