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Wie die Zeit in die Welt kam. Die Entstehung einer Illusion aus Ordnung und Chaos.
 
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Wie die Zeit in die Welt kam. Die Entstehung einer Illusion aus Ordnung und Chaos. [Taschenbuch]

Henning Genz
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 337 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb. (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349960731X
  • ISBN-13: 978-3499607318
  • Größe und/oder Gewicht: 21,7 x 15,2 x 1,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 1.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 955.095 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Henning Genz
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Wenn Albert Einstein die Unterscheidung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aus Sicht der Physiker als eine "hartnäckige Illusion" bezeichnet, wirkt das ziemlich provokant auf uns im unaufhaltsamen Strom der Zeit alternde und sterbliche Menschen. Einerseits hat erst die Physik eine exakte Festlegung der Zeit ermöglicht (eine Sekunde als 9 192 631 770 Schwingungen eines Cäsium-Atoms), andererseits stellt sie unsere Alltagserfahrung von Zeit radikal in Frage.

Etwas Zeit sollte man für dieses Buch also schon mitbringen, die 300 Seiten haben es in sich und liefern nebenbei eine Einführung in die moderne Physik. Denn erst Relativitätstheorie und Quantenmechanik haben in diesem Jahrhundert den Zeitbegriff, mit dem Denker seit Zenon und Aristoteles meist recht fruchtlos gerungen haben, auf eine ganz neue Grundlage gestellt.

Eine Tasse fällt zu Boden und zerbricht -- der umgekehrte Vorgang ist bisher noch nicht beobachtet worden. Und doch ist die scheinbar so fraglose Richtung der Zeit nicht in den Naturgesetzen verankert. Auch daß die Zeit stetig fließt oder allgemeingültig ist, hat spätestens Einstein mit seiner Relativitätstheorie widerlegt.
Auf der Zeitreise, die Henning Genz in Wie die Zeit in die Welt kam unternimmt, sind die Fragen ebenso spannend wie die Antworten diffizil: Was ist eigentlich das "Jetzt"? Gab es vor dem Urknall schon eine Zeit? Woher kommt denn die Ordnung im Universum, die nach dem Entropiesatz immer nur weiter abnehmen kann? Und ist es wirklich unmöglich, daß sich die Scherben wie von Zauberhand wieder zu einer Tasse vereinigen? --Christian Stahl

Kurzbeschreibung

Nichts scheint unumstößlicher als das gerichtete Verfließen der Zeit. Und doch gilt, daß die fundamentalen Naturgesetze keine Richtung der Zeit auszeichnen, auf die man unseren Eindruck zurückführen könnte. Was also ist die Zeit, wenn man die Einsichten der Wissenschaftler zum Leitfaden nimmt? - Um diese Frage beantworten zu können, entwirft Hennig Genz ein eindrucksvolles Panorama der moderner Physik.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von HaraldK
Format:Taschenbuch
Es fällt ziemlich schwer, das Buch flüssig zu lesen, allerdings
nicht so sehr wegen der Schwierigkeit der Materie. Der
Schreibstil ist sehr merkwürdig, um nicht zu sagen `holprig'.

Dazu kommt, dass zuviele Aussagen zu oft in etwas anderer
Ausführung wiederholt werden. Gerade so, als sei der Autor
sich selbst nicht sicher, ob er den Punkt rübergebracht hat.
Und tatsächlich schafft er es oft nicht.

Wer einigermaßen Englisch versteht, dem sei zum Thema Zeit
eher das Buch von Paul Davies
`About Time: Einstein's Unfinished Revolution'
empfohlen. Was Genz z.B. über die Entwicklung des
Zeitbegriffs seit der Antike in ca. 50 Seiten in
Wiederholungen breitwalzt, handelt Davies nahezu
in der Einleitung kurz und eingängig ab.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Uebersicht 15. Januar 2007
Von Dichtung&Kritik TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Da der vorherige Rezensent sich bereits so sehr kritisch aeussert, moechte ich ein wenig mildern: Auch mir scheint das Buch sehr populaerwissenschaftlich und die Ideen oft redundant: manche Kapitel haette man sicherlich besser zusammenfassen koennen, ausserdem hat man - selbst als populaerwissenschaftlicher Leser - irgendwann einmal genug ueber Schroedingers Katze und den Doppelspalt gelesen, der in diesem Buch auch wieder auftaucht.

