Produktinformation
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Bereits im Vorwort gefällt mir die Aussage, daß in einigen Fällen die Verfasser der verschiedenen Artikel zu unterschiedlichen, ja sogar sich widersprechenden Ergebnissen gelangen. Dort sprechen die Herausgeber z.B. gleich mit Recht die oft „mythisch überhöhten Opferzahlen" an. Diese Grundstimmung, weg vom Schwarz-Weiß der immer wieder aufgewärmten und ungeprüft übernommenen Zahlen und Geschichten, gefällt mir sehr an dem Buch. Auch im Lexikon finden sich einige Beiträge, die viele der unreflektierten Aussagen anderer Veröffentlichungen endlich einmal relativieren und wissenschaftlich fundiert widerlegen. Als zwei Beispiele seien hier nur die Stichworte „Kriegsfreiwillige" (Benjamin Ziemann) und „Langemarck-Mythos" (Bernd Hüppauf) genannt.
Eine weitere große Stärke der Enzyklopädie ist meiner Meinung nach die Fülle und Auswahl der Autoren. Bereits ein erster Blick in das Verzeichnis machte mich neugierig. Ich habe zunächst gezielt nach Beiträgen mir bekannter Autoren, wie z.B. dem leider inzwischen verstorbenen German Werth, Benjamin Ziemann, Bernd Ulrich oder Prof. Hew Strachan gesucht. Mir gefällt, daß die Enzyklopädie auch für „Hobbyhistoriker" oder Schüler sehr gut lesbar und verständlich geschrieben ist. Anhand der genauen Quellenangaben können die verschiedenen Themen weiter vertieft werden.
Interessanterweise scheint mir das Buch allerdings in den Buchgeschäften nicht sehr präsent zu sein.
Die Enzyklopädie Erster Weltkrieg wird sicher ein Standardwerk werden (für mich persönlich ist es das jetzt schon). Es sollte in keiner Bibliothek, Schulbücherei, aber auch in keinem privaten Archiv interessierter Hobbyhistoriker fehlen.
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