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Entwicklungshilfe

Amewu Audio CD
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD (23. Januar 2009)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: edit ent.
  • ASIN: B002R31LMY
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 16.766 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
Song Länge Preis
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Anhören  5. Get Rich 3:04EUR 0,99  Kaufen 
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Anhören  7. Universelle 3:58EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  8. Finsternis 4:47EUR 0,99  Kaufen 
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Anhören13. Wasauchimmer 3:52EUR 0,99  Kaufen 
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Produktbeschreibungen

Rezension

'Ich bin ein unverbesserlicher Studiohasser aber dafür Live-MC' verkündet Amewu gleich im Intro. Tatsächlich hat der Berliner unter dem Namen Halbgott bereits Freestyle-Geschichte geschrieben. Mit besagtem Bekenntnis beantwortet er zum einen die Frage, warum er für sein Debut so lange gebraucht hat, wirft aber zum anderen gleich die nächste Frage auf, nämlich ob ein selbsterklärter Booth-Verächter wie er überhaupt ein gelungenes Album abliefern kann. Um es vorwegzunehmen: kann er. Amewu hat vieles was einen richtig guten Rapper ausmacht, vorallem eine unverwechselbare Stimme, einen unangestrengten Flow und ja, lyrisches Talent.Seine Technik ist überragend, niemand drechselt die Doubletime-Flows so schnell, passgenau und verständlich wie der Berliner, ohne dabei Abstriche bei Inhalt und Aussage machen zu müssen. Am eindruckvollsten kommen diese Stärken auf dem Stück 'Universelle' zum tragen, aber auch Songs wie 'Finsternis', 'Freiheit', 'Hoffnung' und das textlich sehr mutige 'Sterben' bieten eine nahezu perfekte Symbiose aus atemlos schnellen Raps und tatsächlich tiefsinnigen Aussagen, wie man sie in dieser Form noch nicht zu Ohren bekommen hat. Die meisten Beats (u.a. von Zenit, DJ8, Shiranu und Amewu selbst) sind noch der klassischen Westberliner Schule verpflichtet und kommen daher ohne modischen Schnickschnack wie gesungene Hooks oder Bridges daher, was man als etwas unzeitgemäß, aber auch als Zeichen von Amewus Unbeirrbarkeit empfinden kann. Wenn man mit der Lupe nach Schwachpunkten auf dem Album suchen will, so könnte man unter Umständen bemängeln, dass mit 'Viele Rapper', 'Get Rich', 'Image' und 'Land Der Freshness' gleich vier von 15 Tracks den Themenbereich Rap/andere Rapper abdecken, obwohl es Amewu bei seiner Befähigung eingentlich wirklich nicht nötig hätte, sich mit den Fehlern und Irrtümern der Konkurrenz in diesem Maße auseinander zu setzen. Stattdessen hätte er lieber och die eine oder andere Wahnsinnsabfahrt a la 'Einzelkampf' draufpacken sollen. Aber auch so ist 'Entwicklungshilfe' nichts anderes als ein Einstand nach Maß für den vielleicht präzisesten Rapper aus Deutschland. (Juice - Review Jan/Feb 09 - Oliver Marquart)

