Nachdem ich die andere Rezension als unnötig empfinde, hab ich mich mal dran gemacht selbst eine zu schreiben.
Buckethead ist wahrscheinlich den Großteil unbekannt. Er ist vielleicht gerade deshalb einer der besten Gittaristen überhaupt in fast jedem Genre. Das Album selbst ist zum größtenteil experimentell, aber im Gegensatz zu so manchen Korn Alben bahnbrechend.
Jeder der System of A Down richtig hört, dürfte auch so wie ich von diesem Album überrascht sein (im positiven Sinne). Mit richig meine ich, nicht nur die kommerzielleren Songs wie Chop Suey, Toxicity, BYOB gut zu finden, besonders für Fans des ersten Albums sollte das eigentlich sehr gute Kost sein.
Da es sehr schwer ist das ganze einzuordnen, schreibe ich hier über die einzelnen Songs:
1. Intro (einfaches Intro nicht mehr, kurz und gut)
2. We are One: feat. Serj Tankian
Ein Song im SOAD Stil, unverbrauchter, hektische Einleitung mit Ohrwurmcharakter. Starker Mittelteil mit experimenteller Stimme von Serj Tankian. Zusätzlich noch ein paar ausgezeichnete Solos von Buckethead.
10/10
3. Botnus: feat. Efrem Schulz
Harter Titel, beginnend mit bombastischen Riff und tiefer Stimme von Efrem Schulz. Kurz später Sprechgesang Einstieg, gefolgt von langem und unverwechselbaren Solo von Buckethead. Darauf folgt ein ruhiger Teil, der wiederum von einem Riff unterbrochen wird. Insgesamt aggresiver Titel mit ruhigen Stellen, mit leichten Schwächen, aber durchwegs sehr gut!
9/10
4. Three Fingers: feat. Saul Williams
Beginned mit interessanten Beat, dannach startet der Rapteil von Saul Williams, der dann untermalt wird von rockiger E-Gittare. Der ganze Song hat eine hypnotische Wirkung, mit sehr guten Rap einlagen!
8/10
5. Running from the Light: feat Gigi & Maura Davis
Darüber möchte ich nichts schreiben, da es nicht mein Musikgeschmack trifft...
6. Coma: feat. Azam Ali & Serj Tankian
Traumartiger Start, der sich durch das ganze Lied hindurchzieht. Song mit unverwechselbarer Wirkung, sehr gut für ruhige Stunden.
9/10
7. Waiting Hare: feat. Shana Haligan & Serj Tankian
Beginnt Popartig, wenn auch gut gesungen ist es erst nicht so meins. Wird dann rockig unterbrochen mit genialem Gittaren Part und mitreisender Stimme. Über den ganzen Titel wechselt sich so Pop und Rock ab, auf jeden Fall hörenswert!
5/10
8. Interlude
Witziges Zwischenlied...
9. Funbus: feat. Dirk Rogers & Keith Azami
Beginnt deathmetalartig unterlegt mit gegrowle, auf jeden Fall von hoher Qualität! Gefolgt von einem harten Riff und tiefen Stimmen, welches in Sprechen übergeht, und wieder von einem Riff mit tiefer Stimme abgewechselt wird. Dannach wieder ein typisches, unschlagbares Solo von Buckethead. In diesem Charakter geht der Song weiter, mit interessanter Meinung, bsp: "Aggresivität lässt dich frei fühlen" oder "Denken ist frei und zeigt das du mehr Spaß hast". Endet mit genialen geschreddere!
10/10
10. The Hand: feat. Maximum Bob & Ani Maldjian
Eines der kränkesten Songs, die ich je gehört habe! Nicht für jeder Mann...
Beginnt mit Operngesang, einem starken Riff und gegrowle von Maximum Bob. Ein Titel der schwer zu verdauen ist, aber eine interessante Wirkung erzielt. Auf jeden Fall nicht empfehlenwert wenn man noch nie was von Experimenteler Musik gehört hat! Der Mittelteil geht in eine Stöhn und Hochlagenstimmen Orgie über, unterlegt mit gegrowle und extrem hoch verzerrter Gittare.
Ein Song der abhängig macht, da es kaum möglich ist alles auf einmal zu verarbeiten.
10/10
11. Nottingham Lace (Gitarren Solo von Buckethead mit Bass Hinterlegung)
Eines der besten E-Gittaren Solo Stücke überhaupt, im Buckethead Maßstab gibt es natürlich noch so einige andere!
Etwas für jeden E-Gittaren Fan der nicht immer Gesang benötigt, einzig ein Schlagzeug stört für mich ein bisschen den reinen Gittaren Sound.
Buckethead arbeitet sich gefühlvoll über 6 1/2 Minuten zum Abschluss Solo, dass es in sich hat mit einer beeindruckender Präzision, absolut Buckethead typisch!
10/10
PS: Ich habe die Bewertungen sehr hart gegeben, da ich im Normalfall Soad Gleichnisse mit über 10 bewerte! Ein "The Day that never Comes", oder "Dead Memories" oder sonst einen Metalhit würde ich mit diesem Schema mit 3-5 bewerten.