Ich las vor Kurzem, dass Joey-Darsteller Matt LeBlanc für seine Rolle in "Episodes" einen Golden Globe gewonnen hat. Berechtigerweise fragte ich mich, was für eine Serie das sein muss, da man LeBlanc so eine Auszeichnung nach dem sehr mäßigen "Joey" und den seichten Auftritten bei "Friends" nicht unbedingt als Kandidaten dafür gehandelt hätte.
Also schnell bei Veevr die erste Episode testgeschaut ' und ich war wirklich überrascht! Herrliche Dialoge, trockener Witz und eine beschwingte Musikuntermalung machen "Episodes" zu einem richtigen Seriengenuss. Außerdem angenehm: Kein Klatschband, keine platten Albernheiten, auch mal Platz für Ruhe und Gedanken. Die Schauspieler und insbesondere LeBlanc passen bestens zu ihren Rollen, die Charaktere überzeugen trotz deutlicher Überzeichnung. Gerade das macht den Charme von "Episodes" aus: Alles wirkt herrlich skurril und doch möchte man glauben, dass die Plastik-Welt Hollywood auch in Wirklichkeit nicht anders ist. Auch Matt LeBlanc, der sich in einer adaptierten Version selbst spielt, kann man sich so vorstellen. Das passt einfach.
Ganz klare Empfehlung für Freunde von hintergründigem Humor. Besonderes Schmankerl: Der englische Akzent der beiden Hauptdarsteller Tamsin Greig und Stephen Mangan. Ein Traum!