Die Vorteile von Gesellschaften, die kleinräumig gut organisiert sind, lassen sich mit den Entwicklungsmöglichkeiten
von Gesellschaften verbinden, die als unterprivilegiert gelten.
Schritt für Schritt skizziert Leopold Kohr, wie eine solche Entwicklung zu mehr Eigenständigkeit, Selbstversorgung und Selbstachtung ablaufen kann. Ohne dabei in Abhängigkeit zu geraten von den hoch- oder gar überentwickelten Nationen. Der richtige Weg zum Wohlstand führt nicht über die Abkürzung in Form hoher Summen an Entwicklungshilfe, so Leopold Kohr. Diese seit Jahrzehnten geübte Praxis ist menschenunwürdig,
und finanzielle Hilfe führt meistens dazu, die Entwicklung gar nicht in Gang kommen zu lassen. Durch die Globalisierungsdiskussion erfahren Kohrs Ideen erneut Aktualität: die Doktrin vom freien Handel verstärkt die Diskrepanz zwischen über- und unterentwickelten Gesellschaften,
indem sie letztere zum Status quo verdammt. In einer Zeit, wo sich Institutionen, Politik und Verwaltung von den Menschen zu lösen beginnt braucht es ein Buch wie dieses um die Bedeutung kleiner und individueller Gemeinschafts Strukturen für Lebensfreude und Wohlstand zu erkennen.