11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein faszinierender Reisebericht der ersten Mayaforscher, 23. November 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Entdeckung der alten Mayastätten . Ein Urwald gibt seine Geheimnisse preis. (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch lässt den Leser an einer fast märchenhaften Abenteuerreise durch das Zentralamerika des 19. Jahrhunderts teilhaben.
Der Diplomat und Amateurarchäologe J. L. Stephens beschreibt auf eindrucksvolle Art seine pionierhaften Entdeckungen der alten Mayaruinen. Die teilweise haarstäubenden Umstände seiner Odyssee durch Urwälder, Schluchten, Gebirge und Revolutionen geben dem Leser einen lebhaften Eindruck von der damaligen Art des Reisens.
Zu einer Zeit als es noch keine Fotoapparate und Videokameras gab, wird Stephens von dem Zeichner Cartherwood begleitet um die von tropischer Vegetation mühsam befreiten Tempelruinen, vor Ort bei grosser Hitze und Insektenplage, zu dokumentieren. Interessant sind auch die mündlichen Überlieferungen über noch unentdeckte Stätten und Völker, welche die beiden Forscher bei Priestern, Beamten und indianischen Ureinwohnern überall erhalten.
Trotz des Alters dieser "Originalquelle", lässt sich das Buch auch heute noch sehr schön lesen. Die Grafiken Cartherwoods beschränken sich auf die Stiche für die erste Ausgabe. Interessant wären daneben vielleicht auch moderne Reproduktionen der original Skizzen von Cartherwood gewesen.
Trotzdem: ein schönes spannendes Buch!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Gern möchte ich nun den Leser in Guatemala-Stadt ausruhen lassen."(Zitat: S. 105), 31. Juli 2011
Der New Yorker Anwalt John L. Stephans und der Londoner Architekt und Zeichner Frederick Catherwood brachen im Oktober 1839 zu ihrer Forschungsreise nach Mittelamerika auf. Sie entdeckten die im Dschungel verborgene Monomentalarchitektur und Reliefkunst der Maya. Den Text habe ich mit großem Interesse gelesen, nicht zuletzt, weil ich einige der beschriebenen Orte bereits besucht habe.
Stephans berichtet sehr packend von den Erfahrungen, die er und Catherwood sammeln konnten. Letztgenannter dokumentiert die Eindrücke durch seine Zeichnungen, die im Buch abgebildet sind.
Stationen der Beschreibung sind die Ruinenstädte Copán in Honduras, Tecpán und Utatlán in Guatemala, sowie Palenque und Uxmal in Mexiko.
Stephans schreibt im Hinblick auf die Gebäude in Uxmal, die mich auf meiner Reise durch Yucatán persönlich am meisten fasziniert haben, dass die Indianer, die er dort traf, die Ruinen mit abergläubischer Ehrfurcht betrachteten. Sie hatten Bedenken sie nachts aufzusuchen. Die Indianer gaben den Gebäuden, von denen sie vermuteten, dass sie ungeheure Schätze bargen, jedem einen Namen. Diese kann man im Buch nachlesen.
Bemerkenswert, dass sie das Gebäude, das am höchsten Punkt angesiedelt und nur über viele sehr steile Treppen erreichbar ist, das "Haus des Zwerges" nennen. Die Indianer scheinen die Psyche der Menschen gut zu kennen.
Lesenswert ist dieses Buch noch heute wegen der beschriebenen Abenteuer auf der Reise, der Landschaftsschilderungen, der Skizzierung der Alltagswelt der Indianer und der faszinierenden Beschreibungen Entdeckungen natürlich.
Für Reisende nach Mittelamerika ein Muss.
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