Die hübsche, aus normalen Verhältnissen stammende, Hilary (Julia Roberts) wird Pflegerin des reichen Leukämiekranken Victor (Campbell Scott); ihre Aufgabe ist es, ihn bei der Krankheitsbewältigung, vor allem durch Chemotherapie, zu unterstützen. Hilary und Scott verstehen sich gut, lernen beide voneinander: Scott erfährt mehr über "das Leben", welches er als Millionärssohn und aufgrund seiner seit 10 Jahren bestehenden Krankheit nie richtig kennen lernen konnte, Hilary fängt durch Victor an, sich für Kunst zu interessieren. Victor geht es durch Hilarys Hilfe besser, sie verlieben sich ineinander, machen Urlaub ... Doch diese Liebe hat schwere Stunden durchzustehen, wird auf eine harte Probe gestellt ...
Alles in allem handelt es sich bei "Entscheidung aus Liebe" um einen inhaltlich recht schönen Film, ideal geeignet für verregnete Herbst- oder kalte Winterabende. Man wird durch diesen Film gut unterhalten, man muss ihn jedoch nicht gesehen haben. Wenn man ihn schaut, sollte man Liebesfilme mögen, denn um ein Drama handelt es sich keinesfalls, da es wenig um Leukämie an sich geht (also gar nicht über das was und wie der Krankheit), sondern mehr um die Auswirkungen der Chemotherapie. Diese quälende und ausweglos erscheinende Situation nach Chemotherapien ist wiederum sehr gut dargestellt, unterstützt durch einen äußerst sympathischen Campbell Scott. Generell eine sehr seltsame unrealistische (Hollywood-)Konstellation: sehr hübsche Pflegerin und attraktiver reicher Pflgebedürftiger ... man merkt, dass ich nicht gerade ein Liebesfilm-Fan bin, vor allem dann nicht, wenn sie eher einem Märchen entsprechen *lach*.
Und gerade dies erinnert wiederum sehr an "Pretty Woman": in diesem Film ist wieder Julia Roberts die hübsche Nicht-so-reiche, die in die Welt der Reichen eingeführt wird. In einem Restaurant, in das sie von Victor eingeladen wird, isst sie Carpaccio für 30 Dollar und behauptet natürlich, sie hätte noch nie Carpaccio gegessen (sie weiß nicht mal, was es ist, aber diesmal - im Gegensatz zu Pretty Woman - weiß sie, wie man es isst:).
Die Hintergrundmusik von "Entscheidung aus Liebe" ist sehr gelungen: es wird immer wieder ein und die selbe einprägsame und wunderschöne Melodie wiederholt. Allerdings verstehe ich nicht, wieso der Film erst ab 12 Jahren freigegeben ist: abgesehen davon, dass sich Kinder unter 12 Jahren wahrscheinlich sowieso nicht für Liebesfilme interessieren (und diesem Film deshalb gar nicht schauen wollten), gibt es keinen Grund, eine Altersbeschränkung vorzunehmen: es gibt keine nackte Haut zu sehen, keine Toten oder Verletzten, und Krankheit hat meiner Meinung nach keine Altersbeschränkung - schließlich gibt es auch kranke Kinder!! Ebenfalls unverständlich ist für mich der DVD-Preis von 18 Euro - völlig überteuert!
Alles in allem vergebe ich hier deshalb 3 Sterne - Sie können sich diesen Film gut anschauen, haben aber nichts verpasst, wenn sie es nicht tun.