Amewu kann zu allem rappen, egal ob zu minimaler Elektronik oder Klassik. Amewu erscheint zu spät zum Interview und entschuldigt sich, er komme gerade vom Yoga. In einer Szene, in der momentan sogar ehemalige Waldorfschüler den Proll raushängen lassen, überrascht diese Einführung. 'Willst du Gangster sehn? Dann werd Sozialarbeiter', heißt es in einem seiner Texte. Amewu ist ein bisschen anders als der Rest. Der 26 Jahre alte Berliner hat seine Texte quer durch alle Genres gerappt: Sowohl auf Grime- und Dubstep-Partys hat er sich als MC einen Namen gemacht und in beeindruckender Hochgeschwindigkeit und technischer Raffinesse das Publikum unterhalten als auch als Rapper für die Livebands Long Lost Relatives und Die Ohrboten fungiert. Beides, der bassschwangere, elektronische Dubstep und die stilübergreifende Livemusik, scheint nicht wirklich zusammenzupassen, sind im Kosmos Amewus aber nur logische Konsequenz. Ob im Club oder als Straßenmusiker, wenn sich ihm ein Mikrofon bietet, nimmt er es. 'Ich kann mich dadurch, dass ich zu allen möglichen Stilen rappe, immer gut mit anderen Leuten zusammenschließen, ob das jetzt zu minimaler Elektronik oder Klassik ist, bei der die Takte wechseln, das Genre war mir immer egal', erzählt der gebürtige Charlottenburger beim Tee. 'Ich mache keinen Unterschied zwischen Musikstilen. Ich bin auch menschlich offen für andere Szenen. Es gibt ja Leute, die in der Hiphop-Szene unterwegs sind und sich gar nicht als Teil der Musikszene sehen. Ich bin ein Musiker. Ich seh das nicht so, dass ich betriebsblind Hiphop mache. Deswegen habe ich jetzt auch angefangen, Querflöte zu spielen, einfach damit ich ein bisschen mehr in die Musikszene reinfinde.' Trotzdem ist sein Debütalbum 'Entwicklungshilfe' ein Rapalbum durch und durch. Auf den 15 Titeln reiht sich Strophe an Strophe, auch die Refrains sind gerappt. Gesang oder instrumentale Parts, die das Album auflockern würden, fehlen dagegen. Amewu bezieht den Titel 'Entwicklungshilfe' auf die Rapszene, der er mit seiner avancierten Sprech-Technik Hilfe in der Weiterentwicklung leistet. Gleichzeitig ist der Albumtitel Kritik an der Arroganz, die mitschwingt, wenn andere Länder als rückständig und entwicklungsbedürftig beschrieben werden. Amewus Name stammt wie sein Vater aus so einem Land, aus Ghana. Schließlich fördert Amewu mit dem Album seine eigene Entwicklung, 'weil ich durch das Album vielleicht mehr Auftritte kriege und weil ich an meinen eigenen Sachen wachse und die Texte auch eine Art Problemverarbeitung sind.' Überhaupt die Texte: Sie heben sich von Rap-Stereotypen ab, denn sie sind nicht nur technisch auf hohem Niveau vorgetragen, sondern beschäftigen sich neben dem genretypischen Selbstreferentiellen auch mit Inhalten, die man sonst kaum im deutschen Rap findet. Amewu beschäftigt sich sowohl mit politischen Themen als auch mit philosophischen und spirituellen Inhalten, wobei er manchmal haarscharf an der Esoterik vorbeischrammt. Allerdings versteht er es, seine Themen durch Vortrag und Manier so zu verpacken, dass sie nicht hippiesk nach innen gerichtet wirken. Eine latent unzufriedene, aggressive Haltung schwingt bei ihm auch mit zwischen den Zeilen. 'Das mache ich mit Absicht, weil mir am Rap die Aggression gefehlt hat. Das finde ich an Berlin cool, dass der lokale Rap ein bisschen aggressiver rüberkommt. Gleichzeitig hat mich aber genervt, dass dieses Aggressive vollkommen inhaltslos ist. Und das habe ich versucht zu verbinden, und ich versuche das auch weiterhin. Aggressionen sind wichtig, denn ich bin auf viele Sachen wütend. Aggressiv sein kann jeder, ich überlege mir aber, warum ich aggressiv bin. Ich forsche nach den Ursachen.' Der Kontakt zur elektronischen Clubszene, in der er sich vor drei Jahren mit dem Pseudonym Halbgott (....) (Taz erschienen am 3.4.09 - Jan Kage)

