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Produktinformation
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Hervorragend recherchiert und mit scharfer Beobachtungsgabe bringt die Volkswirtin und Psychoanalytikerin Corinne Maier spitzzüngig auf den Punkt, was sich heute in den großen und kleineren Unternehmen abspielt. An namhaften Beispielen großer, bekannter Unternehmen wird dabei nicht gespart. Denn hier behält nicht der seinen Job, der am meisten arbeitet und sich engagiert, sondern derjenige, der es versteht, sich das Leben im Büroalltag so angenehm wie möglich zu machen. Dieses Paradoxon, das in den meisten Unternehmen längst zur absurden Wahrheit geworden ist, wird von der Autorin en detail untersucht. Angefangen bei der No-mans-Sprache, die jeder spricht, aber keiner versteht bis hin zum pauschal für alles verantwortlichen Dummkopf, den es in jeder Firma gibt, werden gnadenlos Wort- und Hierarchiehülsen beim Namen genannt, die jedem bekannt vorkommen, der jemals in einem Unternehmen tätig war. Und da es zwecklos ist, das System ändern zu wollen und auch niemand an der Qualität seiner Arbeit gemessen wird, sondern vielmehr an seiner Anpassungsfähigkeit, gibt Corinne Maier denjenigen nützliche Tipps und empirische Werte an die Hand, die sich der maßlosen Absurdität des Systems bewusst geworden sind.
Je abstrakter die Stellenbeschreibung, umso weniger ist der Beitrag zum Unternehmensgewinn beispielsweise messbar und das, worauf es ankommt, ist nicht das fachliche Können sondern die Kunst, sich entsprechend zu verkaufen bzw. mit den richtigen Leuten Mittags Essen zu gehen. Ernüchternd, weil leider wahr und aus dem selben Grund höchst unterhaltsam ist diese bitterböse Abrechnung mit unserer auf Hochglanz polierten Arbeitswelt. Und auch wenn viele Beispiele frankophon gefärbt sind, wird sich auch hierzulande nach der Lektüre manch einer seinen Arbeitsplatz mit völlig neuen Augen sehen. Sandra-Kathrin Buck
Fazit : so isses und nicht anders und endlich hatte jemand den Mut, den ganz normalen Arbeitswahnsinn nicht nur zu schildern, sondern auch die zwangsläufige Folge, die Faulheit für sich zu entdecken, aufzuschreiben. Bravo Corinne!!
Die geschilderten Vorfälle mögen einem Außenstehenden vielleicht übertrieben erscheinen. Allerdings habe ich selbst in verschiedenen Großunternehmen gearbeitet und kann die Erfahrungen von Frau Maier vollauf bestätigen: Ja, so geht es wirklich zu in der Industrie - und endlich traut sich mal jemand, es offen auszusprechen.
Einzig der Titel des Buches führt etwas in die Irre: Der Zynismus von Dilbert wird hier nicht erreicht, und auch, wer möglichst viele praktische Tips zum Faulsein sucht, wird wohl auch nicht recht fündig werden. Ein passenderer Titel wäre "Die Ursachen der inneren Kündigung" gewesen, denn die zentrale Botschaft des Buches lautet: "Nicht die Mitarbeiter sind schuld an ihrer inneren Kündigung, sondern die Unternehmen mit ihren krassen Widersprüchlichkeiten".
Auf jeden Fall ein gelungenes, humorvolles und zugleich ernstes Buch zu einem traurigen Thema: Die innere Kündigung als letzte Fluchtmöglichkeit vor den zynischen Lügen der Manager.
FAZIT:
"Die Entdeckung der Faulheit" ist Pflichtlektüre für jeden Angestellten eines Großunternehmens, der morgens (noch) nicht sein Gehirn beim Pförtner abgibt.
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