Aus der Amazon.de-Redaktion
Zugegeben, lässt man sich von dem höchst langweiligen Einband und der selbst für ein hochwissenschaftliches Werk trockenen Aufmachung beeindrucken, dann wird man
Captain James Cook. Entdeckungsfahrten im Pacific vermutlich nicht einmal durchblättern. Schade, denn man würde viel verpassen. Zwischen den Buchdeckeln verbirgt sich nämlich eine ausgesprochen spannende und zum Teil auch sehr amüsante Lektüre.
Die Logbücher von James Cook wurden von der Edition Erdmann ganz ausgezeichnet aufbereitet. Nur die wirklich interessanten Einträge sind in der Ausgabe im Original zu finden. An die Stelle der Passagen, die weggelassen wurden, treten Zusammenfassungen des Herausgebers, die wichtige Hintergründe und Fakten einfach und gut strukturiert erklären. Außerdem wurde das Werk Cooks sanft den heutigen Leseansprüchen angepasst, ohne dass dabei der sachlich-kraftvolle und bildreiche Stil des Entdeckers verloren ging. Wenige antiquierte Ausdrücke und Satzstellungen erhöhen die Authentizität, behindern jedoch nicht den Lesefluss.
Kapitän Cook geht mit seinen Erfahrungen erstaunlich nüchtern um, gleichgültig ob er sich von Kannibalen vorführen lässt, wie ein menschlicher Unterschenkel abgenagt wird oder ob er sich den Annäherungsversuchen junger Insulanerinnen erwehren muss. Er erkennt die Andersartigkeit der fremden Völker an, ohne sich zu sehr europäischer moralischer Maßstäbe zu bedienen. Die Logbücher der Pazifik-Entdeckungsreisen sind eine etwas andere Reiselektüre. Aber selbst wenn man kein eingefleischter Geschichtsfan ist, findet man daran schnell Vergnügen. --Katja Klenk
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Gebundene Ausgabe
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Rüdiger Siebert in DEUTSCHES ALLGEMEINES SONNTAGSBLATT
»Doch die Lust am Lesen ist es nicht allein, die der Reihe so viele Freunde brachte. Der Spaß beginnt bereits, wenn man einen Band in die Hand nimmt: Büttenumschlag, leinengebunden, ausgestattet mit zeitgenössischen Bildern und Landkarten; alles liebevoll und sorgfältig gemacht.«
Kurzbeschreibung
Kein Seefahrer vor James Cook (1728 - 1779) unternahm so ausgedehnte Reisen, verbrachte so lange Zeiträume ununterbrochen auf See und kehrte mit so umfangreichen neuen Kenntnissen weiter Teile der Erde zurück. Die Reisen Cooks stehen in ihrer epochalen Bedeutung, aber auch in ihrer erregenden, abenteuerlichen Erlebnisfülle nur den Fahrten des Columbus nach. Er war der Navigator, der die weißen Flecken auf der Karte des Pazifischen Ozeans tilgte, er entdeckte die fruchtbaren Ostküsten Australiens und Neuseelands, Neukaledoniens und Hawaii, bereiste weite Küstenstriche Alaskas, wagte sich in die Arktis und umsegelte die gesamte Antarktis, wodurch er den jahrhundertealten Mythos der riesigen, fruchtbaren "terra australis" gegenstandslos machte.Wir lesen heute - nach zweihundert Jahren - seine umfangreichen, gewissenhaft geführten, jedoch sachlich knapp und unprätentiös berichteten Logbücher mit atemloser Faszination. In der Abfolge einer Fülle bildkräftig geschilderter Eindrücke und Erle bnisse erkennen wir auch die wachsende Erfahrung des Kapitäns, zumal auf langen Seefahrten mit Männern besonderen Kalibers, die immer größere Sicherheit Cooks in der Führung seiner Schiffe "Endeavour", "Resolution", "Discovery" und "Adventure" und ihrer Mannschaften, die er menschlich und verständnisvoll behandelte, auch wenn sie dem Liebreiz junger Polynesierinnen erlagen oder mit ihm in vollen Zügen die Tage auf Tahiti genossen oder aber die Last ihres harten Daseins überdrüssig wurden.Cook selbst war hart gegen sich und bewies in den überraschendsten und gefahrvollsten Situationen eine beispiellose Kaltblütigkeit. Doch war nicht das bloße Abenteuer Sinn und Ziel seiner Reisen, auch jagte er nicht Schätzen und Reichtümern nach. Cooks Forscherdrang und seinem wissenschaftlichen Interesse verdankten seine Zeit und die Nachwelt bedeutende kartographische Leistungen, astronomische Beobachtungen, anthropologische Kenntnisse, beispielsweise über die australische Urbevölkerung. Nach zehn b ewegten Jahren gefahrvoller Seereisen setzten die Messer hawaiianischer Eingeborener dem Leben des Kapitäns ein tragisches Ende. ewegten Jahren gefahrvoller Seereisen setzten die Messer hawaiianischer Eingeborener dem Leben des Kapitäns ein tragisches Ende.
