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Enzyklopädie der Alltagsqualen: Ein Trostbuch für den geplagten Zeitgenossen
 
 
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Enzyklopädie der Alltagsqualen: Ein Trostbuch für den geplagten Zeitgenossen [Gebundene Ausgabe]

Hannes Stein
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 291 Seiten
  • Verlag: Eichborn; Auflage: 1., Aufl. (Februar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821857692
  • ISBN-13: 978-3821857695
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 13 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 401.441 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Hannes Stein
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Das Leben ist eine Zumutung, und auch noch eine verdammt kurze. Von solchen hübschen Paradoxien lebt Hannes Steins Enzyklopädie der Alltagsqualen und nimmt sich die Freiheit zu einem unterhaltsamen Rundumschlag: Da werden Autofahrer ebenso aufs Korn genommen wie Fußgänger und Radfahrer, alle vier Jahreszeiten bekommen ihr Fett weg, ebenso Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, und Frauen und Männer sowieso, die Arbeit natürlich, aber genauso die Arbeitslosigkeit. Statt 122 Beiträge hätte diese Enzyklopädie leicht ein Vielfaches enthalten können, so gut beherrscht der Autor die hohe Kunst des Grantelns (gebürtiger Münchner, aufgewachsen aber in Salzburg, wo das dann eher "Raunzen" heißt), die sich naturgemäß gegen jeden und alles richten kann.

Schon in seinem Endlich Nichtdenker hat der Journalist Hannes Stein bewiesen, wie man aus Klischees und persönlichen Abneigungen witzige Satire produziert. Dass er dabei manch offene Tür einrennt, liegt in der Natur der Sache ("Alle hassen die Deutsche Bahn, das ist indessen kein Grund es nicht auch zu tun."). Originell und lustig sollte es halt sein, was dem Autor überwiegend gelingt. Etwa wenn er sich den Produktionsprozess von Gebrauchsanweisungen ausmalt: Ein höllischer "Dämon" erstelle zunächst einen "Urtext", welcher sich "wie eine Mischung aus Brockhaus und Heidegger liest". Sodann werde der Text von einem Norweger ins Arabische und von einem Japaner ins Englische übersetzt, "...der Computerexperte gibt dem Ganzen den letzten Schliff."

Neben Anlass zum Lachen bietet das Buch auch reichlich Gelegenheit, sich über den Autor und seine Überheblichkeit zu ärgern (was ja auch Spaß machen kann), weil er den Mund sehr voll nimmt bei seinem Parforceritt durch das weite Feld der Vorurteile und Abneigungen. Dan Brown-Fans etwa sollten Seite 35 vielleicht lieber überblättern. Anderen wird soviel Bosheit dagegen Freude bereiten: "Seine Plots wurden im Windkanal getestet, ob sie auch haarsträubend genug sind. Seine Dialoge haben offenbar Ölsardinen im Zustand geistiger Umnachtung verfasst. Im Vergleich mit ihm nimmt sich sogar Michael Crichton wie ein erfindungsreicher Schriftsteller aus..." --Christian Stahl

Kurzbeschreibung

Das Leben ist eine einzige Zumutung! Wehrt euch! Nichts hat die moderne Welt erleichtert. Im Gegenteil! Immer vielfältiger werden Aufgaben, um die man sich um der bloßen Existenz willen zu kümmern hat: Früher kam der Strom einfach aus der Steckdose - heute muaa man zwischen mindestens 24 Anbietern mit je zwölf verschiedenen Preissystemen wählen - auf Denglisch! Immer raffinierter werden die Mechanismen, die uns der Lächerlichkeit preisgeben (wer wurde nicht schon vor einer mit den Füßen scharrenden Schlange ungeduldiger Mitmenschen von einem EC-Lesegerät im Supermarkt gedemütigt, das die Karte nicht annehmen wollte), immer peinigender der optische und akustische Terror unserer Umwelt, immer unverständlicher das Behördendeutsch der gesetzlichen Vorschriften und das Fachchinesisch der Gebrauchsanweisungen, immer ausgefeilter die Technik der Handys, die uns Leistungen anbieten, deren Inanspruchnahme uns von allein nie in den Sinn gekommen wäre. Es wird Zeit, sich endlich zur Wehr zu setzen! Hannes Stein hilft, den Feind zu erkennen und damit seinen Schrecken zu bannen. Vom Aufstehen bis zum Zubettgehen, vom Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang - das Leben ist eine gigantische Anhäufung von kleinen Zumutungen und Kränkungen. Wer in der modernen Welt überleben will, braucht Hannes Steins kraftspendendes Trostbuch.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dr. R. Manthey #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Was macht man, wenn man nichts wirklich Praktisches gelernt hat? Kunst? Irgendwas muss man immer verkaufen, auch wenn man sich dessen nicht bewusst ist oder es nicht wahr haben will. Offenbar ist dem Autor nur noch eines geblieben: Er muss seine Gedanken verkaufen. Ist das nicht schrecklich? Ist es. Wer das nicht glauben will, sollte sich dieses Werk kaufen.

