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Ensel und Krete. 6CDs
 
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Ensel und Krete. 6CDs [Audiobook] [Audio CD]

Walter Moers , Dirk Bach
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (131 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Eichborn (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821851643
  • ISBN-13: 978-3821851648
  • Größe und/oder Gewicht: 14,6 x 12,7 x 6,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (131 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 167.878 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Walter Moers
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Urlaub mit den Eltern kann so langweilig sein. Die beiden Fhernhachen-Kinder Ensel und Krete erleben das am eigenen Leibe, als sie mit ihren Eltern den zamonischen Großen Wald bereisen. Dabei hatten sie gehofft, dort endlich einmal etwas zu erleben! Und so ziehen sie auf eigene Faust los, um das Abenteuer zu suchen, verlaufen sich jedoch nach kurzer Zeit. Damit nimmt ein rasantes Märchenabenteuer seinen Lauf, bei dem selbst den Gebrüdern Grimm bald die Puste ausgegangen wäre. Die beiden Zwergenkinder treffen auf zahlreiche gefährliche oder einfach nur sonderbare Geschöpef: einen Laubwolf, Erdgnömchen, Geheimbären, Fledertratten, Schuhus, Einhörnchen, einen sprechenden Meteor und allerlei andere Seltsamkeiten. Natürlich finden auch ein Hexenhaus, und der fantasievolle Showdown hat mehr mit dem Blair Witch Project als mit unseren alten Hausmärchen gemeinsam.

Erzählt wird die Geschichte übrigens vom berüchtigsten Dichter Zamoniens, Hildegunst von Mythenmetz, einem tausend Jahre alten, aufrecht gehenden Zwergsaurier, der die Handlung -- meist an ihren spannendsten Stellen -- unterbricht, um weiterführende Erläuterungen zu geben, die sogar noch interessanter und witziger sind als die Handlung selbst. Diesem Stilmittel lieh der Dichter sogar seinen Namen: die "Mythenmetzsche Abschweifung". Und so erfährt man ganz nebenbei haarsträubende Details über zamonische Zahlensysteme, die sieben Grundtugenden des Dichters oder auch Insiderinformationen über den zamonischen Literaturbetrieb. Abgerundet wird das Buch durch die halbe Biografie des Hildegunst von Mythenmetz unter dem Titel "Von der Lindwurmfeste zum Bloxberg".

Auf die Frage, wieso dieses Buch keine direkte Fortsetzung von Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär sei, antwortete Walter Moers: "Das hat verschiedene Gründe. Erstens glaube ich, dass ein Buch mit über 700 Seiten für eine Figur genügen sollte. Zweitens war für mich schon beim ersten Buch der eigentliche Held nicht der Blaubär, sondern der Kontinent Zamonien. Dessen Geschichte -- und die seiner Bewohner -- möchte ich weitererzählen, in alle möglichen Richtungen." Und so besteht die Hoffnung, dass es auch weitere Zamonien-Bücher geben wird, selbst wenn Walter Moers die zweiten 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär im Dunklen lässt. --Hardy Kettlitz -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Amazon.de-Hörbuchrezension

Achtung, Erlebnis! Hier wispert, raunt und runzt es, dass es eine Art hat. Hier gluckst der Bär, knarzt der Zwerg und haucht der Wolf, dass man sich tiefer in den Sessel schmiegt: Keine Chance, es nicht zu mögen, Dirk Bach zieht einen in den Bann seines Lesefurors. Hier nimmt sich ein Schauspieler das volle Recht. Keine Honorarabgreife, lieblos herunter gelesene Pflichtübungen: Bach macht sich das Vergnügen, einen vielstimmigen Text vielstimmig zu lesen: Meine Ohren lassen vielmals danken!

Beim Buch selbst allerdings frage ich mich: Für wen schreibt Moers eigentlich? Für Kinder? Werden die denn seine amüsante Parodie auf Literaturbetrieb und Literatengehabe verstehen? Oder für Erwachsene? Aber werden die wirklich viele Stunden lang den Abenteuern zweier Zwergenkinder folgen wollen?

Zwergenkinder, Literaturbetrieb? Nun: zwei Kinder aus dem Fantasieland Zamonien verlaufen sich, als sie im zamonischen Ferienparadies (der erwachsene Hörer begreift: Klasse Parodie auf "sanften Tourismus"!) vom Weg abweichen. Es folgt ein dreitägiger Horrortrip durch einen Wald voll unbekannter Schrecken, mit mörderischen Fabelwesen und ebensolchen Pflanzen. Er endet erst, als die "Hexe" -- eine zu ständiger Verwandlung und gruseligsten Verstellungen fähige "zanonische Lebensform" -- in einem Gigantenkampf des gesamten Waldgetiers vernichtet ist. So weit das Märchen.

