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Enzyklopädie der Alltagsqualen: Ein Trostbuch für den geplagten Zeitgenossen [Gebundene Ausgabe]

Hannes Stein
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

Februar 2006
Das moderne Leben ist eine Zumutung. Es wäre kaum zu ertragen, wenn es nicht so viele Chancen zum Jammern und Klagen böte. Von der Deutschen Bahn bis zur Warteschleife am Telefon, vom Fahrkartenautomaten bis zur Freisprechanlage – so rückhaltlos und originell gejammert wie hier wurde noch nie. Wer in der modernen Welt überleben will, braucht Hannes Steins kraftspendendes Trostbuch.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 291 Seiten
  • Verlag: Eichborn; Auflage: 1., Aufl. (Februar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821857692
  • ISBN-13: 978-3821857695
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 13 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 626.138 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Das Leben ist eine Zumutung, und auch noch eine verdammt kurze. Von solchen hübschen Paradoxien lebt Hannes Steins Enzyklopädie der Alltagsqualen und nimmt sich die Freiheit zu einem unterhaltsamen Rundumschlag: Da werden Autofahrer ebenso aufs Korn genommen wie Fußgänger und Radfahrer, alle vier Jahreszeiten bekommen ihr Fett weg, ebenso Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, und Frauen und Männer sowieso, die Arbeit natürlich, aber genauso die Arbeitslosigkeit. Statt 122 Beiträge hätte diese Enzyklopädie leicht ein Vielfaches enthalten können, so gut beherrscht der Autor die hohe Kunst des Grantelns (gebürtiger Münchner, aufgewachsen aber in Salzburg, wo das dann eher "Raunzen" heißt), die sich naturgemäß gegen jeden und alles richten kann.

Schon in seinem Endlich Nichtdenker hat der Journalist Hannes Stein bewiesen, wie man aus Klischees und persönlichen Abneigungen witzige Satire produziert. Dass er dabei manch offene Tür einrennt, liegt in der Natur der Sache ("Alle hassen die Deutsche Bahn, das ist indessen kein Grund es nicht auch zu tun."). Originell und lustig sollte es halt sein, was dem Autor überwiegend gelingt. Etwa wenn er sich den Produktionsprozess von Gebrauchsanweisungen ausmalt: Ein höllischer "Dämon" erstelle zunächst einen "Urtext", welcher sich "wie eine Mischung aus Brockhaus und Heidegger liest". Sodann werde der Text von einem Norweger ins Arabische und von einem Japaner ins Englische übersetzt, "...der Computerexperte gibt dem Ganzen den letzten Schliff."

Neben Anlass zum Lachen bietet das Buch auch reichlich Gelegenheit, sich über den Autor und seine Überheblichkeit zu ärgern (was ja auch Spaß machen kann), weil er den Mund sehr voll nimmt bei seinem Parforceritt durch das weite Feld der Vorurteile und Abneigungen. Dan Brown-Fans etwa sollten Seite 35 vielleicht lieber überblättern. Anderen wird soviel Bosheit dagegen Freude bereiten: "Seine Plots wurden im Windkanal getestet, ob sie auch haarsträubend genug sind. Seine Dialoge haben offenbar Ölsardinen im Zustand geistiger Umnachtung verfasst. Im Vergleich mit ihm nimmt sich sogar Michael Crichton wie ein erfindungsreicher Schriftsteller aus..." --Christian Stahl

Pressestimmen

»Hannes Steins Beobachtungen sind messerscharf und erfrischend sarkastisch. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, erst recht kein ideologisch gefärbtes. Seine ›Enzyklopädie der Alltagsqualen‹ brilliert durch ihren großen Unterhaltungswert und seine stilistische und gedankliche Fähigkeit, gesellschaftliche Abgründe auf radikale und groteske Weise aufzudecken. Selbstironie fehlt dabei zum Glück auch nicht!« Bayerischer Rundfunk -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Selbstbezogen und wenig tröstlich. 13. März 2008
Von Dr. R. Manthey #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Was macht man, wenn man nichts wirklich Praktisches gelernt hat? Kunst? Irgendwas muss man immer verkaufen, auch wenn man sich dessen nicht bewusst ist oder es nicht wahr haben will. Offenbar ist dem Autor nur noch eines geblieben: Er muss seine Gedanken verkaufen. Ist das nicht schrecklich? Ist es. Wer das nicht glauben will, sollte sich dieses Werk kaufen.

