Aus der Amazon.de-Redaktion
Kataklysm klingen ungefähr so kompliziert, wie sie heißen. Hier wird Death Metal nicht als stumpfe Metzelei, sondern als vielschichtige Kunstform zelebriert, was den Hörer schon mal in den Gehörgangwahnsinn treiben kann. Die Kanadier jonglieren nämlich ungeniert mit Tempi, Tonalitäten und anspruchsvollen Riff-Kaskaden. Die Break-Überraschungen und plötzlichen Übergänge von rasanten Blastspeed-Parts zu epischen Midtempo-Klangwänden werden jedoch deutlich effizienter und ohrenfreundlicher als in frühen Jahren eingesetzt. Diverse Passagen wie beispielsweise der Anfang von "When Time Stands Still" sind sogar regelrecht relaxt ausgefallen. Kataklysm schaffen es tatsächlich, mitten in ihrem Todesblei-Wahn die eine oder andere ruhige Kugel zu schieben, was dem guten Songmaterial endgültig die Krone aufsetzt und zusammen mit dem herben Gesang und der fürstlichen Gitarrenarbeit die großen Pluspunkte von
Epic - The Poetry Of War ausmacht.
--Michael Rensen
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