Genz' Buch versucht eine historische, dann makroskopische (Newton, Einstein), dann thermodynamische, schliesslich quantenmechanische und zuletzt Elementarteilchenmodell-orientierte Hinwendung auf das Problem der Zeit.

Waehrend die Zeit im Makroskopischen newtonschen System ein Parameter ist, eine absolute Groesse, wird sie bei Einstein dynamisiert: Ploetzlich haengt die Zeit vom Raum ab und vom Gravitationsfeld, ploetzlich ist sie kein kleiner Parameter mehr, sondern eine dynamische Feldgroesse.

In der Thermodynamik schliesslich legen wir sie parallel zum Entropiepfeil um in der Quantenmechanik schliesslich zum puren Parameter zurueckzukommen. Was aber hat es dann mit den Asymmetrien in der Elementarteilchenphysik auf sich? Und was kann man in modernsten Theorien ueber die Zeit sagen?

Inwiefern ist Zeit real?

Diese obigen Fragen wirft Genz alle auf und gibt uns auch Einblicke in die moderne Physik - allerdings bleiben dann die Schlussfolgerungen und die harten Fakten ein wenig auf der Strecke.

Was heisst das? Im Bilde gesprochen: Dieses Buch ist mehr ein Fenster als eine Antwort. "Schaut einmal, das alles hat die Physik bisher gedacht!", so scheint es der Autor zu sagen. Dabei fehlte mir aber die leitende Hand, die hindeutet und auch einmal sagt: "Und dies kommt dabei heraus."

Letztlich kann man das Buch als Laie und als Physiker lesen, wird aber in jedem Fall ein wenig gruebelnd nach dem Buch zurueckgelassen; man hat hineingesehen, steht aber ein wenig so schlau da als zuvor.

Was mich letztlich sogar an mancher Stelle ueberdies noch ein wenig veraergert hat, waren manchmal die allzu schnellen Schlussfolgerungen.

Sei es, dass der Autor Naturwissenschaften als einzigen Erkenntniszugang zur Wirklichkeit a priori postuliert, oder aber dass er schnell folgert, dass ja eben nur unser Gehirn den zeitlichen Ablauf konstruiere - manchmal nimmt er sich grosse Fragen der Geisteswissenschaften oder der Psychologie, oder aber auch der Physik her, und beantwortet sie lapidar in einem kleinen Absatz (meines Empfindens ungenuegend). Vielleicht wuerde der Autor, spraeche man ihn darauf an, dazu noch mehr sagen. Fuer ein Buch schien es mir aber zu wenig. Entweder man spricht etwas ganz an - oder gar nicht. Sonst wird es zur Halbwahrheit - im besten Falle.

Insgesamt also ein durchwachsenes Urteil, irgendwie eine Uebersicht, aber kein echtes Ergebnis. Als Uebersicht aber letztlich doch moeglich. Vielleicht wird mancher Leser danach einen genaueren Einstieg in ein Teilgebiet finden.
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7 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ich habe unmittelbar vorher ein Buch von Martin Rees gelesen, deshalb war Henning Genz ein echter Schlag ins Gesicht. Er gefällt sich als ruppiger Wissenschaftler der alten Schule, der mit Philosophie und Metaphysik nichts am Hut hat und lässt den interessierten Leser mit dieser Aussage von der ersten Seite an im Regen stehen. Statt dessen gefällt er sich im Eintrichtern sterbenslanweiliger Erklärungsmodelle, raubt dem Leser mit Uni-Vorlesungshaften Stereotypen den letzten Nerv und nimmt ihm jegliche Hoffnung auf eine Pointe - Kapitelelendslang. Der Liebling, an den er sich eifersüchtig klammert und der für sämtliche Zeit-Phänomene herhalten muss ist die Entropie - Die Scheuklappe der Physik schlechthin.
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