Hannes hat in seiner Not einige Stichwörter zusammengetragen, sie alphabetisch geordnet und dann aufgeschrieben, was ihm dazu einfiel. Schließlich trabte er damit zu einigen Verlagen und fand schließlich einen. Das ist statistisch nicht unnormal. Einen findet man immer. Und so können wir an Hannes Gedanken teilhaben. Meistens sind sie banal, aber er hat sie für uns toll aufgeschrieben. Schließlich hat er ja Philosophie studiert. Manches ist ganz gut beobachtet oder auch wieder nicht, weil wir fast alle die gleiche Beobachtung auch gemacht haben. Was ist daran neu oder interessant? Anderes zeugt einfach nur von intellektuellem Hochmut. Hannes macht sich zum Beispiel über die folgende Formulierung lustig: "Stirbt ein Bediensteter während einer Dienstreise, so ist damit die Dienstreise beendet." Die stammt aus einem Kommentar zum Bundesreisekostengesetz. Ach Hannes, wenn (Gott bewahre!) einer deiner Lieben während einer Dienstreise ins Amazonasgebiet den plötzlichen Herztod erleidet und du dann zusehen musst, wie du ihn wieder nach Hause kriegst, weil seine Dienstreise leider vorzeitig endete, dann wirst du das nicht mehr lustig finden.

Na klar, die berüchtigte Minderheit der Autofahrer und die uns Intellektuellen so verhassten Fußballspieler (die leider manchmal mehr verdienen, obwohl sie viel blöder sind als wir), selbst der Papst und das als Grass Mensch gewordene deutsche Gewissen - sie alle kriegen hier ihr Fett weg. Wer es braucht, soll sich dieses Büchlein kaufen. Dann kann er dabei sein, wenn Hannes sich toll findet. Ich habe mich leider entsetzlich gelangweilt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Satire auf hohem Niveau 31. Januar 2007
Von Regina Karolyi TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Hannes Stein nimmt in seinem Buch etliche der kleinen und großen Zumutungen unseres täglichen Lebens aufs Korn und dabei kein Blatt vor den Mund. Er gibt selbst an, es mit der politischen Korrektheit nicht so genau zu nehmen, weil die Satire keinen Maulkorb verträgt - Verfechter der Political Correctness werden sich daher zuweilen vor den Kopf gestoßen fühlen.

Deshalb widmen sich die glossenartigen Erläuterungen keineswegs nur den zumindest scheinbar unverfänglichen Themen wie etwa Gebrauchsanweisungen, dem Elternabend, der Deutschen Bahn, dem Computer und dem Behördendeutsch. Unverdrossen, gerne auch einmal bewusst polemisierend und meistens unwiderlegbar logisch reduziert Stein die sonderbaren und für eine breite Mehrheit lästigen heiligen Kühe Deutschlands beziehungsweise Westeuropas auf das, was sie im Grunde sind: Rindviecher. Che Guevara, eine der großen Ikonen der Sozialisten, die uns noch immer häufig auf T-Shirts und Postern begegnet, war, wie Stein ausführt, ein überzeugter Massenmörder, der Kubas Wirtschaft zugrunde richtete. Radovan Karadžic, so Stein, trat ebenfalls als Massenmörder ins Licht der Öffentlichkeit, aber er hing der "falschen" Ideologie an, denn er war kein Kommunist. Folglich schmückt sein Konterfei hierzulande weder Bekleidungsartikel noch großformatiges Papier.