'Amewu, Mann, was ist mit deinem Album?' Eine Frage, die angesichts der Tatsache, dass sich der Mann bereits seit zehn Jahren doubletime quer durch die Berliner Freestyle-, Grime- und Dubstep-Szenen rappt, schon mal gestattet sein muss. Zumal der Beschuldigte sie persönlich aufwirft - und gleich selbst beantwortet: 'Ich hab' mir Zeit gelassen, hab' es reifen lassen / Okay, ich gebs ja zu, ich habs auch schleifen lassen.'; Konfrontiert mit dem Resultat bleiben einem Vorwürfe jedoch im Halse stecken. Amewu leistet 'Entwicklungshilfe' der edelsten Sorte, vereint in seinem Debüt die besten Aspekte, die Rap zu bieten hat: Gehalt, Technik und ebenso ansprechende wie ungewöhnliche Beats. Für letztere sorgt eine Hand voll Produzenten, die den gängigen Hörgewohnheiten gegenüber erfrischende Gleichgültigkeit an den Tag legen. Auf Squils unwirklich waberndes, gedehntes 'Intro' kracht das nüchterne Hämmern der 'Maschine', dem Acht zusätzlich sirupartig tropfende Bässe verpasst. Ebenfalls von Acht, diesmal etwas dicker aufgetragen: die Streicher in 'Universelle'. Labelkollege Zenit garniert den Chorus von 'Viele Rapper' mit wohl gesetzten Bläsern. Mit Chaosfaktor an den Reglern knarrt, knarzt und klackert es: Die 'Finsternis' streckt die Fühler in Richtung Drum'n'Bass aus, während an anderen Stellen perlende Saitenspielereien, Piano, Drums oder Flötentöne unterkommen. 'Ich spucke die Wörter auf den Takt und bitte die Beats sie zu tragen', heißt es in 'Freak'. Die Instrumentals erfüllen diesen Wunsch durchgehend, illustrieren die Texte durch musikalische Umsetzung des Gesagten und kippen dabei immer wieder aus dem vertrauten Rahmen des Üblichen. Trotz des Detailreichtums geht es vielerorts reduziert, zuweilen gar minimalistisch zu. Kleine Einsätze erzielen eindrucksvolle Wirkung, entfalten sich zu betörend atmosphärischem Beiwerk für einen MC, der nicht nur eine Menge zu erzählen, sondern zudem die seltene Fähigkeit besitzt, seine Themen adäquat zu verpacken. Auch, wenn er mit harscher Kritik an der Kollegenschaft ('Viele Rapper', 'Get Rich' oder 'Image') nicht hinter dem Berg hält: Statt eines mahnend erhobenen Zeigefingers demonstriert Amewu Scharfsinn und Beobachtungsgabe. Die richtet sich oft genug auch ins eigene Innenleben, ohne dabei in transusige Melancholie abzugleiten. Dem schiebt allein schon die beachtliche Technik einen Riegel vor: In atemberaubender Geschwindigkeit rattert sich der Berliner mit gelegentlicher Unterstützung durch Team Avantgarde, Wakka, DJ Werd oder Chefket durch wortreich aufgespannte Szenarien, präsentiert sich als 'Maschine', als 'Freak', als Dauergast im 'Land Der Freshness', schlicht: als Toprapper. Dass sein Vortrag, der jagenden Geschwindigkeit geschuldet, gelegentlich ein wenig monoton, die Angelegenheit auf Longplayer-Dauer stellenweise etwas ermüdend gerät: nur ein kleiner Abstrich im exzellenten Gesamtbild, das 'Wasauchimmer'; um die Ahnung bereichert, dass sich Amewus Fertigkeiten keineswegs im Studio erschöpfen: Nö, der bringt das auch auf der Bühne - genau so. (Laut.de - Dennis From)

Kurzbeschreibung

AMEWU - ENTWICKLUNGSHILFE edit ent. Interview mit Amewu unter: mixeryrawdeluxe tv id:4671 und rap de feature: 827

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"Amewu, Mann, was ist mit deinem Album?" Eine Frage, die angesichts der Tatsache, dass sich der Mann bereits seit zehn Jahren doubletime quer durch die Berliner Freestyle-, Grime- und Dubstep-Szenen rappt, schon mal gestattet sein muss. weiterlesen

Zumal der Beschuldigte sie persönlich aufwirft - und gleich selbst beantwortet: "Ich hab' mir Zeit gelassen, hab' es reifen lassen / Okay, ich gebs ja zu, ich habs auch schleifen lassen." Konfrontiert mit dem Resultat bleiben einem Vorwürfe jedoch im Halse stecken.

