Eigentlich ist Eona ein 16-jähriges Mädchen. Doch wer möchte schon ein Mädchen sein, wenn man als Junge so viel erreichen kann? Mithilfe ihres Meisters verwandelt sie sich in den 12-jährigen Eon, um an den jährlichen Auswahlen für den neuen Drachenanwärter teilzunehmen.
Fände jemand die Wahrheit über sie heraus, würde man sie töten. Doch Eona hätte nie gedacht, dass nur die Wahrheit sie retten kann und dass man am Ende immer zu dem stehen muss, was man ist.
"Eona - Drachentochter" ist der erste Teil von Alison Goodmans Reihe. Zwar ist das Schema, dass man sich selbst wiederfinden muss, um zu gewinnen, nichts neues, aber selten wurde es so packend und mitreißend erzählt.
Auf den ganzen 521 Seiten wird es garantiert nicht einmal langweilig. Eona ist ein komplizierter Charakter, der sich in einer Lage findet, mit der er selber nichts anzufangen weiß. Zu Beginn kann sie sich noch auf die Leute in ihrem Umfeld verlassen, doch dieses Umfeld bricht immer mehr auseinander. Bald findet sie sich alleine zwischen den feindlichen Reihen. Sie muss die Führung über die wenigen Leute übernehmen, die ihr noch loyal zur Seite stehen.
Die Welt, die Goodman um die Charaktere erschafft, ist komplett anders, als alles, was man bisher kennt. Keine Vampire, Werwölfe oder Dhampire zieren ein schon bekanntes Bild, sondern Drachen aus Energie, bunte Farben und die verschiedensten Gerüche werden zu etwas zusammengesetzt, was entfernt an die chinesische Kultur denken lässt.
"Eona - Drachentochter" ist ein Roman für alle Altersgruppen. Diese Tatsache, und dass die Autorin auch aus Australien kommt, zwingt einen Vergleich zu den Trudi Canavan-Romanen fast auf. Fest steht, dass Alison Goodman sich nicht zu verstecken braucht. Sie hat ein wahnsinniges Talent, das Trudi Canavan in vielen Bereichen übertrifft.
Momentan arbeitet Goodman an dem Folgeroman von "Eona - Drachentochter". Man kann also sehr gespannt sein, wie es weitergeht.