Auch unser verkrampfter Umgang mit Minderheiten, die postmodernen Antiamerikaner, das Fernsehprogramm mit seiner Seichtigkeit und seiner recht einseitigen ideologischen Färbung, Tierrechtler und dergleichen mehr werden angemessen erwähnt.

Zwischen den alphabetisch angeordneten Einzelthemen finden sich zuweilen essayistische "Versuche", etwa über den Neid, die trotz des humorvollen Stils nachdenklich stimmen.

Selbstverständlich ist diese Enzyklopädie nicht objektiv, weshalb der Leser nicht mit allen Punkten übereinstimmen wird, selbst wenn er nicht unbedingt zu den Anhängern der politischen Korrektheit zählt. Der humorige Stil und der klare Blick fürs Absurde, die dieses Buch weitgehend prägen, reißen gelegentlich zu Lachsalven hin. Denn, wie gesagt, über die meisten dieser unvermeidlichen Ärgernisse stolpert der Leser häufig genug selbst. Nur hat er es vermutlich bisher versäumt, ihnen mit wohltuendem Sarkasmus zu begegnen und ihre Ursachen zu erfassen; dies versucht Hannes Stein, wobei er sich einer gut begründeten Argumentation und des (freilich nicht bei allen Zeitgenossen beliebten) "gesunden Menschenverstandes" bedient.

Der im Untertitel angekündigte Trost besteht daher auch nicht aus Lebenshilfe - das wäre inkonsequent, schließlich ist auch die literarische Gattung "Ratgeber" Gegenstand der Enzyklopädie -, sondern aus der Einsicht, dass wir den kleinen Widrigkeiten des Seins nicht allein gegenüberstehen, und dass sie im Grunde genommen zwar lästig, aber lachhaft sind.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Hannes Stein hat ein "Trostbuch für den geplagten Zeitgenossen" verfasst, dass sich hochironisch mit den täglichen Alltagsqualen auseinandersetzt, alles andere als jammerlappig daherkommt und dezidiert verdeutlicht, dass unser Leben , so wie es sich in der Regel gestaltet, eigentlich eine Zumutung ist.

So liest man zum Beispiel zum Thema Erfolg:
" Wenn man dabei ertappt wird, wie man Schecks fälscht, alten Tanten die Handtasche klaut oder sich an bewaffneten Banküberfällen beteiligt, ist das zwar peinlich, aber so schlimm auch wieder nicht. Lässt man sich aber dabei erwischen, dass man Erfolg hat, handelt es sich um ein echtes Malheur. Da kann man nur noch so stammeln und bescheiden tun; da kann man im Schlabberlock herumlaufen und jeden Monat einen Millionenbetrag an die Caritas überweisen - es wird nichts helfen. Der Erfolgreiche hat das größte Verbrechen begangen, er hat sich an der Gemeinschaft versündigt. Er hat sich gewagt, sich aus dem dunklen Kartoffelsack des Kollektivs zu befreien. Das muss geahndet werden. Der Abbruch der sozialen Kontakte ist das Mindeste, worauf sich der Erfolgreiche gefasst machen muss: Frühere Kollegen werden ihn nicht mehr grüßen, ehemalige Geliebte werden ihn nicht mehr anrufen, sogar Familienmitglieder werden ihn schneiden. Gewiss gibt es daneben noch jene Möchtegernaufsteiger , die glauben sie könnten an seinem Erfolg teilhaben, wenn sie sich einschleimen. Aber erstens sind sie nicht sehr zahlreich und zweitens merken sie schnell, dass ihre Hoffnungen trügerisch sind, dass sie also nicht in seinem Schlepptau ganz nach oben gelangen können. Daraufhin pflegen die Möchtegernaufsteiger, sich aus falschen Freunden in harte und schonungslose Feinde verwandeln: Sie werden versuchen, dem Erfolgreichen mit haarsträubenden Lügengeschichten zu schaden. Wenn ihnen das nicht gelingt, wird sich ihre Wut bis zur Besinnungslosigkeit steigern......." Ein kluger Beobachter dieser Stein, nicht wahr? Die Rezensionstexte zum Buch sprechen Bände! Stein ist übrigens sehr erfolgreich und weiß wovon er spricht.

