Für den jungen David ist die späte Entdeckung seiner Herkunft wirklich eine große Überraschung. Doch noch größer wird sein Erstaunen, als er langsam aber sicher den Schlichen seines Onkels auf die Spur kommt, der dieses Wissen lieber ewig für sich behalten hätte. Kein Wunder, denn Geld muß eben nicht verbinden, wie der Leser schon bald erfährt. Da Adel jedoch verpflichtet, macht sich der spät geadelte auf den Weg, seinen Teil einzufahren. Der Leser erfährt nebenbei viel über die Kämpfe im damaligen Schottland und ihre gesellschaftlichen Hintergründe. Die Geschichte ist nicht unbedingt ganz kompliziert. Doch die schöne Sprache Stevensons und seine guten Schilderungen der schottischen Landschaft lassen diese Geschichte über jeden Zweifel erhaben sein. Schließlich gehört dieses Buch zur Standardliteratur junger Weltverbesserer. Es liest sich nicht ganz so flüssig wie der Film sich sieht, aber es bleibt immer spannend. Deshalb sollte man dieses Buch unbedingt lesen und sich an den Darstellungen der Helden erfreuen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)