Klappentext
Kein Seefahrer vor James Cook (1728 bis 1779) unternahm so ausgedehnte Reisen, verbrachte so lange Zeiträume ununterbrochen auf See und kehrte mit so umfangreichen neuen Kenntnissen weiter Teile der Erde zurück. Die Reisen Cooks stehen in ihrer epochalen Bedeutung, aber auch in ihrer erregenden, abenteuerlichen Erlebnisfülle nur den Fahrten des Columbus nach. Er war der Navigator, der die weißen Flecken auf der Karte des Pazifischen Ozeans tilgte, er entdeckte die fruchtbaren Ostküsten Australiens und Neuseelands, Neukaledoniens und Hawaii, bereiste weite Küstenstriche Alaskas, wagte sich in die Arktis und umsegelte die gesamte Antarktis, wodurch er den jahrhundertealten Mythos der riesigen, fruchtbaren "terra australis" gegenstandslos machte. Wir lesen heute - nach zweihundert Jahren - seine umfangreichen, gewissenhaft geführten, jedoch sachlich knapp und unprätentiös berichteten Logbücher mit atemloser Faszination. In der Abfolge einer Fülle bildkräftig geschilderter Eindrücke und Erlebnisse erkennen wir auch die wachsende Erfahrung des Kapitäns, zumal auf langen Seefahrten mit Männern besonderen Kalibers, die immer größere Sicherheit Cooks in der Führung seiner Schiffe "Endeavour", "Resolution", "Discovery" und "Adventure" und ihrer Mannschaften, die er menschlich und verständnisvoll behandelte, auch wenn sie dem Liebreiz junger Polynesierinnen erlagen oder mit ihm in vollen Zügen die Tage auf Tahiti genossen oder aber die Last ihres harten Daseins überdrüssig wurden. Cook selbst war hart gegen sich und bewies in den überraschendsten und gefahrvollsten Situationen eine beispiellose Kaltblütigkeit. Doch war nicht das bloße Abenteuer Sinn und Ziel seiner Reisen, auch jagte er nicht Schätzen und Reichtümern nach. Cooks Forscherdrang und seinem wissenschaftlichen Interesse verdankten seine Zeit und die Nachwelt bedeutende kartographische Leistungen, astronomische Beobachtungen, anthropologische Kenntnisse, beispielsweise über die australische Urbevölkerung. Nach zehn bewegten Jahren gefahrvoller Seereisen setzten die Messer hawaiianischer Eingeborener dem Leben des Kapitäns ein tragisches Ende.
Über den Autor
Cook wurde als Sohn eines schottischen Landarbeiters am 27. Oktober 1728 in Marton-in-Cleveland (York) geboren. Mit 18 Jahren ging er zur See, trat 1755 als einfacher Matrose in die Royal Navy ein und wurde nach kurzer Zeit zum Maat befördert. Im Selbststudium erwarb er umfangreiche nautische, geographische, kartographische und astronomische Kenntnisse, sodass er schon bald als kundiger Navigator und Kartograph galt. Noch vor Abschluss seiner dritten Entdeckungsreise wurde Captain J. Cook am 14. Februar 1779 auf Hawaii von aufgebrachten Eingeborenen getötet.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.