Das Buch ist echt klasse, mal was ganz anderes im Trott der medizinischen Fachbücher. Unverblümt erzählt die Autorin von ihrem ersten Jahr mit einer Krankheitsform die sie nicht kennt, über eine Krankheit von der sie bisher nur gehört hat. Das alles witzig verpackt in eine Geschichte, die vor Ehrlichkeit nur so strotzt. Die Aurorin zeigt, dass man sich mit einer gehörigen Portion Selbstironie auch wieder selbst aus dem Loch in das man gefallen ist befreien kann. Außerdem ist es eine Lektüre die zeigt, dass Kranke, nicht nur Epileptiker, ganz normale Menschen mit alltäglichen Problemen sind, die versuchen ein ganz normales Leben zu Führen und auf die Akzeptanz und nicht den Ausstoss der Gesellschaft (ihrer Umgebung) hoffen. Ich habe das Buch mit viel Schmunzeln gelesen und war begeistert zu Erfahren wie man mit dieser Krankheit umgehen kann. Ich selbst bin von der Epilepsie betroffen und auch mir hilft mein Humor die Sache locker zu sehen und die teils sehr starken Schmerzen nach einem Anfall zu überwinden. Oft werde ich gefragt, wie sich solch ein Anfsall eigentlich anfühlt. Ich sage dann immer, man kann es sich in etwa so vorstellen wie einen heftigen Wadenkrampf. Bei einem epileptischen Anfall ist halt eben dann nicht "nur" die Wade im rechten, oder linken Bein verkrampft, sondern eigentlich der ganze Körper. Man spürt jeden einzelnen, kleinen Muskel', falls man nicht während des Krampfes vor Schmerzen bewusstlos wird. Nach einem Anfall habe ich immer sehr starke Kopfschmerzen und mehr oder weniger starken Muskelkater. Es kommt eben immer ganz darauf an, wie stark der einzelne Anfall war. Durch seine nicht zu kleine Schrift und die lockere Art des Schreibens lässt sich das Buch sehr gut lesen. Ich empfehle es darum sehr, nicht nur für Betroffene um sie aus ihrem Loch zu führen, sondern auch für deren Umgebung, um zu zeigen wie man damit umgehen kann.