In seinen Betrachtungen lässt der Autor, der Philosophie studiert hat, wirklich nichts aus. Er schreibt u .a . über das Älterwerden ebenso ungeschminkt und zielsicher , wie über Frauen und Freunde, über Gefühle und über das Gewissen aber auch über Personen wie Giorgio Agamben, Foucault , Peter Sloterdjik,(der ihm seine kleinen Seitenhiebe sicher nicht krumm nimmt, denn er ist selbst hochironisch), sowie über unseren großen Nobelpreisträger Günther Grass . Hannes Stein stellt die rhetorische Frage, weshalb Grass immer noch ernst genommen wird. " Wieso gilt dieser Angehörige der Generation HJ als das gute Gewissen Deutschlands und nicht als moralischer Bankrotteur? " Selten habe ich so punktgenau eine Antwort auf diese Frage, die sich in jüngster Zeit ja viele Zeitgenossen gestellt haben, gelesen.

Schallend gelacht habe ich über seine Betrachtungen zum Thema Kondome, die mit dem Satz enden. "Das Oberhaupt der katholischen Kirche ist kompromisslos gegen Kondome. Der Mann versteht eben etwas von Sex. "Stein schreibt Bemerkenswertes über Männer und resümiert: " Es gibt nicht viele Männer, die weder ekelhaft noch feige sind, doch ihre Existenz ist unbestreitbar. Man nennt sie Trappistenmönche." (Nur zu Erinnerung, Hannes Stein ist keine Frau, sondern offensichtlich ein Nestbeschmutzer!)
Das Buch hat wirklich einen großen Unterhaltungswert, setzt aber voraus , dass der Leser sich locker macht, denn Hannes Stein schafft es jedem den Spiegel vorzuhalten.

Stein sieht die Menschen so wie sie sind und liebt sie trotzdem.
Sehr symphatisch.

Empfehlenswert.
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Der deutsch-jüdische politische Journalist und Buchautor Hannes Stein legt in seinen enzyklopädisch aneinandergereihten Erzählungen dem Leser seine Sichtweise zu... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Kucher Wolfgang veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Zum Schmunzeln und Nachdenken
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Veröffentlicht am 10. Dezember 2006 von weisserstier
4.0 von 5 Sternen Nichts Neues, aber man erkennt sich wieder
Ich kann die Kritik einiger Vor-Schreiber nicht wirklich verstehen. Was erwartet man wohl hinter einem Buch mit diesem Titel? Genau das, was Stein abgeliefert hat. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. September 2006 von Arthur Spooner
2.0 von 5 Sternen Alles sehr naheliegend
Thema und Titel des Buches machen neugierig. Auch der Klappentext verspricht nicht nur ein erhellendes Lesevergnügen ("Das moderne Leben ist eine Zumutung... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Mai 2006 von Dr. Roland Seim
3.0 von 5 Sternen Jammern auf hohem Niveau
Satiriker haben es nicht einfach. Vor allem in deutschsprachigen Tätigkeitsgebieten und wenn sie für Auftritte die langlebige Form eines Buches wählen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. April 2006 von Fuchs Werner Dr
4.0 von 5 Sternen Alltägliche Qualen humorvoll und ironisch aufbereitet
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Veröffentlicht am 18. April 2006 von Media-Mania
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1.0 von 5 Sternen Banaler Mist
Lesen soll ja bekanntlich bilden. Oder Spaß machen. Oder beides. Im Idealfall. Wenn Sie eines von beidem oder beides wollen: kaufen Sie NICHT dieses Buch! Lesen Sie weiter...
Am 6. Februar 2006 veröffentlicht
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