Amewu leistet "Entwicklungshilfe" der edelsten Sorte, vereint in seinem Debüt die besten Aspekte, die Rap zu bieten hat: Gehalt, Technik und ebenso ansprechende wie ungewöhnliche Beats. Für letztere sorgt eine Hand voll Produzenten, die den gängigen Hörgewohnheiten gegenüber erfrischende Gleichgültigkeit an den Tag legen.

Auf Squils unwirklich waberndes, gedehntes "Intro" kracht das nüchterne Hämmern der "Maschine", dem Acht zusätzlich sirupartig tropfende Bässe verpasst. Ebenfalls von Acht, diesmal etwas dicker aufgetragen: die Streicher in "Universelle".

Labelkollege Zenit garniert den Chorus von "Viele Rapper" mit wohl gesetzten Bläsern. Mit Chaosfaktor an den Reglern knarrt, knarzt und klackert es: Die "Finsternis" streckt die Fühler in Richtung Drum'n'Bass aus, während an anderen Stellen perlende Saitenspielereien, Piano, Drums oder Flötentöne unterkommen.

"Ich spucke die Wörter auf den Takt und bitte die Beats sie zu tragen", heißt es in "Freak". Die Instrumentals erfüllen diesen Wunsch durchgehend, illustrieren die Texte durch musikalische Umsetzung des Gesagten und kippen dabei immer wieder aus dem vertrauten Rahmen des Üblichen.

Trotz des Detailreichtums geht es vielerorts reduziert, zuweilen gar minimalistisch zu. Kleine Einsätze erzielen eindrucksvolle Wirkung, entfalten sich zu betörend atmosphärischem Beiwerk für einen MC, der nicht nur eine Menge zu erzählen, sondern zudem die seltene Fähigkeit besitzt, seine Themen adäquat zu verpacken.

Auch, wenn er mit harscher Kritik an der Kollegenschaft ("Viele Rapper", "Get Rich" oder "Image") nicht hinter dem Berg hält: Statt eines mahnend erhobenen Zeigefingers demonstriert Amewu Scharfsinn und Beobachtungsgabe. Die richtet sich oft genug auch ins eigene Innenleben, ohne dabei in transusige Melancholie abzugleiten.

Dem schiebt allein schon die beachtliche Technik einen Riegel vor: In atemberaubender Geschwindigkeit rattert sich der Berliner mit gelegentlicher Unterstützung durch Team Avantgarde, Wakka, DJ Werd oder Chefket durch wortreich aufgespannte Szenarien, präsentiert sich als "Maschine", als "Freak", als Dauergast im "Land Der Freshness", schlicht: als Toprapper.

Dass sein Vortrag, der jagenden Geschwindigkeit geschuldet, gelegentlich ein wenig monoton, die Angelegenheit auf Longplayer-Dauer stellenweise etwas ermüdend gerät: nur ein kleiner Abstrich im exzellenten Gesamtbild, das "Wasauchimmer" um die Ahnung bereichert, dass sich Amewus Fertigkeiten keineswegs im Studio erschöpfen: Nö, der bringt das auch auf der Bühne - genau so.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hammer Album 9. Oktober 2009
Format:MP3-Download
Überragende Rap-Technik und unverwechselbarer Guter Charakter!
Handelt schön viele Themen ab und hat auch außerhalb der Normalo Haltung viel zu sagen.
Dazu athmosphärisch und perfekte Harmonie Rap+Text+Beat.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Musik 20. Januar 2011
Von WhiteSoul
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Musik ist ja bekanntlich Geschmackssache, also was soll man groß sagen.

Für mich, ist Amewu, einer der besten deutschsprachigen Rappern, die Texte sind sinnvoll, musikalisch gut umgesetzt / vorgetragen und sorgen für den ein oder anderen Mitsinger / Ohrwurm.
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