Der Scanner verspricht laut Hersteller eine Auflösung von 6400dpi. Von diesen Zahlen sollte man sich beim Kauf aber nicht täuschen lassen: gerade beim Scannen von Negativen und Dias werden die Schwächen der Mechanik offenbar. 6400dpi sind hier reines Wunschdenken - aber brauchbare Ergebnisse bis zum A4-Format sind durchaus drin.
Wichtig: die automatischen Bildkorrekturen sollte man alle komplett abschalten - auch die automatische Kratzerkorrektur ICE. Während erstere Ergebnisse produzieren, die alles andere als brauchbar sind, verlängert letzteres die Scanzeit enorm (allerdings ohne Beeinträchtigung der Bildqualität...). Notwendige Farbkorrekturen macht man dann besser mit der Bildbearbeitung (Adobe Photoshop Elements 4 liegt dem Scanner bei - für den Hausgebrauch ausreichen, nur leider mit Macken beim Betrieb unter Vistas - hier hätte Epson besser aufpassen können und vielleicht besser Corel Paintshop 10 oder neuer beigelegt).
In Tests hat der Perfection V500 die besten Scanergebnisse für Dias/Negative bei Flachbettscannern mit Durchlichteinheit erzielt. Wer also mehr Qualität für seine Analog-Sammlungen will, sollte sich bei den reinen Filmscannern umschauen - und da dann eher im Profi-Bereich.
Die Verarbeitung des Scanners ist ansonsten ok. Die Treiber funktionieren problemlos (und sind vor allem sehr klein). Die automatische Bilderkennung funktioniert gut. Die Filmhalter sind in der Anwendung gut, könnten aber besser verarbeitet sein. Vor allem die Filmfixierung ist nicht optimal, aber da gibt es auch schlimmeres...
Insgesamt 4 Sterne für ein gutes Produkt, dem aber zu 5 Sternen mehr Ehrlichkeit bei der Angabe der Auflösung und eine bessere Bildbearbeitung fehlen. Für den Hausgebrauch empfehlenswert.