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Die Entstehung des Menschen
 
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Die Entstehung des Menschen [Taschenbuch]

Pierre Teilhard de Chardin , Pierre Teilhard de Chardin
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Taschenbuch, 2006 --  
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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: C.H.Beck (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406420311
  • ISBN-13: 978-3406420313
  • Größe und/oder Gewicht: 18,1 x 11,9 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 525.907 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Pierre Teilhard de Chardin
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In seiner Schrift "Die Entstehung des Menschen" sucht Teilhard nach einer Synthese des christlichen Schöpfungsgedankens mit der anthropologisch verstandenen Evolution. Im Verlag C.H. Beck liegt außerdem vor: Pierre Teilhard de Chardin, Der Mensch im Kosmos.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Mein Referat über dieses Buch in einem interdisziplinären Seminar mit Physikern, Chemikern und Theologen hat vor über 20 Jahren meine Weltsicht von Grund auf verändert und ist mir bis heute Treibstoff für Zuversicht. Teilhard entwickelt hier sein "Grundgesetz der Evolution", das da lautet: Stete Zunahme von Komplexität und Bewusstsein! Im Menschen kommt nach der Ansicht dieses Paläontologen, Theologen und Jesuitenpaters die biologische Evolution zu ihrem Ziel: das menschliche Gehirn ist (die Delphine hatte er nicht im Blick) das komplexeste organische Gebilde im uns bekannten Universum. Vom Auftreten des Homo Sapiens an geht die Evolution über von der biologischen in eine kulturelle Evolution, d.h. die komplexesten organischen Gebilde - der einzelne Mensch mit seinem Gehirn - verbinden sich durch soziale Bindungen zu immer größeren komplexen Einheiten - Familien, Sippen, Fürstentümer, Nationen, Vereinte Nationen - innerhalb derer der Mensch seinen Mitmenschen als Bruder/Schwester erkennt und achtet.
Nach Teilhards tiefster Überzeugung befindet sich die Menschheit momentan in den "Geburtswehen" des Bewusstseins der Einheit und in dem Moment, wo die kritische Masse erreicht ist - und dazu bedarf es offensichtlich einer Großzahl von Seelen auf diesem Planeten (was andere als 'Überbevölkerung' bekämpfen dient nur dem Aufbau des notwendigen psychophysischen Drucks), wird die Evolution einen Quantensprung machen - und - wir werden zur nächsten Komplexitätsstufe heranreifen, der Verbindung mit anderen Menschheiten, und die Anzeichen sind offenbar, das dies unmittelbar bevorsteht.
Teilhard wurde wegen seiner (r)evolutionären Sichtweise von seinem Orden aus Paris zwischenzeitlich nach China 'verbannt' und durfte bis zu seinem Tod 1954 nichts veröffentlichen - er war eben seiner Zeit Jahrzehnte voraus. Ein 10-Sterne-Buch!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
"Was wichtig und wahr zu sein scheint, das muss
auch unter allen Umständen gesagt werden."
(Platon, Gesetze)

Pierre Teilhard von Chardin (1881 - 1955) sucht als Paläontologe, Theologe und Geologe diese Wahrheit. Sein Streben gilt der Synthese von Schöpfungsgeschichte und Evolution, anthropologisch verstanden. Sein Forschen auf all den Erdteilen verband ihn mit einer neuen Theologie, die sich zeigte in der Anerkenntnis der Evolution, allerdings im Widerstreit der Kirchenlehre. Folge war, seine Lehrtätigkeit unter dem Deckmantel einer konformen und unverfänglichen Textrichtung zu setzen, so dass die vorliegende Studie auch als Lehrvortrag an der Pariser Sorbonne gehalten werden konnte.
Seine Theorie aus dem Jahre 1946 nennt er selbst nicht erschöpfend, weil sein Forschen in der Paläontologie sich als unerschöpflich darstellte. Vielmehr geht es ihm um eine Gegenwartsbetrachtung des Menschen in seiner Entwicklung aus der Perspektive der Gesamtentwicklung des Lebens. Seine Idee soll den Geist aufrütteln und der Philosophie der Existenz einen neuen Impuls, gar neue Gestalt geben. Wie? Das zeigt dieses kleine Essay über das Phänomen Mensch in seiner Stellung in der Gesamtentwicklung des Lebens.

Aus der Biologie und der Physik heraus ergibt sich eine Klarstellung des Lebens innerhalb des Universums insgesamt. Die Stellung des Lebens des Menschen bedarf einer Interpretation aus dem Gesichtspunkt des Kosmos. So lässt sich aus der Evolution die Biosphäre deutlich herausstellen und der Nebenzweig des Menschen herauskristallisieren allein aus dem Gesichtspunkt des Geistes. Warum gelingt dem Menschen eine Stellung, die aus einer überdeutlichen Entwicklung des Gehirns, verbunden mit einer Fähigkeit der Reflexion entwickelt wurde, zu erlangen. Allein diese Einmaligkeit verweist auf einen zunehmend singulären Strang der Entwicklung, die unaufhaltsam sich weiterentwickelt von der Biosphäre in eine Sphäre des Geistes, einer Noosphäre, in der die Kulturtechniken zu einer eigenen Evolution führen.