Und warum nun "Literaturbetrieb"? Vorgeblich hat sich das alles ein zanonischer Dichter mit dem wunderbaren Namen Hildegunst von Mythenmetz ausgedacht. Dieser literarische Großfürst unterbricht immer wieder -- an den spannendsten Stellen -- den Erzählfluss, um weitschweifige, überaus eitle und auf amüsante Weise bescheuerte poetologische Erklärungen abzugeben. Bei Dirk Bach klingt er ein bisschen wie ein durchgeknallter Marcel Reich-Ranicki.

Für Kinder? Für Erwachsene? Moers für alle! --Michael Winteroll



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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

42 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Feuerwerk phantastischer Sprach- und Erzählideen, 7. April 2007
Von 
Waren schon die über 700 Seiten der "13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" ein einziges Aufgehen in einem überwältigenden Einfallsreichtum, fand das seine Fortsetzung in dieser Geschichte auf der Basis von Hänsel und Gretel. Wer hier allerdings eine aufgewärmte Neufassung des Grimm'schen Märchens erwartet, kennt Walter Moers und seine pfiffigen Ideen nicht! Wie die beiden Protagonisten überhaupt dazu kommen, daß sie sich im Wald verirren, und was ihnen da so alles an völlig schrägen Typen und Wesen - tierisch oder pflanzlich - begegnet, sucht seinesgleichen. (Ich kann mich noch immer zerkugeln über eine Pflanze, die "Gemeiner Weglagerich" heißt.) Darüber hinaus ist nicht nur das Ende überraschend, sondern eigentlich jeder Winkelzug, den die Geschichte nimmt.

Besonders erheiternd sind die Zwischentexte des Hildegunst von Mythenmetz, die große Kenntnis der allgemeinen menschlichen Wesensart erkennen lassen und dem Künstler im besonderen und dem Menschen im allgmeinen einen Spiegel vorhalten.
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28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Unter Bäumen will ich träumen, 29. August 2007
Ich halte dieses Buch eindeutig für unterschätzt. Sicher, "Die 13 1/2 Leben des Käptn Blaubär" und "Rumo" sind fast dreimal so dick wie dieses mit 250 Seiten für Moerssche Verhältnisse eher "dünne" Büchlein. Aber einem rundum gelungenen Buch letztendlich auf Grund seiner Kürze Bewertungspunkte abzuziehen, das will mir nicht ganz einleuchten.

Und gelungen ist dieses zamonische Märchen wirklich! Leider werden wohl viele Leser, die mit Moers nicht vertraut sind, schon vom Wort "Märchen" abgeschreckt werden, doch in Zamonien versteht man darunter etwas anderes, als wir es tun: "Schreckliche Spannung, Grausame Bosheit, Goldener Humor, Feinste zamonische Hochliteratur", wie der Autor Hildegunst von Mythenmetz sein Werk bewirbt.

Wer hier mit einer müden, mit dem ein oder anderen Fantasywesen angereicherten Nacherzählung von "Hänsel und Gretel" rechnet, könnte falscher nicht liegen. Moers - pardon: Mythenmetz greift zwar viele Elemente des ürsprünglichen grimmschen Märchens auf (Himbeerspur statt Brotkrumen, zwei verirrte Fhernhachenzwergenkinder im großen bösen Wald, die Konfrontation mit einer Hexe, ...) peppt diese Geschichte jedoch mit zahllosen weiteren fantastischen Elementen auf und sorgt fast permanent für unvorhersehbare Wendungen. So geraten die beiden Zwillinge in einen Drogenpilzrausch und ganze Teile der Handlung entpuppen sich als Halluzinationen. Der Leser wird geschickt an der Nase herum geführt und kann sich auch bei der folgenden Handlung nie ganz sicher sein, ob es sich um Wahnvorstellungen oder reales Geschehen handelt. Auch die Hexe, deren Erscheinen der Leser von Anfang an entgegenfiebert, kommt dann in einer Form, die wiedermal völlig überrascht.

Was das wirklich Geniale an diesem zamonischen Märchen ausmacht, ist jedoch eine weitere Erzählebene, die zur Geschichte von Ensel und Krete hinzukommt, diese ständig unterbricht und die Geschichte quasi "anhält": die mythenmetzschen Abschweifungen. An den unmöglichsten und oft auch spannendsten Stellen pausiert der Autor die Geschichte und platzt plötzlich mit Beschreibungen seines Schreibtisches heraus oder übt heftige Kritik am zamonischen Bildungssystem sowie Literaturkritikern. An anderer Stelle weist er wehement auf seine eigene schriftstellerische Raffinesse hin und drangsaliert den Leser, indem er über mehrere Seiten nur das Wort "Brummli" schreibt und dies als willkürliche künstlerische Freiheit deklariert. Die mythenmetzschen Abschweifungen stellen die Geduld des Lesers gewollt auf die Probe, dies jedoch in einer solch humoristischen Art und Weise, dass nie Frust aufkommt sondern das Grinsen im Gesicht des Lesers mit jedem Mal breiter wird. Der Leser wird hier selbst mit eingebunden, direkt angesprochen und vom Autor mit seiner Erwartungshaltung konfrontiert.