Hannes hat in seiner Not einige Stichwörter zusammengetragen, sie alphabetisch geordnet und dann aufgeschrieben, was ihm dazu einfiel. Schließlich trabte er damit zu einigen Verlagen und fand schließlich einen. Das ist statistisch nicht unnormal. Einen findet man immer. Und so können wir an Hannes Gedanken teilhaben. Meistens sind sie banal, aber er hat sie für uns toll aufgeschrieben. Schließlich hat er ja Philosophie studiert. Manches ist ganz gut beobachtet oder auch wieder nicht, weil wir fast alle die gleiche Beobachtung auch gemacht haben. Was ist daran neu oder interessant? Anderes zeugt einfach nur von intellektuellem Hochmut. Hannes macht sich zum Beispiel über die folgende Formulierung lustig: "Stirbt ein Bediensteter während einer Dienstreise, so ist damit die Dienstreise beendet." Die stammt aus einem Kommentar zum Bundesreisekostengesetz. Ach Hannes, wenn (Gott bewahre!) einer deiner Lieben während einer Dienstreise ins Amazonasgebiet den plötzlichen Herztod erleidet und du dann zusehen musst, wie du ihn wieder nach Hause kriegst, weil seine Dienstreise leider vorzeitig endete, dann wirst du das nicht mehr lustig finden.

Na klar, die berüchtigte Minderheit der Autofahrer und die uns Intellektuellen so verhassten Fußballspieler (die leider manchmal mehr verdienen, obwohl sie viel blöder sind als wir), selbst der Papst und das als Grass Mensch gewordene deutsche Gewissen - sie alle kriegen hier ihr Fett weg. Wer es braucht, soll sich dieses Büchlein kaufen. Dann kann er dabei sein, wenn Hannes sich toll findet. Ich habe mich leider entsetzlich gelangweilt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Satire auf hohem Niveau 31. Januar 2007
Von Regina Karolyi TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Hannes Stein nimmt in seinem Buch etliche der kleinen und großen Zumutungen unseres täglichen Lebens aufs Korn und dabei kein Blatt vor den Mund. Er gibt selbst an, es mit der politischen Korrektheit nicht so genau zu nehmen, weil die Satire keinen Maulkorb verträgt - Verfechter der Political Correctness werden sich daher zuweilen vor den Kopf gestoßen fühlen.

Deshalb widmen sich die glossenartigen Erläuterungen keineswegs nur den zumindest scheinbar unverfänglichen Themen wie etwa Gebrauchsanweisungen, dem Elternabend, der Deutschen Bahn, dem Computer und dem Behördendeutsch. Unverdrossen, gerne auch einmal bewusst polemisierend und meistens unwiderlegbar logisch reduziert Stein die sonderbaren und für eine breite Mehrheit lästigen heiligen Kühe Deutschlands beziehungsweise Westeuropas auf das, was sie im Grunde sind: Rindviecher. Che Guevara, eine der großen Ikonen der Sozialisten, die uns noch immer häufig auf T-Shirts und Postern begegnet, war, wie Stein ausführt, ein überzeugter Massenmörder, der Kubas Wirtschaft zugrunde richtete. Radovan Karad¸ic, so Stein, trat ebenfalls als Massenmörder ins Licht der Öffentlichkeit, aber er hing der "falschen" Ideologie an, denn er war kein Kommunist. Folglich schmückt sein Konterfei hierzulande weder Bekleidungsartikel noch großformatiges Papier.

Auch unser verkrampfter Umgang mit Minderheiten, die postmodernen Antiamerikaner, das Fernsehprogramm mit seiner Seichtigkeit und seiner recht einseitigen ideologischen Färbung, Tierrechtler und dergleichen mehr werden angemessen erwähnt.

Zwischen den alphabetisch angeordneten Einzelthemen finden sich zuweilen essayistische "Versuche", etwa über den Neid, die trotz des humorvollen Stils nachdenklich stimmen.

Selbstverständlich ist diese Enzyklopädie nicht objektiv, weshalb der Leser nicht mit allen Punkten übereinstimmen wird, selbst wenn er nicht unbedingt zu den Anhängern der politischen Korrektheit zählt. Der humorige Stil und der klare Blick fürs Absurde, die dieses Buch weitgehend prägen, reißen gelegentlich zu Lachsalven hin. Denn, wie gesagt, über die meisten dieser unvermeidlichen Ärgernisse stolpert der Leser häufig genug selbst. Nur hat er es vermutlich bisher versäumt, ihnen mit wohltuendem Sarkasmus zu begegnen und ihre Ursachen zu erfassen; dies versucht Hannes Stein, wobei er sich einer gut begründeten Argumentation und des (freilich nicht bei allen Zeitgenossen beliebten) "gesunden Menschenverstandes" bedient.

