Mit "Entropia", ihrem Debutalbum, haben Pain of Salvation es geschafft, im Progressive Metal Genre endlich wieder für frischen Wind zu sorgen. Im Gegensatz zu tausenden von schlechten Dream Theater - Klonen, die ihr Vorbild doch niemals erreichen, sprengen Pain of Salvation die Grenzen, die Dream Theater mit ihrem Meisterwerk "Images and Words" gesetzt haben, das bis dahin der Maßstab für guten Prog Metal war.
Pain of Salvation lassen sich bei ihrem Stil von Bands wie Dream Theater oder Fates Warning genauso beeinflussen wie von den Red Hot Chili Peppers, Faith No More oder Savatage (Chor-Passagen), während die Einflüsse der "großen" Prog-Bands wie Floyd oder Genesis im Vergleich eher schwach sind. Dafür gibt es viel Funk, Jazz und auch ab und zu auch mal Trash Metal, dazwischen immer wieder ruhige stimmungsvolle Passagen.
Das ganze wird musikalisch tadellos umgesetzt und von einem losen inhaltlichen Konzept zusammengehalten.
Eine besondere Erwähnugn verdient der Sänger Daniel: Er ist, und das ist keine Untertreibung, einer der besten derzeig lebenden Rocksänger und seine Stimme besitzt eine Vielfältigkeit und einem Umfang, dass es einem schier den Atem verschlägt. Den direkten Vergleich mit James LaBrie von DT (DT sind nunmal der Maßstab für alle Prog Metal Bands, daran gibts nichts zu rütteln) entscheidet er locker für sich. So viele Emotionen kann zur Zeit kein anderer Progressive Metal Sänger rüberbringen, und innerhalb von Sekunden vom leisesten Flüstern zum aggressiven Schreien überzugehen und wieder zurück, und dabei stets wirklich gut zu singen, dass soll ihm erstmal einer nachmachen.
Fazit:
Pain of Salvation haben mit ihrem Debut eine Scheibe abgeliefert, die sich mit den allergrößten im Prog Metal messen kann.
Letztendlich sind Dream Theater meiner Meinung nach in Punkto Kompositionen, Tiefe und Melodieführung nach wie vor unerreicht, aber Pain of Salvation haben näher zu ihnen aufgeschlossen, als es je zuvor einer Band gelungen ist.
Bands wie Fates Warning oder Treshold ziehen, zumindest nach dem gemessen was sie in den letzten Jahren abgeliefert haben, eindeutig den kürzeren.