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Die Entdeckung Afrikas. Erforschung und Eroberung des schwarzen Kontinents
 
 
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Die Entdeckung Afrikas. Erforschung und Eroberung des schwarzen Kontinents [Gebundene Ausgabe]

Jean de La Gueriviere , Jean de la Gueriviere
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 215 Seiten
  • Verlag: Knesebeck (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896602063
  • ISBN-13: 978-3896602060
  • Größe und/oder Gewicht: 34,8 x 25 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.231.845 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.05.2004
Alles richtig hat nach Ansicht des begeisterten Rezensenten Andreas Obst der französische Journalist Jean de la Guérivière mit seinem prächtigen Buch über zweitausend Jahre afrikanische Geschichte gemacht. Beim Blättern in diesem "wunderbaren Buch" lese man sich immer wieder fest, mache stets neue Entdeckungen, freut sich Obst. Besonders begeistert den Rezensenten die Sinnlichkeit, mit der der Band sein reichhaltiges Material präsentiert. Aber auch seinen Schreibstil findet er mitreißend und klug. Vorwiegend nehme de la Guérivières Darstellung die Perspektive der Außensicht ein. Es gehe um Entdecker, ihre beschwerlichen Reisen und Triumphe. Aber auch um die Bilder, die nach ihrer Rückkehr in die Alte Welt von Afrika entstanden sind. Obst zufolge beginnt das Buch mit den ersten Zeugnissen der Römer und endet mit Leni Riefenstahls "ethnologischen Forschungen". Auch die Verfehlungen der europäischen Kolonialpolitik werden nicht verschwiegen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Lange Zeit war Schwarzafrika ein unbekannter Kontinent. Durch die Wüste und die heimtückischen Winde des Atlantik blieb er für Europäer unerreichbar. Was jenseits der Sanddünen der Sahara lag, stellte man sich als wüsten Landstrich vor, der von Elefanten, Nashörnern und Tigern bevölkert ist. Erst im 15. Jahrhundert drangen die Portugiesen bis an die Küstengebiete Schwarzafrikas vor. Langsam begann auch die Erforschung des Hinterlands. Den Zauber dieser Reisen ins Unbekannte, aber auch ihre Abenteuer und Gefahren machen historische Abbildungen und Originalzitate greifbar. Sie lassen den heute unvorstellbaren Entdecker- und Abenteuergeist des 18. und 19. Jahrhunderts aufleben. Welche Konflikte der schnell beginnende Wettstreit um Kolonien mit sich brachte und wie friedliche Entdecker den Kontinent und seine Tierwelt erforschten, sind ebenso Themen dieses liebevoll gestalteten Bildbandes.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Noch heute wird Afrika gerne als Einheit gesehen, als „schwarzer" Kontinent eben. Dabei ist die Heimstatt von 53 Staaten nie einheitlich gewesen, vor der Kolonialisierung Ende des 19. Jahrhunderts gab es rund 10.000 politische Einheiten. Wie sich dieses Afrika durch Europäer veränderte, schildert Jean de la Guérivière, der bei der französischen Tageszeitung Le Monde das Ressort Asien/Afrika leitet.
Dem Autor gelingt es, die Entdeckungsgeschichte in nur sechs Kapiteln zu gliedern. Er startet mit „Aus dem Meer tauchen Menschen auf". So müssen es die Einheimischen wahrgenommen haben, als im 15. Jahrhundert Weiße an ihren Küsten erschienen. Das zweite Kapitel „Die Verlockung Timbuktu" beschreibt die Zeit ab dem Ende des 18. Jahrhunderts, als die Stadt in Mali der Mythos für Afrika schlechthin war. Zweihundert Jahre lang hatten sich über 40 Europäer bemüht, sie nicht nur zu erreichen, sondern auch lebend wieder in die Heimat zurückzukehren, bis dieses Kunststück 1828 dem Franzosen René Caillié gelang. In den beiden zentralen Kapiteln „Die Magie der Ströme - Nil und Sambesi" und „Tief im Innern des tropischen Regenwalds" schildert de la Guérivière, wie sich die Motive der Entdecker vom Idealismus zur Profitsucht wandelten. Neben Menschenfreunden wie Brazza tauchen vermehrt Gestalten wie Stanley in der unrühmlicher werdenden Geschichte auf, die im fünften Kapitel „Die Eroberer" beschrieben wird. Der Kolonialismus zählt zu den dunkelsten Zeiten, nicht nur für Afrika, sondern auch für Europa. Das Buch ist dort besonders interessant, da die französische Perspektive den größten Raum einnimmt - eher selten in deutschen Publikationen. Im abschließenden Kapitel „Die Entdecker der Kulturen" wird dann Versöhnliches angesprochen.
Ein großer Teil der Faszination des Buches im Atlasformat geht von der Bebilderung aus. Fast ausschließlich wird zeitgenössisches Material verwendet, von der Briefmarke mit Eingeborenenmotiv bis zur farbigen Historienmalerei. Hier kann der Zeitgeist nachvollzogen werden, der dem Fremden nicht nur mit Überheblichkeit, sondern auch mit naiver Neugier begegnete.
Fast schon möchte man vollkommen zufrieden die Buchdeckel zuklappen, doch auf den letzten Seiten springen vermeidbare Fehler ins Gesicht: Dian Fossey wird als „Diane" bezeichnet, ihr Todesjahr mal mit 1987, mal korrekt mit 1985 angegeben, und das Foto, das die Forscherin beim Beobachten von Gorillas zeigen soll, tut dies nicht - es sei denn sie hätte einen Vollbart getragen. Doch dieser Lapsus kann das Gesamturteil nicht trüben: Unbedingt empfehlenswert.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von dr_rgne VINE™-PRODUKTTESTER
In sechs Kapiteln wird die europäische Entdeckung des afrikanischen Kontinents dargestellt, beginnend mit den ersten Kontakten durch die Seefahrer und endend mit den Forschern des 20. Jahrhunderts. Dazwischen liegen die Abenteuer der Forschungsreisenden, der Sklavenhandel und die Kolonialisierung.
Leider bleibt die Darstellung meist doch sehr oberflächlich. Speziell das Kapitel zur Kolonialisierung erschöpft sich in einer uninteressanten Aneinandergliederung verschiedener Schlachten und geht in keinster Weise darauf ein, was diese für die dortige Bevölkerung bedeutet haben könnte. Überhaupt ist mir das Buch zu sehr auf die ach so grossartigen Errungenschaften der Europäer konzentriert und behandelt die Einwohner meist als Beobachtungsgegenstände. In dieses Bild passt auch die Rechtfertigung von "Ausstellungen" afrikanischer Menschen (ähnlich einem Zirkus oder Zoo), die zu Anfang des 20. Jahrhunderts in Europa sehr populär waren. Der Autor glaubt doch tatsächlich in der Existenz derartiger Ausstellungen einen Beweis des europäischen Interesses an afrikanischer Kultur erkennen zu können.
Positiv zu erwähnen ist vor allem die Aufarbeitung mittels zahlreicher Fotografien und Bildern aus der damaligen Zeit. Kombiniert mit Zitaten aus Forschungsberichten gelingt so - in den vorderen Kapiteln - eine lebhafte und glaubwürdige Darstellung der Entdeckungsgeschichte.
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