Auch das Ende des zamonischen Märchens führt den Leser an der Nase herum. Ich habe das Buch nachdem sich "der Raum mit Magensäften füllte" erst einmal - enttäuscht - aus der Hand gelegt. Dies entpuppt sich jedoch nur als ein weiterer Trick und prompt bekommt der unbefriedigte Leser einfach ein alternatives Happy-End vorgesetzt, womit Mythenmetz das für gewöhnlich tragisch endende zamonische Märchen ganz nebenbei mal wieder revolutioniert.

Abschließend folgt noch eine halbe Biographie von Mythenmetz aus der Feder von Walter Moers, die in köstlicher Weise verschiedene Literaten auf's Korn nimmt und die Literaturparodie, die "Ensel und Krete" letztlich darstellt, perfekt abrundet. Besonders hier erwarten den Leser einige Lacher, die es in sich haben, wenn Mythenmetz beispielsweise ein Exemplar eines seiner Romane mit Pfeilen beschießt und es als überarbeitete Neuausgabe anpreist oder die mythenmetzsche Mythembearbeitung erfindet, bei der zufällige Buchstaben und Silben aus seinen Gedichten entfernt werden.

Vielleicht können sich auch Kinder an der ein oder anderen Stelle und besonders auch an den gewohnt lustigen und zahlreichen Zeichnungen erfreuen, "Ensel und Krete" richtet sich jedoch nicht zuletzt wegen einiger sehr gruseliger und brutaler Szenen an ein erwachsenes Publikum.

Die Lektüre des Vorgängers "Die 13 1/2 Leben des Käptn Blaubär" ist zum Verständnis nicht zwingend notwendig, ist jedoch zu empfehlen, da sonst einige Gags nicht zünden können und dem Leser vielleicht auch ein wenig der Hintergrund des Ganzen fehlen könnte.

Zum Schluss noch ein paar Worte zu Verarbeitung und Design: Wer es sich leisten kann, sollte auf jeden Fall, wie bei den übrigen Zamonien-Büchern auch, zur Hardcover-Ausgabe greifen. Diese kommt in einem superschicken Design daher. Auf der Innenseite des Schutzumschlages findet sich eine liebevoll gezeichnete Karte von Bauming, natürlich mit Legende und zamonischer Pflanzen-, Insekten- und Pilzübersicht. Der Einband wartet mit einem schlichten jedoch schönen Holzdesign auf und ergänzt sich wunderbar mit den vielen Illustrationen im Buch. Hier bildet wirklich alles; von der Schrift, über die Zeichungen bis hin zum Einband eine Einheit, die ihr Geld wirklich wert ist.

Fazit: Urkomische Literaturparodie für alle, die sich nicht von einer auf den ersten Blick kindlichen Verpackung abschrecken lassen und mal was ganz Außergewöhnliches erleben wollen.
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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Tristram Shandy in Zamonien - oder - Meisterhafte Abschweifungen (Hörbuch-Rezension), 19. Februar 2007
Von 
C. Stotz (Esslingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Wer immer glaubte, zu Märchen sei schon alles gesagt, der irrt. Walter Moers präsentiert hier seine Fassung des Grimm'schen Grundthemas, wie man es noch nicht erlebt hat.

Die beiden kleine Fhernhachenkinder Ensel und Gretel wollen nicht mehr in dem von den Buntbären durchorganisierten Ferienparadies im Großen Wald den Regeln gehorchen und verlassen die angelegten Wanderwege, um sich schon kurz darauf hoffnungslos zu verlaufen. Die kommenden drei Tage halten für sie ein Panoptikum sonderbarer Lebensformen vom Sternenstauner über den wilden Laubwolf bis zum Stollentroll bereit, die sie von einem wilden Abenteuer ins nächste schicken, bis sie am Ende von einem schizophrenen Buntbären mit der Axt ...... aber das soll nicht verraten werden.

Gespickt und unterbrochen wird diese Erzählung immer wieder durch Abschweifungen des Erzählers Hildegund von Mythenmetz, in denen vom Jugendwahnsinn über sanften Tourismus bis hin zum Literaturbetrieb alles Erdenkliche thematisiert wird.

Dirk Bach zieht als Vorleser alle Register seines stimmlichen Könnens und verleiht so der phantastischen Welt Zamoniens Leben und Athmosphäre. Eine tolle Wahl für dieses Hörbuch

Unterhaltsamer Ausflug in eine märchenhafte Welt - in erster Linie für junggebliebene Große.
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