Der Autor Helmut Hansen hat sich mit seinem Buch VON DER ENTDECKUNG GOTTES AM RANDE DES UNIVERSUMS auf die Suche gemacht nach einer Transzendenz, welche man schon fast verloren geglaubt zu haben meinte. Der Einfachheit halber spricht der Autor von Gott, doch er meint etwas anderes, nämlich das soeben erwähnte transzendente Prinzip das in allem spürbar ist und überall, doch auch nirgendwo, direkt sichtbar zu Tage tritt.
Mit Kants KRITIK DER REINEN VERNUMFT schien das Thema Gott abgeschlossen zu sein, so führt uns der Autor durch die Gottesbeweise oder Verneinungen der Historie, bis zum heutigen Tage wo gerade die Physik mit Quanten, Strings und überdimensionalen Welten das Leben schwer macht. Vieles ist nämlich nicht mehr direkt beweisbar, doch die Auswirkungen sind spürbar. Warum sollte es also nicht doch etwas Transzendentes wie Gott geben, welcher ja auch nicht nachweisbar ist, doch in seinem Wirken (als übergeordnete Kraft) spürbar ist.
Das Universum scheint nach einem bestimmten Plan aufgebaut zu sein und die Funktionen laufen auch nach einem bestimmten Schema ab, warum sollte selbst etwas wie Gott sich nicht dem Schema verpflichtet fühlen, eventuell ist sogar Gott oder die Transzendenz nur ein Teil in einem großen Puzzle, welches übergeordneten Regeln folgt.
Dass der Autor zudem Ole Nydahl auf Seite 176 ins Feld führt, freut mich, denn auch ich habe mich sehr an den Einsichten des westlichen Lamas erfreut.
Abschließend sei bemerkt, das je mehr Wissen wir um das Universum und die Dinge in ihm ansammeln, um so näher geraten wir an eine Transzendenz hinter all den sichtbaren Ausprägungen - der großartige Schöpferplan ist also weitsichtiger und tiefer als man ihn sich vorgestellt hatte.
Empfehlenswert!