Wenn wir heute diese über die Welt gezogene Geistesstruktur in ihrer vermuteten Verallgemeinerung denken, sind wir schnell erinnert an die Wissensverteilung von Wikipedia und dem Internet insgesamt. Betrachten wir die Gedanken aus dem Johannesevangelium in diesem Zusammenhang, erkennt man Teilhards bestreben, nämlich den christlichen Schöpfungsgedanken mit dem Evolutionsgedanken zu verbinden, oder eben deren Kluft zu überwinden. Was dahintersteckt ist die im Grunde maßlose Erkenntnis, dass das Leben im Universum sich zu einem Ganzen zusammen schließen muss.

Wissen wir doch längst, dass das Leben eben nicht so sicher ist wie der Tod, so können wir auch wissen, dass alle Vermutung unsicher ist. Je mehr das Denken der Menschen an Kraft und Tiefe gewinnt, je mehr der Zusammenschluss des Geistes sich in der Noosphäre verwirklicht, desto deutlicher wird eine kosmische Atmosphäre, die "Klarheit und Wärme" vermehrt. Bewahrt der Mensch in sich den Willen zum Wachsen, wird nichts ihn hindern, dieses zu tun. Gelangen wird man zu einer allumfassenden Weltanschauung, die das Ende des Menschen einläutet, nämlich die Vollendung des Erkennens. Der letzte Denkakt ist dann die Vereinigung gemeinsamer Ideen und so Teilhard, der "gemeinsamen Liebe".

"Eben diese eine und eingeborene Welt", so die letzten Worte Platons im Timaios mögen Grundlage einer Idee gewesen sein, die Teilhard in der Noosphäre spürte. Aber auch sind die sicher aktuellen informationstechnischen Gegebenheiten Anlass genug, sich aus philosophischer Sicht einer neuen Sichtweise zu nähern. Daher sei Capurro, Leben im Informationszeitalter empfohlen, wie auch die anderen Schriften von Teilhard. Nichts hat diesen Naturwissenschaftler davon abhalten können, an der Zeitmauer, d.h. zwischen Augenblick und Ewigkeit zu pendeln, sich Physik und Metaphysik zu nähern, um dem Ganzen an sich ebenso nah zu sein.

Dennoch mag ein Wort von Ernst Jünger (An der Zeitmauer) diese Überwindung beider Welten erläutern. Zwischen Wissen und Glauben besteht ein Unterschied, es gibt nur Analogien, wie er sagt und daher wird weder Beweis noch Wille eine Kluft überspringen, die letztendlich nur durch ein Wagnis überwunden werden kann - einen Sprung. Mit diesem Sprung wird alles angehoben wie ein Schiff, wir sehen die vertrauten Gegenstände und Maße und doch wird durch den Ortswechsel dem Ganzen eine neue Bedeutung verliehen. In diesem Sinne ist "Die Entstehung des Menschen" zu lesen.
--
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Jürgens "Bücher" TOP 50 REZENSENT
Format:Broschiert
Das Buch wurde von dem Autor 1949 geschrieben. Wenn man es heute liest, erkennt man der Autor war seiner und unserer Zeit weit voraus! Wenn der Autor recht hat, können Sie sich mit dem Buch ein Bild von der Zukunft der Menschheit machen.
Der Autor versucht bei seinen Betrachtungen dem "geheimnisvollen Wesen Mensch" auf den Grund zu gehen, dabei betrachtet er zunächst die Entstehung des Lebens auf unserer Erde. Er löst sich dabei von den Vorstellungen der unveränderlichen Unbeständigkeit des Kosmos und sieht das gesamte Universum von einer gewissen Grundbewegung beeinflußt. Das Universum verfällt dabei auf immer vollkommenere Formen der Anordnung.
Der Autor betrachtet die Biosphäre und die zunehmende Komplexität und Ausbildung des Gehirns, er überträgt dise Gedanken dann auf die Menschheit und sieht für diese ebenfalls einen Übergang in den Zustand des Geordnetseins. Für ihn bestehen keine Zweifel mehr, daß die Paläontologie des Menschen in Zukunft in dem Sinne der "ineinandergreifenden Einheiten", arbeiten muß. Ab Seite 85 des Buches beschreibtt er die Bildung dieser "Noosphäre". Der Autor sieht bereits die ersten Anzeichen für den globalen Zusammenschluß der Masse als ein denkendes Lebewesen. Der Autor betrachtet dies als Evolution zweiten Grades, als eine bewußte Evolution, wobei sich die ganze Entwicklung des Menschen zwischen zwei kritischen Punkten abspielt, dem nur das Individuum betreffenden Ausgangspunkt und einem die ganze Noosphäre umfassenden Endpunkt.Die Einheit entwickelt sich dabei in drei Phasen: 1. Ethnische Verdichtung. 2.Wirtschaftliche -Technische Ordnung. 3. gleichzeitige Steigerung des Bewußtseins, des Wirkens und der Reichweite des Wirkens.
Der Autor weist darauf hin, dass uns sowohl die Astronomie als auch die Biologie zeigen, dass die denkenden Noosphäre die höchste und absolute Einheit geordneter Materie darstellt und die Menschheit daher auch gezwungen ist, sich zu einem Ganzen zusammenzuschließen. Nach seiner Vision werden die Menschen als Vielheit menschlicher Einzelwesen, die sich in Freiheit ihrer selber bewußt sind, beseelt von einem einheitlichen Streben und Verlangen, dann mit sich selbst verschmelzen. Wobei der Autor Gott als eigentliche Triebkraft, Sammelpunkt und Garant der Evolution ansieht.
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