Der im Untertitel angekündigte Trost besteht daher auch nicht aus Lebenshilfe - das wäre inkonsequent, schließlich ist auch die literarische Gattung "Ratgeber" Gegenstand der Enzyklopädie -, sondern aus der Einsicht, dass wir den kleinen Widrigkeiten des Seins nicht allein gegenüberstehen, und dass sie im Grunde genommen zwar lästig, aber lachhaft sind.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Alles sehr naheliegend 16. Mai 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Thema und Titel des Buches machen neugierig. Auch der Klappentext verspricht nicht nur ein erhellendes Lesevergnügen ("Das moderne Leben ist eine Zumutung..."), sondern gar "ein funkelndes Kleinod zeitgenössischer Essayistik."

Von all dem ist der Autor offenbar überzeugt, aber Herr Steins recht wahllos ausgewählten Stichworte seiner "Enzyklopädie" bedienen letztlich alle Erwartungserhaltungen in der Art, dass man genau das erfährt, was einem selber spontan auch eingefallen wäre. Gut, es ist nicht so platt, dass es als Bierdeckel auf den Stammtisch passt, aber für jeden, der nicht sein Leben mit dem Gesicht zur Wand verschlafen hat, muten seine Ausführungen wenig überraschend oder gar originell an.

Naheliegende Allgemeinplätze (z.B. Deutsche Bahn, "Händies", Bauchfreie T-Shirts, Piercings etc.) werden versucht, durch betont lustige Wortwahl aufzupeppen. Im Ergebnis m.E. bleibt das allerdings ziemlich enttäuschend.

Enervierend ist zudem das ständige "sich-selbst-auf-die-Schulter-klopfen" und die Schleichwerbung für sein weiteres bei Eichborn erschienenes Buch "Endlich Nichtdenker". Vielleicht hat der Autor sein altes Thema beim neuen Buch doch zu sehr internalisiert...
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Interessante Denkansätze etwas zu polemisch dargestellt
Der deutsch-jüdische politische Journalist und Buchautor Hannes Stein legt in seinen enzyklopädisch aneinandergereihten Erzählungen dem Leser seine Sichtweise zu... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Kucher Wolfgang veröffentlicht
Der Autor ist zu intelligent und sieht zu genau hin! Das geht gar...
Hannes Stein hat ein "Trostbuch für den geplagten Zeitgenossen " verfasst, dass sich hochironisch mit den täglichen Alltagsqualen auseinandersetzt, alles andere als... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Februar 2008 von Helga König
Zum Schmunzeln und Nachdenken
Der Autor Hannes Stein hat von A-Z Alltägliches zum Thema gemacht. Er zerpflückt Bekanntes oder zeigt es in einem anderen Licht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Dezember 2006 von weisserstier
Nichts Neues, aber man erkennt sich wieder
Ich kann die Kritik einiger Vor-Schreiber nicht wirklich verstehen. Was erwartet man wohl hinter einem Buch mit diesem Titel? Genau das, was Stein abgeliefert hat. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. September 2006 von Arthur Spooner
Jammern auf hohem Niveau
Satiriker haben es nicht einfach. Vor allem in deutschsprachigen Tätigkeitsgebieten und wenn sie für Auftritte die langlebige Form eines Buches wählen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. April 2006 von Fuchs Werner Dr
Alltägliche Qualen humorvoll und ironisch aufbereitet
In der "Enzyklopädie der Alltagsqualen" sind fein säuberlich die schlimmsten Dinge, die einem zustoßen können, versammelt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. April 2006 von Media-Mania
Eine Anbiederung an die SelbstHerrlichkeit
Irgendwann in seinem kleinen Leben muss Hannes Stein bemerkt haben,
dass die Anpassung an die Systeme der Mächtigen sein Leben erfolgreicher macht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. März 2006 von Kurt Walder
Klug und witzig
Was haben Homosexuelle, das Holocaustmahnmal, Günter Grass, Swingerclubs und Weihnachten gemein? Sie nerven. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Februar 2006 von Edgar Winter
Eine Einsicht in das wahre Leben...
"Der Optimist glaubt, dass wir in der besten aller möglichen Welten leben. Der Pessimist fürchtet, dass das wahr ist." (Volksmund) So leitet H. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Februar 2006 von P. Scheller
Banaler Mist
Lesen soll ja bekanntlich bilden. Oder Spaß machen. Oder beides. Im Idealfall. Wenn Sie eines von beidem oder beides wollen: kaufen Sie NICHT dieses Buch! Lesen Sie weiter...
Am 6. Februar 2006 veröffentlicht
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